EDLIBACH: Bald ist das Lassalle-Haus wieder geöffnet

Die Baustelle auf Bad Schönbrunn geht dem Ende zu. Unterdessen suchen die Jesuiten nach Personen, die das neue Zentrum auf Herz und Nieren testen.

Andrea Muff
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Bereits im März kann Pater Tobias Karcher in das neu renovierte Gebäude einziehen. (Bild Werner Schelbert)

Bereits im März kann Pater Tobias Karcher in das neu renovierte Gebäude einziehen. (Bild Werner Schelbert)

Andrea Muff

Gut gelaunt und mit freudiger Erwartung erzählt Pater Tobias Karcher, Leiter des Lassalle-Hauses, vom Umbau. «Wir sind sehr gut in der Zeit.» Bereits ab dem 6. März ziehen die Jesuiten, die Verwaltung und das Tagungszentrum wieder zurück nach Bad Schönbrunn. Denn die Jesuiten-Gemeinschaft lebte während der Umbauphase im Institut Menzingen zusammen mit den dort wohnhaften Schwestern. «Wir machen bestimmt noch eine grosse Abschiedsfete mit ihnen», scherzt Karcher und lacht herzhaft. Über das Zusammenleben hat er nur Positives zu berichten: «Es war sehr herzlich und unkompliziert – wir haben die Zeit sehr genossen und sind den Menzinger Schwestern dankbar für ihre Gastfreundschaft.»

Unterdessen wird auf der Baustelle in Edlibach noch an Feinheiten gefeilt. «Das Haupthaus und die Villa werden Ende Januar fertig sein», erklärt Karcher. So bekamen 50 Zimmer Nasszellen, die Ölheizung wurde auf eine Pelletheizung umgestellt und die Decken erneuert. Die neue Lüftung und Heizung werden nun in den folgenden Wochen getestet. Ansonsten sind noch kleinere Schreinerarbeiten zu tun. Der gesamte Umbau im Haupthaus hat ein gutes Jahr gedauert.

Im Budget

In der Villa werden bis März noch der Boden neu gekachelt und die Dachwohnung saniert. Am Haus Forrenmatt wird bis Ostern noch gearbeitet. «Dort haben wir auch erst vergangene Ostern angefangen», erklärt Karcher. Nicht nur bautechnisch seien sie auf Kurs, sondern auch finanziell. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 23,5 Millionen Franken. «Bis jetzt haben wir knapp 18 Millionen Franken zusammen», klärt Karcher auf. «Für weitere 2 Millionen sind wir im Gespräch. Wir arbeiten hart daran, auch den restlichen Betrag noch zu erhalten, doch die letzten Millionen sind immer die schwierigsten», meint Karcher. Noch für ein weiteres Jahr bleibt das Onlineportal offen (siehe Hinweis).

Salzburger Äbtekonferenz

Die ersten Gäste im Lassalle-Haus eine Woche nach Ostern werden Mönche vom Benediktiner­orden sein. Denn die diesjährige Salzburger Äbtekonferenz findet auf Bad Schönbrunn statt. «Dann muss alles fertig sein. Wir wollen, dass sich die Benediktiner wohl fühlen», sagt der Pater.

Damit dabei gar nichts schieflaufen kann, dürfen ab dem 12. März Gäste das Kursangebot, das neue Gastrokonzept, die Meditationsräume und die Hotelzimmer testen. «Wir laden kritische Gäste ein, mit Abenteuer- und Entdeckeraugen durch das Haus und den Garten zu spazieren», sagt Karcher schmunzelnd. Der Auftrag: Das Bildungshaus der Jesuiten auf Herz und Nieren testen. «Wir haben uns grosse Mühe gegeben.» In der Küche schwingt ein neuer Koch den Löffel. Deshalb soll künftig ein neues Konzept überzeugen: «Dafür brauchen wir Testesser – wir möchten beispielsweise wissen, wie sich das leichte Essen mit den Meditationen verträgt.»

Tag der offenen Tür im Mai

Eine weitere Erneuerung gibt es auch in der Chefetage. Renata Grüter leitet neu den Bereich Hotellerie. Sie war vorher im Hotel Montana in Luzern tätig. Die offizielle Eröffnung des Lassalle-Hauses findet vom 13. bis 15. Mai statt. «Am 14. Mai laden wir die Zuger Bevölkerung herzlich ein, unser neues Haus in Augenschein zu nehmen», sagt Tobias Karcher. An diesem Tag der offenen Tür wird auch das neue Design präsentiert.

Hinweis

Die drei Testkurse können per Telefon (041 757 14 14) oder über www.lassalle-haus.org gebucht werden. Spenden werden über www.lassalle-projekt-2016.org entgegengenommen.