EDLIBACH: Amphibien auf dem sicheren Weg zur Paarung

Um sich zu paaren begeben sich im Frühling Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche auf den Weg, zurück zu ihren Geburtsstätten. Da herrscht aber grosse Gefahr vor dem Strassenverkehr. In Edlibach gibt es Hilfe für einen sicheren Weg.

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Franz Hegglin(links) zeigt einen Laubfrosch und Peter Brun eine Kröte, die sie gerettet haben. (Archivbild 2008 Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Franz Hegglin(links) zeigt einen Laubfrosch und Peter Brun eine Kröte, die sie gerettet haben. (Archivbild 2008 Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Seit zwanzig Jahren engagiert sich Franz Hegglin für die Rettung der Amphibien. Dabei wird er unterstützt von zwei weiteren Edlibacher Familien Brun und Wurr mit Kindern.

Damit die Tiere beim Kreuzen der Strasse nicht überfahren werden, montieren sie in Edlibach, im sogenannten Zwetschgenrank, jeweils einen Zaun und graben Eimer ein. Wegen dem langen Winter konnte der Zaun in diesem Jahr erst am 20. März montiert werden. Den Zaun werden sie nun am Samstagnachmittag den 17. April wieder demontieren, wie Peter Brun in einer Mitteilung schreibt.

Eindrückliche Zahlen
In diesem Jahr versuchten 606 Amphibien die Strasse zu überqueren. Die Reise wurde aber jeweils unterbrochen, weil diese in den eingegrabenen Eimer zurückgehalten wurden. Sichtlich erleichtert waren die Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche, wenn sie dann am Morgen aus ihrem Gefängnis befreit und sicher über die Strasse, in den nahenWeiher gebracht wurden.

Seit 1991 konnten die freiwilligen Helfer 11634 Frösche, Kröte und Bergmolche sicher zum nahen Weiher bringen.

ig