Dreifaches Quäk für Donald I.

Am Samstagabend wurde Donald der Erste in einer Zeremonie als Zunftmeister der Ebeler-Fasnacht inthronisiert. Dabei startete dieser mit einem grossen Handicap.

Drucken
Teilen
Zum Lachen: Fröschen-Zunftmeister Donald I. wird mit den Insignien der fasnächtlichen Macht versehen. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Zum Lachen: Fröschen-Zunftmeister Donald I. wird mit den Insignien der fasnächtlichen Macht versehen. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Die Anspielung war nicht zu übersehen: Auf der Bühne stand neben dem Frosch eine fast ebenso grosse Figur von Donald Duck, und im Saal hingen entsprechende Bilder als Teil der Dekoration. Der Name des Zunftmeisters 2012 lädt geradezu ein zu einem Vergleich mit seinem berühmten Namensvetter in Entenhausen. Damit enden aber die Gemeinsamkeiten, denn Donald Basan ist ein Urschweizer mit engen Bindungen an die Region, wie von Zeremonienmeister Kurt Häfliger zu erfahren war. Und einer, der seine Fasnachtstauglichkeit wiederholt unter Beweis gestellt habe. Er könne gut reden, so der Zeremonius, hatte er dieses Amt doch bis zu seiner Wahl zum höchsten Ebeler-Zünftler selber inne. Zudem habe er «Leim am Füdli», was gute Voraussetzungen biete für ein Fasnachtsoberhaupt. Das Hockleder widerspiegelt sich auch in seinem Motto für die verschiedenen Anlässe, an denen er teilnehmen wird. «Heigah isch kei Option», sagt einer, der auch im privaten Alltag «gerne mit andern gemütlich zusammen- sitzt».

Lokal verankerter Weltenkenner

Nach der Exthronisation seines Vorgängers Markus I. folgte der entscheidende Akt der Amtseinsetzung. Dabei sorgte Donald I. ungewollt für eine Neuerung: Er betrat die Bühne in der Rainhalde gestützt auf Krücken. Ein Riss in der Achillesferse am linken Fuss zwingt ihn seit einigen Wochen zum Tragen einer Schiene. Er ist jedoch zuversichtlich, dass er sie bis zum eigentlichen Fasnachtsbeginn wieder los hat. Das ist auch gut so, denn dann erwartet ihn eine volle Agenda.

Mit hochgelagertem Bein

Am Samstagabend konnte er die Huldigungen zusammen mit seiner Frau Julie und den Ehrendamen noch sitzend und mit hochgelagertem Bein geniessen. Den Auftakt machte der Zunftvorstand, der mit einem Schlauchboot auf die Bühne kam. In Badehosen und ausgerüstet mit Tauchutensilien spielten sie an auf ein leidenschaftliches Hobby des Zunftmeisters, das Tauchen.

Die Fröschengruppe, dank der er so richtig ins lokale Fasnachtsgeschehen hineinwuchs, testete seine Schiesskünste mit einer Mini-Armbrust. Die Nachbarn von der Weinberghöhe erinnerten mit geradezu poetischen Versen an die vielseitigen Interessen des Geehrten, der dank seiner leitenden Stellung bei der Metro International in fast allen Weltgegenden tätig war.

Eine tolle Fasnacht ist garantiert

Natürlich machten auch die verschiedenen Delegationen dem neu installierten Inwiler Fasnachtsoberhaupt ihre Aufwartung, allen voran eine eindrückliche Abordnung der Räbefasnacht von alt fry Baar sowie die designierte Faschallministerin Brigitte I. aus der Filiale vom Berg.

Der noch amtierende Räbevater Andreas I. beschwor mit einem rhetorischen Feuerwerk die «historisch engen Banden zwischen den Fasnächtlern im Zentrum und den Aussenbezirken von Inwil und Allenwinden».

Er gab sich überzeugt, dass die Fasnacht 2012 geprägt sein wird von lauter Höhepunkten, und prophezeite dem Zunftmeister einen «hektischen Einstieg ins Pensionsalter». Donald der Erste Basan kann just am Schmutzigen Donnerstag seinen 65. Geburtstag feiern.

Hansruedi Hürlimann