DROGEN: Die drei Zigarettenautomaten, die keine sind

Im Kanton Zug fallen Drogenabhängige nicht weiter auf. Trotzdem gibt es in zwei Gemeinden und der Stadt Zug Spritzenkästen.

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Der Spritzenautomat in Cham. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Spritzenautomat in Cham. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Von weitem sieht er wie ein Zigarettenautomat aus – der schwarze Kasten, der auch nach der Renovation der öffentlichen Toilette neben der katholischen Kirche in Cham an der Fassade hängt. Ein genauer Blick darauf zeigt allerdings: Statt Glimmstängel kann hier ein Spritzen-Set bezogen werden, wie es Heroinabhängige brauchen. Der Inhalt: zwei Spritzen, zwei Alkohol- und Trockentupfer sowie zwei Päckchen Ascorbinsäure, mit der das Heroin aufgelöst werden kann. Der Kasten nimmt überdies gebrauchte Spritzen zurück.

Nach Angaben von Kerstin Borek, Leiterin der Abteilung Soziales und Gesundheit der Gemeinde Cham, wurde der Kasten im Februar 2005 nach einem Gemeinderatsbeschluss aufgehängt. Je einer hängt noch in Baar und in der Stadt Zug. «Nachgefüllt und geleert wird er von der Gemeinde», sagt Borek. Der Spritzenautomat sei eine Präventionsmassnahme. 2008 wurden rund 280 Sets aus dem Kasten in Cham verkauft. In Cham gebe es keine verstärkte Drogenproblematik, versichert Borek.

Luc Müller

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.