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Das Quer durch Zug glänzt mit einer grossen Teilnehmerzahl

Der grösste Schweizer Staffelanlass ist einmal mehr ein Erfolg gewesen. Bei der 77. Austragung nahmen 304 Teams mit 1600 Läufern teil. Der neue Präsident des Organisationskomitees strich das Wetterglück heraus.

Simon Randriamora
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Das LK-Zug-Sprinttalent Silke Lemmens eilt davon. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
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Geschlechterduelle sind keine Seltenheit. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Voller Einsatz ist Pflicht. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Ohne ein gutes Einwärmen geht es nicht. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Zeit für Spässe bleibt am Rand der Wettkämpfe genug. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Anspannung vor der Stabübergabe. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Hier kündigt sich ein gelingender Wechsel an. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Vom Start weg wird Vollgag verlangt. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Die Zuschauer fiebern mit. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Volle Konzentration bis zum Schluss. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Mit wehenden Haaren durch das Ziel. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Johanna Kannewischer vom LK Zug in Aktion. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Auch Stürze gilt es zu verkraften. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Die Zugerin Géraldine Frey (vorn) gibt Gas. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Die Startschüsse müssen gehört werden. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Wer den Durchblick hat, hängt die Konkurrenz ab. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)
Schon die Kleinsten schenken sich nichts. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)

Das LK-Zug-Sprinttalent Silke Lemmens eilt davon. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 06. April 2019)

23 Teams mehr als im Vorjahr und somit das zweitbeste Meldeergebnis der Geschichte, zwei sensationelle Streckenrekorde, hochklassige Wettkämpfe und rundum glückliche Gesichter: Der Einstand des neuen OK-Präsidenten Michael Schäfer hätte nicht besser sein können. Der Motor- und Dampfschiffcaptain bringt nicht nur die grossen Schiffe auf dem Zürichsee auf Kurs, sondern auch den vom Stadtturnverein Zug organisierten Grossanlass «Quer durch Zug». «Der Kurs stimmt, ich bin sehr zufrieden mit dem Anlass. Wir hatten grossartige Wettkämpfe und viel Wetterglück. Es gab einige Stürze im Start-Ziel-Bereich, aber zum Glück keine grossen Verletzungen», bilanzierte er.

In der Tat waren die Vorboten für die 77. Austragung des «Quer» wettertechnisch nicht ideal gewesen. Noch am Donnerstag herrschte Schneegestöber in der Altstadt. Die Experten wussten aber im Vorfeld: Wenn das Quer durch Zug stattfindet, ist das Wetter schön. Der letzte starke Regen während einer Ausgabe war im Jahr 2010 – während einer halben Stunde. Um auf ein komplett nasskaltes «Quer» zurückzublicken, musste man weit zurückgehen, auf den Tag 21 Jahre. Am 6. April 1998 regnete es letztmals anhaltend.

Gleich zu damals ist in diesem Jahr nicht nur, dass der EVZ im Playoff-Final steht, sondern auch die beeindruckende Akzeptanz für das Quer von der Bevölkerung, Politik und Sponsoren. Der Regierungsrat Martin Pfister lobte den Anlass, 2018 war er noch als Teilnehmer dabei gewesen: «Es ist toll, dass der Sport mitten in die Stadt kommt. Er wird so sichtbar für die Bevölkerung und die Begeisterung von den vielen jungen Leuten auf die ganze Stadt ausgestrahlt», sagte er. Auch die Stadträtin Eliane Birchmeier zeigte sich begeistert: «Wir von der Stadt Zug sind stolz, dass wir diesen tollen Anlass beherbergen dürfen, und unterstützen ihn.»

Mit 312 gemeldeten und 304 Teams im Ziel, beeindruckt die Grösse des Anlasses einmal mehr. Genauso imposant sind das Niveau und die Leistungsdichte am Quer. So gibt es in 13 Kategorien fünf verschiedene Vereine, die sich in die Siegerlisten eintragen konnten.

Auch ein Routinier verspürt noch Nervosität

Aus Zuger Sicht erfreulich sind die drei Siege, zwei davon holte der LK Zug. In der Kategorie Mixed holte er sogar den lang ersehnten Streckenrekord. Die Zuger hatten ihre beiden Aushängeschilder, Géraldine Frey und Tobias Furer, im Siegerteam. Furer der nach seinem Karriereende als Hürdenläufer extra noch mit langen Läufen für das «Quer» trainierte, freute sich: «Ich bin sehr zufrieden, zumal ich meinen Teil zu diesem Streckenrekord beisteuern konnte.» Seine Klubkollegin Frey steht ganz an einem anderen Punkt der Karriere. Sie hat das Hauptziel, an den U23-Europameisterschaften mit der Staffel zu starten. Auf das Quer durch Zug bezogen, sagte sie: «Im Mixed bekam ich den Stab an zweiter Stelle und konnte auf der Zielstrecke zum Glück die Läuferin vor mir überholen.»

In den anderen Hauptkategorien «Sprinter» und «Frauen und Juniorinnen» reichte es den beiden auf den zweiten Rang. Gemeinsam ist ihnen, dass sie jeweils unheimlich nervös vor dem Start seien. «Die Nervosität fühlt sich immer gleich an vor dem Rennen. Erstaunlich, denn ich bringe doch schon einige Jahre Erfahrung mit», schilderte Furer. Auch bei Frey tönte es ähnlich: «Der Start bei den Frauen lief gut, obwohl ich dort immer am meisten nervös bin.» Bärenstark war auch die Leistung des 800-Meter-Spezialisten Angus Fölmli vom TSV Rotkreuz über die 720 Meter lange «Quer»-Distanz bei den Mittelstrecklern: «Das Rennen lief gut, ich habe mich spritzig gefühlt», sagte er, der sein Team zum zweiten Schlussrang führte. Den dritten Zuger Sieg holte das Masters-Team der Hochwacht Zug. Die U16-Schülerinnen der Hochwacht Zug liefen, in dem vom LC Zürich mit Streckenrekord gewonnenen Rennen, auf Rang 2.

Das Quer ist für Jung und Alt

Die grössten Teilnehmerfelder gab es auch diesmal in den jüngsten Kategorien: 36 Teams bei den «Ein-Käse-Hoch» und 61 Teams bei den «Zwei-Käse-Hoch». Der LV Albis holte bei den Letztgenannten den Hattrick vor dem LC Zürich und setzte sich gegen 61 Teams durch. Bei den «Ein-Käse-Hoch» verpasste der LV Albis den Hattrick und wurde vom LC Zürich um drei Sekunden distanziert.

Die Ranglisten sind hier zu finden.