Diskussion zur Klimaneutralität des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zug gipfelt in neuem parlamentarischen Vorstoss

Einmütig stimmte der Kantonsrat dafür, die ZVB auf dem Weg zur CO2-Freiheit zu begleiten. Mehr auch nicht.

Harry Ziegler
Drucken
Teilen

Parlament Eigentlich forderte die CVP-Fraktion in einem Postulat von der Regierung, dass dem Kantonsrat «realistische Ziele» sowie ein Massnahmenplan vorgelegt werden sollten, damit der öffentliche Verkehr in 20Jahren klimaneutral durch den Kanton rollt. Immerhin: Das Parlament versenkte das Postulat nicht zur Gänze und willigte ein, die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) in ihren Bemühungen bezüglich Klimaneutralität «anhand eines entsprechenden Monitorings» zu begleiten.

Für die Sprecherin der CVP-Fraktion, Kantonsrätin Anna Bieri (Hünenberg), sei die Antwort der Regierung, wie wenn jemand mit angezogener Handbremse durch die Gegend fahre. Die CVP-Fraktion könne mit Teilerheblichklärung und Abschreibung als erledigt leben. Bieri reichte während ihres Votums eine Motion ein, die verlangt, dass die Regierung mit «entsprechenden gesetzlichen Grundlagen den Rahmen und die Ziele steckt», um den Kanton in eine Vorreiterrolle bezüglich klimaneutralen öffentlichen Verkehrs zu bringen. Da die ZVB sich derart ambitioniert zeige, ihre Flotte in absehbarer Zeit klimaneutral aufzustellen, soll der Kanton eine entsprechend verlässliche Willensbekundung und verbindliche Vorgaben tätigen. Als Besteller könne der Kanton die klimapolitische Strategie nicht an Leistungserbringer wie die ZVB delegieren.