Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Leicht überdurchschnittliches Schadenjahr für die Gebäudversicherung Zug

Das Jahr 2018 war für die Gebäudeversicherung Zug ein leicht überdurchschnittliches Schadenjahr. Drei Sturmtiefs sorgten für einen teuren Jahresanfang und heftige Gewitter im Sommer führten zu etlichen teuren Blitzeinschlägen.
Christopher Gilb

Burglind, Evi und Friederike hiessen die drei Sturmtiefs, die der Gebäudeversicherung des Kantons Zug (GVZG) einen gemäss Geschäftsbericht «turbulenten und teuren Jahresanfang» 2018 bescherten. Die rund 1250 damit einhergehende Schadenmeldungen verursachten insgesamt für die Gebäudeversicherung Kosten von 4,044 Millionen Franken. Im Spätfrühling führten zudem einige Unwetter zu lokal begrenzten Schäden durch Hochwasser und Überschwemmungen. Von grossflächigen Hagelzügen blieb der Kanton Zug im 2018 jedoch verschont, wie in dem kürzlich veröffentlichten Bericht zu lesen ist. Gesamthaft hat die GVZG 1441 Elementarschäden mit einer Schadensumme von rund 4,434 Millionen Franken erfasst.

40 Schadensmeldungen wiederum gab es wegen Blitzeinschlägen. Der Sommer war zwar ein bekanntlich überdurchschnittlich warmer mit wenig Niederschlag. Trotzdem entluden sich teils heftige Gewitter mit Blitz und Donner über der Zentralschweiz. Die Kosten lagen mit 511000 Franken deutlich über dem Vorjahr (202000 Franken). Noch heftiger krachte es in den letzten zehn Jahren nur im Jahr 2009, als die Blitzschäden die Millionengrenze deutlich überstiegen hatten. Auch 2018 waren 90 Prozent all dieser Schäden auf Überspannungsschäden zurückzuführen. Als solche bezeichnet man Schäden, die als Folgewirkung eines Blitzschlags in unmittelbarer Umgebung durch Induktion, also durch Überspannung, an elektrischen Gegenständen entstehen können.

1007 Feuerwehreinsätze

Positiv wird im Bericht erwähnt, das mittlerweile im Kanton Zug 4435 Gebäude mit einem Blitzschutzsystem versehen sind. Nur bei 2092 Gebäuden sei dies jedoch aufgrund der Nutzung oder Bauart gesetzlich überhaupt vorgeschrieben. Mehr als die Hälfte aller Anlagen seien also freiwillig installiert worden, was zeige, dass Hausbesitzer sich mit der Gefahr auseinandersetzen würden, so das Fazit der Autoren des Berichts. Auch Brände gab es im Jahr 2018 einige im Kanton Zug. Die grössten davon ereigneten sich in Zug, Allenwinden und auf dem Zugerberg. Am 6. März 2018 beschädigte ein Brand beispielsweise in der Schochenmühle ein Holzhaus aus dem 18. Jahrhundert massiv. Insgesamt entstanden bei den 121 Brandfällen Schäden von 3,474 Millionen Franken. Generell hatten die Zuger Feuerwehren im vergangenen Jahr 1007 (2017: 971) Einsätze, davon waren 77 Aufgebote ohne Alarm und bei 178 handelte es sich um Falschalarme oder Probleme mit Brandmeldeanlagen.

Wegen Elementarereignnissen, also beispielsweise von den drei Sturmtiefs verursachten Schäden, rückte die Feuerwehr insgesamt 120 Mal aus. Verschlechtert hat sich im Vergleich zum Jahr 2017 der Personalbestand bei den Feuerwehren. Damals umfasste dieser 1087 Personen, 2018 nur noch 1019.

Bekanntlich hatte im Mai 2017 die Zuger Stimmbevölkerung das totalrevidierte Gesetz über die Gebäudeversicherung mit fast 80 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Dieses sah vor, dass die Gebäudeversicherung des Kantons Zug strategisch neu von einem fünfköpfigen Verwaltungsrat geführt wird. Dessen Präsident ist derzeit Sicherheitsdirektor Beat Villiger. Villiger kommt im Geschäftsbericht zum Schluss, dass der «Verwaltungsrat seine Arbeiten zielführendaufgenommen und bewältigt» hat. Erfreut wird diesen sicher auch haben, das 2018 – trotz eines höheren Schadenaufwandes – ein Jahresgewinn von rund 7,2 Millionen Franken (2017: 4,7 Millionen Franken) resultierte. Dieser soll vollumfänglich dem Eigenkapital gutgeschrieben werden. Zugenommen hat beispielsweise die Anzahl der versicherten Gebäude von 24998 Ende 2017 auf 25094 Ende 2018 und auch die Bruttoprämien von 30,07 Millionen Franken auf 30,98 Millionen Franken Ende 2018.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.