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Drei Neue fordern den Menzinger Gemeinderat heraus

Die Gemeinderatswahlen dürften spannend werden. Sämtliche bisherige Mitglieder treten erneut an, werden aber von drei neuen Kandidaten angegriffen. SVP und CVP wollen einen Sitzgewinn, und auch ein Parteiloser mischt mit.
Cornelia Bisch

In der Berggemeinde Menzingen werden die fünf bisherigen Gemeinderäte von drei neuen herausgefordert. Ein Zeichen dafür, dass eine gewisse Unzufriedenheit vorherrscht? Denn einige der vom Rat vorgelegten Geschäfte zur Schulraumplanung waren in der letzten Legislatur von der Gemeindeversammlung bachab geschickt worden.Gemeindepräsident Peter Dittli (FDP) gehörte im Jahr 2014 zu den grossen Wahlsiegern. Der mittlerweile seit 15 Jahren in der Kommunalpolitik tätige, 61-jährige Fahrlehrer Dittli erreichte das Amt des Präsidiums mit ausgezeichnetem Resultat. Damit setzte er sich deutlich gegen Susan Staub (CVP) durch.

Am 7. Oktober wird Peter Dittli jedoch von zwei Kandidaten herausgefordert, die sich zum ersten Mal überhaupt zur Wahl in den Gemeinderat stellen. Der parteilose Herbert Keiser und Andreas Etter von der CVP wollen sich gleich auf Anhieb das Präsidium ergattern. Ob ihnen dies gelingen wird, ist fraglich. Erklärtes Ziel der FDP ist es, das Gemeindepräsidium zu behalten. Der 56-jährige Sekretär des Arbeitgeberverbands VFFK Andreas Etter kandidiert zusätzlich für den Kantonsrat. Herbert Keiser ist 50 Jahre alt, arbeitet als Verwaltungsangestellter und ist in politischer Hinsicht ein noch relativ unbeschriebenes Blatt. Susan Staub kandidiert nicht mehr fürs Präsidium, will aber Gemeinderätin bleiben. Die 56-jährige fünffache Mutter und Betriebsassistentin ist seit 2011 als Vorsteherin Soziales und Gesundheit Mitglied des Rates.

CVP will dritten Sitz zurückgewinnen

Die CVP verlor bei der letzten Wahl 2014 einen Sitz, den Andreas Etter nun wieder zurückgewinnen will. Isabelle Menzi (CVP) erzielte vor vier Jahren als neue Kandidatin ein überzeugendes Resultat und stellt sich nun zur Wiederwahl. Die 45-jährige zweifache Mutter ist Betriebsökonomin und Imageberaterin. Sie ist fürs Ressort Finanzen zuständig. Den dritten Sitz verlor die CVP an Barbara Beck-Iselin von der Alternative – die Grünen. Die neu Gewählte wurde sehr wohlwollend im Gremium aufgenommen. Sowohl die Parteileitung der SVP als auch Ratskollegin Susan Staub von den Christdemokraten begrüssten die Wahl Becks aus den Reihen der Grünen und äusserten sich anerkennend über ihr grosses Engagement. Barbara Beck-Iselin ist 63 Jahre alt, verheiratet und Mutter von vier erwachsenen Kindern. Sie ist Volkswirtschafts- und Sicherheitsvorsteherin.

Auch die SVP will aufstocken

Als Verliererinnen gingen die SVP und die FDP aus den Wahlen 2014 hervor, denn es gelang ihnen nicht, einen zweiten Sitz im Rat für sich zu gewinnen. Einziges Gemeinderatsmitglied der Schweizerischen Volkspartei blieb Martin Kempf (47), der ebenfalls wieder antritt. Kempf ist seit 2003 im Gemeinderat. Er amtet als Vizepräsident und steht der Abteilung Bau vor. Ortsparteipräsident Niklaus Elsener äusserte sich enttäuscht über den Ausgang der letzten Wahl. Nun will er selbst den zweiten Sitz in der Exekutive für die SVP gewinnen, nachdem es in einem ersten Versuch 2010 für ihn noch nicht gereicht hat. Der 41-jährige Landwirt aus Edlibach ist Mitglied der Sozialkommission und war während elf Jahren im Bürgerrat. Trotz des errungenen Gemeindepräsidiums ging die Wahl 2014 auch für die FDP enttäuschend aus, denn sie hatte einen zweiten Sitz als Wahlziel formuliert und scheiterte deutlich. Für die Wahlen 2018 peilen die Freisinnigen keinen zweiten Sitz mehr an. Sie fokussieren sich auf den Erhalt des Präsidiums.

Vier wollen in die Rechnungsprüfungskommission

Von den bisherigen Mitgliedern der Rechnungsprüfungskommission wird lediglich der CVP-Kandidat Markus von Holzen nochmals antreten. Alfons Schmid (CVP) und Rolf Berweger (FDP, Präsident) stellen sich nicht mehr zur Wahl. An ihre Stelle könnten der 56-jährige Korporationsschreiber Christian Rogenmoser (SVP), der 40-jährige Finanzfachmann Jens Oswald (FDP) oder die 35-jährige Analystin Marianne Staub (CVP) treten. Oswald strebt als einziger auch das Präsidium an. (cb)

Diese Menzinger wollen in den Gemeinderat

Susan Staub (CVP)

– bisher
– Jahrgang 1962
– verheiratet, 5 Kinder
– Betriebsassistentin
– Vorsitz der Sozialkommission und des Seniorenrats, Verwaltungsrat Luegeten AG

«Um die Attraktivität unserer Gemeinde zu erhalten, braucht es vielfältige Angebote und eine gute Infrastruktur in verschiedenen Bereichen.»


Isabelle Menzi (CVP)

– bisher
– Jahrgang 1973
– verheiratet, 2 Kinder
– Eidg. dipl. Betriebsökonomin FH
– Vorstand Ortspartei

«Ich setze mich weiterhin dafür ein, dass wertvolle Traditionen erhalten bleiben, doch auch neue, zukunftsgerichtete Impulse Platz haben.»


Andreas Etter (CVP)

– neu, Kandidat für das Präsidium
– Jahrgang 1962
– in Partnerschaft
– FEAM e-MBA Unternehmensführung
– Präsident Ortspartei

«Meinen Fokus lege ich auf den Ausbau der vorhandenen Stärken. Darüber hinaus strebe ich ein qualitatives Wachstum für die Gemeinde an.»


Peter Dittli (FDP)

– bisher, Kandidat für das Präsidium
– Jahrgang 1957
– verheiratet, 1 Kinder
– Fahrlehrer
– Musikschulpräsident, Präsident Zweckverband Schlachtanlage

«Menzingen soll ein attraktiver Standort bleiben. Für Wohnen und Arbeiten, Wirtschaft und Gewerbe, Bildung und Freizeit.»


Martin Kempf (SVP)

– bisher
– Jahrgang 1970
– verheiratet
– Geschäftsführer

«Ich will diverse angefangene Projekte, wie etwa die Ortsplanungsrevision, umsetzen. Es ist mir auch wichtig, dass weiterhin ein Unternehmer im Gemeinderat vertreten ist.»


Niklaus Elsener (SVP)

– neu
– Jahrgang 1977
– verheiratet, 3 Kinder
– Landwirt
– Präsident Ortspartei

«Ich möchte mit den möglichen finanziellen Mitteln etwas zum Wohle der Bevölkerung bewirken und setze mich für mehr Eigenverantwortung ein.»


Barbara Beck-Iselin (ALG)

– bisher
– Jahrgang 1954
– verheiratet, 4 Kinder
– Laborantin
– Präsidentin Familienhilfe Kanton Zug

«Ich setze mich für ein aktives, attraktives, naturnahes Menzingen ein, wo gewohnt und gearbeitet wird. Es gibt vieles, woran ich weiterarbeiten möchte.»


Herbert Keiser (parteilos)

– neu, Kandidat für das Präsidium
– Jahrgang 1968
– in Partnerschaft
– Verwaltungsangestellter

«Die Gemeinde liegt mir am Herzen. Ich setze mich ein, dass sie weiterhin attraktiv und lebenswert bleibt. Miteinander - füreinander.»

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