Doron Preise 2020 wurden in Zug feierlich übergeben

Erhalten haben die mit je 100'000 Franken dotierten Preise der Verein PluSport und der Wirtschaftshistoriker Professor Tobias Straumann.

Drucken
Teilen
Die Preisträger 2020 und ihre Laudatoren (von links): alt Bundesrat Kaspar Villiger, Professor Tobias Straumann, Markus Gerber, Präsident von PluSport und Dominique Gisin.

Die Preisträger 2020 und ihre Laudatoren (von links): alt Bundesrat Kaspar Villiger, Professor Tobias Straumann, Markus Gerber, Präsident von PluSport und Dominique Gisin.

Bild: Stefano Schröter/PD

(haz) Die Schweizerische Stiftung für den Doron Preis würdigte in Zug zwei Preisträger für ihr wissenschaftliches und gesellschaftliches Engagement. Professor Tobias Straumann wurde am Mittwoch, 30. September, für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Schweizer Finanz- und Wirtschaftsgeschichte geehrt.

Der Dachverband PluSport erhält die Auszeichnung für sein fortwährendes und hochstehendes Engagement zur Förderung des schweizerischen Behindertensportes, schreibt die Schweizerische Stiftung für den Doron Preis in einer Mitteilung. Die Doron Preise sind mit je 100'000 Schweizer Franken dotiert.

Tobias Straumann gehört zu den renommiertesten Wirtschaftshistorikern der Schweiz. 1966 in Wettingen geboren, studierte Tobias Straumann Geschichte und Soziologie in Zürich, Paris und Bielefeld. Sein primäres Forschungsinteresse gilt der europäischen Geld- und Finanzgeschichte und der schweizerischen Wirtschaftsgeschichte.

Tobias Straumann hat sich den Ruf eines profunden Kenners der Finanz- und Wirtschaftsgeschichte der Schweiz erworben. Er war und ist an verschiedenen internationalen Forschungsprojekten beteiligt und engagiert sich in Fachgremien, wie etwa im akademischen Beirat der European Association for Banking and Financial History. «Mit seiner Forschungs-, Lehr- und Vermittlungstätigkeit gehört Tobias Straumann zu den renommiertesten Wirtschaftshistorikern der Schweiz», begründet der Stiftungsrat die Wahl des Preisträgers. Die Laudatio hielt alt Bundesrat Kaspar Villiger.

Kompetenzzentrum für den Behindertensport

Auf Initiative eines an Polio erkrankten Pfarrers wurde 1956 eine Bewegung ins Leben gerufen, die behinderten Menschen regelmässige sportliche Betätigung ermöglichen sollte. Pfarrer Grivel wandte sich an Henri Guisan, den ehemaligen General, mit der Bitte, bei der Bildung von sportmedizinischen Zentren mitzuhelfen. 1960 wurde der Schweizerische Verband für Invalidensport SVIS gegründet. In den Jahren 1991/1992 wurde der Verband  – heute PluSport – restrukturiert. Die Ziele und Grundsätze wurden neu formuliert, ein Leitbild geschaffen, neue Statuten verabschiedet und die Geschäftsstelle in Volketswil bezogen. Seither entwickelte sich der Verband von der Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Behinderung zu einem Verband, welcher den Sport und nicht die Behinderung in den Vordergrund stellt.

PluSport ist auch in wichtigen, internationalen Gremien des Behindertensports vertreten und feiert dieses Jahr das 60-Jahr-Jubiläum. «Mit dem seit 60 Jahren fortwährendem Engagement zur Förderung des schweizerischen Behindertensportes leistet PluSport einen grossartigen Beitrag in unserer Gesellschaft», begründet der Stiftungsrat seinen Entscheid. Die Laudatio für den Preisträger hielt Dominique Gisin, ehemalige Skirennfahrerin, Gewinnerin der Goldmedaille bei den olympischen Winterspielen 2014 von Sotschi und SRK-Botschafterin.