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Leserbrief

Dieser Titel zum Esaf 2019 sorgt für Reaktionen

«Eine grossartige Geschichte – mit unschönem Ende», Ausgabe vom 26. August

Was ist da nur am Ende dieses in jeder Beziehung grossartigen Festes geschehen, wovon weder das Radio noch das Fernsehen auch spätabends nicht berichtetet? Kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen den Zuschauern, zu schlimmen Sachbeschädigungen oder wurde von sportlicher Seite gar betrogen? Nichts von alledem! Den Schlussgang gewann in kürzester Zeit ein Berner gegen einen Innerschweizer. Die Konsequenzen aus dieser grandiosen journalistischen Fehlleistung: Erstens eine formelle Entschuldigung beim Sieger Christian Stucki und zweitens baldmöglichst ein interner Nachhilfekurs zum Thema «Wie schreibt man einen sachlich korrekten Titel?».

Urs Diethelm, Zug


Unschönes Ende? Sportlich hat die Krönung gefehlt? Sie und Ihre Redaktoren sollten sich schämen. Ist das Ende eines (notabene Eidgenössischen und nicht Luzernischen) Anlasses unschön, nur weil nicht ein von der regionalenPresse gewünschter Favorit siegt? Nein, das Ende ist nicht «unschön», ganz im Gegenteil. Das unerwartete Ende ist das Tüpfchen auf dem i und krönt dieses wunderschöne Fest in geradezu fantastischer Weise, nicht nur aber gerade und vor allem auch sportlich. Sie liegen mit Ihren chauvinistischen Aussagen nicht nur total quer zur Wirklichkeit, sondern wohl auch zur empfundenen Stimmung der meisten Leser. Sie vergiften die fantastische Gemütslage, die das Fest hinterlassen hat und versuchen in schändlicher Weise die wohlverdienten Lorbeeren eines überragenden Athleten und bescheidenen Siegers herabzuwürdigen. Obwohl Sie am Ende Ihrer sogenannten Analyse dem Sieger doch noch widerwillig Ehre erweisen, sind Ihre Äusserungen gelinde gesagt «unschön» und einer seriösen Zeitung unwürdig.

Werner Gilgen, Zug


Liebe Schwinger, Verbände, Kanton und Gemeinden, Sponsoren, Helferinnen und Helfer, Armeeangehörige, Zivilschutz, Rettung, Polizei-Sicherheitsleute und Chrampferinnen und Chrampfer und alle die zu diesem grossen Anlass beigesteuert haben: Ich möchte einen grossen Dank aussprechen. Herzlichen Dank! Auch einen Dank an alle Einwohner, die Lärm und Unannehmlichkeiten erleben mussten. Es war ein gelungenes grosses und vor allem ein friedliches Fest. Ein so grosses und schönes Fest zu organisieren, braucht eine sehr grosse Organisationsarbeit und dafür möchte ich nochmals allen die diesen Anlass möglich gemacht haben recht herzlich von ganzem Herzen danken. Ich bin stolz, dabei gewesen zu sein, man wird noch lange über diesen Anlass reden, was für den ganzen Kanton Zug positiv ist. Herzlichen Dank!

Manfred Pircher, SVP-Gemeinderat, Zug


Heute haben Sie Ihrer Leserschaft einen Schrecken eingejagt, ausgerechnet am Tag nach einem grossartigen Fest in Zug. «... – mit unschönem Ende» haben Sie in den Titel gesetzt. Gab es eine riesige Keilerei oder ist gar jemand gestorben? Das war der erste Gedanke. Mit der verqueren Behauptung wollten Sie bloss sagen, dass der Schwingerkönig einmal mehr nicht aus der Zentralschweiz stammt, sondern aus dem Bernbiet. Wenn uns das unschön vorkäme, hätten wir es nicht mit Sport zu tun.

Max Gisler, Steinhausen


Das Esaf in Zug wird in der redaktionellen «Analyse» als «Eine grossartige Geschichte – mit unschönem Ende» zusammengefasst. Was hat das nun mit dem «unschönen Ende» auf sich? Habe ich da etwas verpasst? Doch noch eine Schlägerei unter Fans? Irgendein Skandal? Ein Tumult in der Arena? Nichts von alledem! Nur: Sollte dieser zweite Teil des Titels nicht auf die Hauptsache des Grossanlasses, den Sport, hinweisen? Ein solcher Titel ist für diesen Wettkampf schlicht unwürdig, unfair gegenüber dem Sieger, ganz einfach absolut unsportlich! Natürlich wäre dem Pirmin Reichmuth der Festsieg zu gönnen gewesen. Doch leider war ihm der Start missglückt. Oder dem Joel Wicki, der im Schnellzugstempo 6 Siege in den ersten 7 Gängen erzielte und als sicherer Schlussgangteilnehmer feststand. Oder dem Armon Orlik, dem erst im siebten Gang diese sicher geglaubte Teilnahme noch, auch mit etwas Wertungspech, entglitt. Und natürlich hatte Christian Stucki auch etwas Glück, nach den beiden Gestellten doch noch zum Schlussgang antreten zu können. Aber er hat sich diese Teilnahme «erarbeitet». Nur er hatte alle drei oben erwähnten Schwinger als Gegner, während diese keine Kämpfe untereinander hatten! Und er hat dann den Schlussgang souverän gewonnen. Er ist ein würdiger und verdienter Sieger, was sogar der Zeitungsredaktor in einem Satz am Ende seiner «Analyse» (?) doch noch erwähnen muss. Somit müsste der zweite Teil des Titels doch «mit einem würdigen Sieger» oder so ähnlich lauten! Ich erwarte bei einer «Analyse» (ist ja eher eine Frontseiten-Zusammenfassung) etwas mehr Sorgfalt, mehr Respekt, mehr Sportsgeist! Auch das gehört zum Image eines Standortes, einer Region! Bei Sportlern würde man mit diesem Titel von schlechten Verlierern sprechen. Aber diese haben sich meines Wissens nicht so geäussert.

Moritz Keller, Cham


Beim Lesen der Hauptschlagzeile der «Zuger Zeitung» erschrak ich, denn ich dachte zum Schluss dieses grossartigen, friedlichen und bunten Sportfestes ist etwas passiert. «Eine grossartige Geschichte – mit einem unschönen Ende»? Nein, es war nach ihrer Ansicht nur der falsche König. Fairness im Sport sollte auch der Zeitung keine Unbekannte sein. Es gibt einen König und einen Zweitplatzierten. Der Beste siegt, der Zweite ist Vize-König. Den Haupttitel der Zeitung finden ich und viele in meinem Umfeld, total daneben und hoffentlich nicht im Sinne des Esaf Zug. Die NZZ titelte: «Neuer König der Eidgenossen!» Bitte mehr Sportlichkeit, bitte mehr Gastfreundschaft auch in der «Zuger Zeitung»! Eigentlich war dies der einzige Artikel in der ganzen Berichterstattung, der einseitig berichtet und daneben ging, leider auf der Titelseite.

Béatrice Zingerli-Hungerbühler, Steinhausen


Das Eidgenössische dieses Wochenende in Zug hat mir wieder einmal vor Augen geführt, in was für einem tollen Land wir Leben. Trachten, Athleten, Musizierende und viele mehr aus der ganzen Schweiz zeigten mir die friedliche koexistierende Vielfalt von Brauchtümern in unserer Heimat auf. Die Schweiz ist ein Ort, mit dem Fortschritt mit Geschichte und Tradition verbunden wird. Es ist an uns dieser schweizerischen Besonderheit Sorge zu tragen und gleichzeitig gemeinsam fit für die Zukunft zu machen.

Sussi Hodel, Nationalratskandidatin FDP, Unterägeri


Wir sind noch voller Eindrücke vom Esaf. Ich zolle allen Verantwortlichen hohe Anerkennung: Das war eine tolle Leistung, ihr habt Kränze verdient! Etwas vom Beeindruckendsten war für mich und wohl für alle Beteiligten der Einsatz der vielen tausend Chrampferinnen und Chrampfer in ihren unübersehbaren orangen Shirts. Sie waren unabdingbar für das reibungslose Gelingen des Esaf. Sie chrampften jedoch nicht nur, sondern trugen mit ihrer fröhlichen Haltung wesentlich zur tollen Stimmung im gesamten Publikum bei. Selber habe ich das hautnah als Chrampfer im Service erlebt. Eine schöne Geste war, dass sie in einsatzfreien Stunden auf der Helfertribüne einen unübersehbaren Farbtupfer in der Arena setzen durften und so noch etwas vom Geschehen auf den Sägemehlringen mitbekommen konnten. Als leidenschaftlicher Verfechter von Miliz- und Freiwilligenarbeit wünsche ich mir eine solche Haltung das ganze Jahr hindurch: in der Jugendarbeit, im Sozial- und Integrationsbereich, in Kultur und Sport. Es gibt Hunderte Möglichkeiten, sich freiwillig für unser Land zu engagieren. Das Milizsystem ist das Fundament für unsere Gesellschaft, eine erfolgreiche Wirtschaft, für unser bewährtes Politsystem. So könnten wir tagaus tagein von dieser Schwingfeststimmung profitieren.

Matthias Michel, Ständeratskandidat FDP, Oberwil


Einmal mehr sind wir entsetzt über den üblen, reisserischen Titel über das gelungene Fest, der uns am Montagmorgen die Freude vergällte. Warum dieser unsensible Stil, der so gar nicht in unsere Kultur und zum Ton des Esaf passt?

Carla Siegen, Zug


Vorweg: Wir sind Abonnenten der «Zuger Zeitung», und als Heimwehzuger bin ich grundsätzlich zufrieden mit der Berichterstattung über meinen Heimatkanton Zug. Was ich allerdings am Montag, 26. August 2019, auf der Frontseite der «Zuger Zeitung» als Titel über das Esaf 2019 in Zug lesen musste, haut dem Fass den Boden raus! Wie kann ein verantwortlicher Journalist mit der Headline «Eine grossartige Geschichte – mit unschönem Ende» seinen Artikel aufmachen lassen? Meine Familie war am Esaf in Zug – es war von A bis Z ein wunderbares Fest – wir haben zwei sensationelle Tage in der Zug Arena verbracht mit eindrücklichem Schwingsport! Der Titel der «Luzerner Zeitung» und aller ihrer Regionalausgaben suggeriert jedoch, dass das Fest mit einem schweren Unfall beendet wurde – oder mit einer mittleren Katastrophe. Es ist absolut respektlos gegenüber Stucki Christian, dem neuen König der eidgenössischen Schwinger. Wir sind uns absolut einig, dass Wicki Joel ein grossartiges Eidgenössisches abgeliefert hat – meiner Ansicht nach war Wicki Joel sogar mit Abstand der beste Schwinger am Esaf in Zug – zum Leidwesen vieler Fans aus der Innerschweiz hat er den Schlussgang verloren und ist nur Erstgekrönter. Meines Erachtens hat die Chefredaktion ihren Job nicht korrekt ausgeführt – sie hätte diese Überschrift nie in Druck gehen lassen dürfen. Es wird dem Esaf in Zug absolut nicht gerecht. Ich habe einige Eidgenössische Schwingfeste mitgemacht – dasjenige in Zug hat sämtliche bisherigen Eidgenössischen übertroffen, was Organisation, Sicherheit und vor allem den Festakt betrifft. Der Artikel auf der Frontseite liegt mit dieser Überschrift komplett neben den Schuhen – Ihre Zeitung wird in unserem Hotel in Zermatt nicht nur von Innerschweizern gelesen, sondern auch von Bernern und Ostschweizern – was denken diese von der «Luzerner Zeitung»?

René Hürlimann, Zermatt

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