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Druck auf den Stadtrat bezüglich Kinderbetreuung

Zwei Gemeinderätinnen haben im Namen der FDP-Fraktion einen Vorstoss eingereicht, von dem sie sich konkrete Antworten auf brennende Fragen erhoffen. Der Schulpräsidentin kommt das gelegen.
Raphael Biermayr

Das Thema Betreuungsplätze für Schulkinder bleibt in der Stadt Zug weit oben auf der politischen Agenda. Die FDP-Gemeinderätinnen Karen Umbach und Maria Hügin haben kürzlich im Namen der FDP-Fraktion ein Postulat dazu eingereicht. Sie verlangen vom Stadtrat konkrete Auskünfte über Räumlichkeiten, in welchen der Nachfrage nach schul- und familienergänzenden Betreuungsformen nachgekommen werden kann.

Und sie fragen nach Lösungen, damit interessierte Eltern früher als heute darüber informiert werden, ob ihre Kinder mit Beginn des Schuljahrs auch wirklich einen Platz im Betreuungsangebot finden. Dies ist gegenwärtig im stark bevölkerten Westen der Stadt nicht gewährleistet.

Vor zwölf Jahren noch allein auf weiter Flur

Vorstösse wie der von der FDP-Fraktion eingereichte, sind Wasser auf die Mühle von Vroni Straub (56). Blickt die für die Bildung zuständige CSP-Stadträtin auf ihre politischen Anfänge vor zwölf Jahren zurück, war eine Unterstützung für Anliegen in den Bereichen schulergänzende und familienergänzende Betreuung abseits des linken Spektrums undenkbar. Seit zwei Jahren würden diese Themen aber politisch breit diskutiert werden. Das habe mit der steigenden Anfragen aus der Bevölkerung nach Betreuungsplätzen zu tun, was wiederum auf die erhöhte Arbeitstätigkeit von Frauen zurückzuführen sei. Unlängst sagte sie gegenüber unserer Zeitung, dass es ihrer Einschätzung zufolge in zehn Jahren normal sei, dass die Kinder an einzelnen Tagen vom Morgen bis zum Abend in der Schule betreut würden.

Bis dahin ist es jedoch ein Weg der kleinen Schritte. Straub hofft auf einen überparteilichen Sukkurs beim angelaufenen Prozess für das Budget 2020, währenddessen sie zu diesem Thema «sicherlich wieder einige Anträge» stellen werde. Die Schulpräsidentin sei wohl gewillt, der Nachfrage nach Betreuungsplätzen nachzukommen, «letztlich muss ich mich aber im zur Verfügung stehenden Budget bewegen». Das fehlende Geld, insbesondere für qualifiziertes Personal, sei das grössere Problem als die fehlenden städtischen Räumlichkeiten. Bei der laufenden Schulraumplanung für die Zukunft würde die Kinderbetreuung berücksichtigt. Für die Gegenwart sind weitere private Lösungen eine Möglichkeit, wie etwa mit der SAC-Clubhütte, wo die Stadt sich mit einem Mittagstisch eingemietet hat. Das dürfte den «pragmatischen Zwischenlösungen» entsprechen, wie sie die städtische FDP-Fraktion im eingangs erwähnten Vorstoss fordern. Jener findet sich zur Überweisung auf der Traktandenliste für die Sitzung des Grossen Gemeinderats vom 14. Mai.

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