Drohung an Schule als Blödsinn bezeichnet

Der 20-jährige Schüler, der wegen m Facebook geäusserten Todesdrohungen festgommen wurde, hat seine Tat als Blödsinn bezeichnet. Die Polizei weist darauf hin, dass soziale Medien keine rechtsfreien Räume sind.

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Polizeieinsatz an der HMZ in Baar. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Polizeieinsatz an der HMZ in Baar. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der 20-jährige Schüler gab am Wochenende in den Einvernahmen zu, die Drohungen auf einer Social-Media-Plattform publiziert zu haben. Das teilten die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Montag mit. «Ich habe das aus Blödsinn gemacht», so der Beschuldigte. «Es war mir nicht bewusst, was ich damit auslösen würde. Es tut mir sehr leid.»

Der junge Mann habe die Tragweite seines Tuns in der Online-Welt offensichtlich unterschätzt, heisst es in der Mitteilung weiter. Ermittlungen und eine Hausdurchsuchung hätten jedoch keine Hinweise darauf ergeben, dass der Mann die angedrohte Gewalttat an seiner Privatschule tatsächlich hätte umsetzen wollen.

Schüler aus der Haft entlassen

Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde der Schüler aus der Haft entlassen. Weitere Abklärungen und Untersuchungen der Zuger Strafverfolgungsbehörden laufen jedoch weiter.

Der Mann war am Donnerstagmorgen festgenommen worden, nachdem im Internet eine Drohung über eine Gewalttat gegen eine Privatschule in Baar eingegangen war.

pd/zim

Regeln und Gesetze gelten auch im Internet

Die Zuger Polizei weist darauf hin, dass soziale Medien keine rechtsfreien Räume sind. Der Schutz der Persönlichkeit, der Datenschutz und das Urheberrecht haben zu jeder Zeit auch im World Wide Web ihre Gültigkeit. Grundsätzliche Regeln der Kommunikation, die im «echten Leben» gelten, sind auch online verbindlich. Mit Drohungen, Nötigung, Erpressung etc. ist auf Facebook, Twitter und Co. nicht zu spassen.

pd/zim