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Geschichte der Milchsüdi in dreidimensionalem Wandbild

Der sanierte Lorzenstegabschnitt mit neuem Namen wurde der Öffentlichkeit übergeben. Ein Wandbild nimmt Bezug auf die örtliche Geschichte.
Raffiniert wird im neuen Wandbild des Künstlers «Redl» Patrick Wehrli die Geschichte der Milchsüdi in Szene gesetzt. Bild: PD

Raffiniert wird im neuen Wandbild des Künstlers «Redl» Patrick Wehrli die Geschichte der Milchsüdi in Szene gesetzt. Bild: PD

Nach gut vier Monaten Sanierungszeit ist der Lorzensteg südlich der Zugerstrasse, hinter dem Restaurant Milchsüdi, im Beisein von Anwohnern sowie Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung feierlich eröffnet worden. Dabei wurde das Geheimnis um dessen neuen Namen gelüftet: George Ham Page Steg. «Es ist uns eine grosse Freude, den Steg nach dem Gründer der geschichtsträchtigen Anglo-Swiss Condensed Milk Company zu benennen», freute sich Gemeinderat Markus Baumann, Vorsteher Verkehr und Sicherheit.

Sei es noch vor kurzem aufgrund der maroden Bausubstanz unverantwortbar gewesen, den Steg zu betreten, könne man nun auch genüsslich auf der Seite der Milchsüdi, südlich entlang der Lorze spazieren und dabei Bezug zur einstigen Anglo-Swiss Condensed Milk Company nehmen. «An dieser historischen Stätte, gegründet vor 150 Jahren, wurden einst jährlich 50 Millionen Blechbüchsen Kondensmilch produziert und als Pionierprodukt in die Welt hinausgetragen», so Baumann.

Für die Instandsetzung des Stegabschnitts waren umfangreiche Spezialarbeiten an und in der Lorze mit hohen Sicherheitsvorschriften nötig gewesen. Damit die Bauarbeiter nicht immer im kalten Wasser arbeiten mussten, wurden rund 100 grosse, zirka eineinhalb Tonnen schwere Sandsäcke, sogenannte «Big Bags», im Wasser aufgestapelt. Um den Zugang für Maschinen und Baugeräte zu ermöglichen, wurden zudem Flosse eingesetzt. «Während der Arbeiten hat sich gezeigt, dass über die Jahre hinweg Hinterspülungen sowie Wurzeln Mauerwerk und Fundation teils stark beschädigt haben», erklärte Antonio Milone, Projektleiter Verkehr. Trotz der schlechten Fundation und dem aussergewöhnlich hohen Lorzenpegels kann der für die Sanierung gesprochene Kredit von 580000 Franken eingehalten werden.

Die historische Bedeutung der vor rund 150 Jahren gegründeten Anglo-Swiss Condensed Milk Company präsentiert sich den Fussgängerinnen und Fussgängern unterhalb der Bärenbrücke auch in künstlerischer Form. Der Maler Patrick Wehrli alias «REDL» symbolisiert mit seinem dreidimensionalen Bild die Geschichte der Milchsüdi rund um die Herstellung und die Verbreitung der Kondensmilch – vom Pionierprodukt bis in die urbane Neuzeit.

(red)

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