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Drei Freunde sind verantwortlich für den Zeltplatz am Esaf

Viel Zeit und Planung haben die drei Zuständigen für den Campingplatz am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) investiert. Nun werden noch Details justiert.
Vanessa Varisco
Sie haben die Federführung auf dem Campingplatz: Lukas Zahno, Leo Annen und Ernst Iten (von links). (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 16. Mai 2019)

Sie haben die Federführung auf dem Campingplatz: Lukas Zahno, Leo Annen und Ernst Iten (von links). (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 16. Mai 2019)

Freunde des Schwingsports sind sie alle drei: Leo Annen, Ernst Iten und Lukas Zahno. Doch wenn das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) dieses Jahr seine Zelte in Zug aufschlägt, werden sie nicht selber im Sägemehl stehen – und Zeit, um auf der Tribüne den ganz Grossen beim Schwingen zuzusehen, werden sie wohl auch wenig haben.

Denn sie haben eine besondere Aufgabe gefasst: Sie sind zuständig für den Campingplatz am Fest. In der Schwingerszene im Kanton Zug kennt man sich. So wurde Leo Annen schon früh vom Organisationskomitee angefragt, ob er nicht Lust habe, die Organisation des Campings zu übernehmen. Das hatte er und holte sich mit Ernst Iten und Lukas Zahno Verstärkung. Denn obschon er und Ernst Iten bereits an der Organisation anderer Schwingfeste beteiligt waren, betonen sie: «Das Esaf ist noch einmal eine grössere Nummer. Das erfordert einiges an Planung.»

Damit begonnen wurde vor rund drei Jahren. «Dank unkomplizierter Verhandlungen mit den Landbesitzern und –pächtern im Gebiet Letzi/Fröschenmatt wurde schnell klar, dass das Campingareal in unmittelbarer Nähe zur Arena erstellt werden kann», erzählt Annen. Je näher das Fest rückt, desto mehr gibt es zu tun. Richtig Fahrt aufgenommen hat die Planung im August letzten Jahres. Dann wurde nämlich das Buchungsportal für den Campingplatz eröffnet. Mit diesem Portal, bei welchem die Camper ihre Anmeldung selbst ausführen und sich ihre Bestätigung zu Hause ausdrucken können, leisten die Zuger Pionierarbeit: «Das gab es bis jetzt noch nicht. Bis anhin wurden die Rechnungen verschickt.» Eine weitere Neuerung besteht im Pauschalpreis: Denn egal, ob jemand eine Nacht oder vier Nächte auf dem Platz verbringt, die Kosten dafür belaufen sich auf 60 Franken pro Person.

1600 Fahrzeuge werden erwartet

Erfahrung im Campen haben die drei selber. «An einigen eidgenössischen Schwingfesten haben wir bereits selber gecampt», berichtet Lukas Zahno und ergänzt mit einem Blick und einem Schmunzeln: «Aber unsere Campingerfahrung beschränkt sich nur auf Schwingfeste.» Nichtsdestotrotz widmen sie sich ihrer Aufgabe hingebungsvoll. Jeder von ihnen wird bis zum Fest wohl einige hundert Stunden Arbeit investiert haben.

Nicht nur der Zeitaufwand ist gross, auch die Dimension des Campingplatzes ist es. Auf einer Fläche von 23 Hektaren sollen während vier Tagen im August rund 1600 Fahrzeuge und 2000 Zelte stehen, abgegrenzt von etwa vier Kilometern Zaun. Erwartet werden 10 000 Besucher auf dem Campingplatz. «Um das Schwingen herrscht aktuell ein Rummel. Es ist absolut im Trend», sagt Leo Annen und erklärt damit, weshalb so viele Leute im Sommer nach Zug kommen werden. An den vier Eingängen werden freiwillige Helfer Eingangskontrollen durchführen. «24 Stunden am Tag werden Helfer im Einsatz sein auf diesem Gelände», meint Ernst Iten anerkennend. Auch von den drei Campingzuständigen wird jeweils immer jemand vor Ort sein und für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen.

108 Duschen werden aufgestellt

Mit so vielen Leuten entstehen einige logistische Herausforderungen. «Neben gutem Wetter sind saubere Sanitäranlagen entscheidend», weiss Lukas Zahno aus Erfahrung und ergänzt, das Gelände in Zug habe den Vorteil, dass man einen Zugang zur Kanalisation habe. An dieser Stelle werden 108 Duschen, 64 Toiletten, 80 Urinplätze und 120 Waschplätze installiert.

Nicht zu vergessen bei der Planung fürs Camping ist natürlich der Verkehr. «Die Besucher sollen bestenfalls einfach auf das Gelände fahren können, das Fahrzeug abstellen und gut ist», so Ernst Iten. Um den Boden zu schonen, werden deshalb an den Hauptachsen Platten ausgelegt. «Das wird gut funktionieren», ist Ernst Iten überzeugt, seine zwei Kollegen nicken beipflichtend.

Noch weniger als hundert Tage, dann steht der Grossanlass vor der Tür. «Jetzt steht noch die Detailplanung an. Wir sind gut auf Kurs», versichern die drei abschliessend.

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