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EDLIBACH: Wie eine bewohnte Plastik

Das Wohnhaus des Architekten Pirmin Amrein zählt zu den spektakulärsten Einfamilienhäusern Europas. Nun hat es eine bedeutende Auszeichnung erhalten.
Monolithisch, fast fugenlos: Pirmin Amreins Haus in Edlibach findet international Beachtung. Bild: Werner Schelbert (8. März 2017)

Monolithisch, fast fugenlos: Pirmin Amreins Haus in Edlibach findet international Beachtung. Bild: Werner Schelbert (8. März 2017)

Es ist der Blickfang Nummer eins im Quartier, das Haus mit den hellen Sichtbetonwänden an der Mühlestrasse in Edlibach. Sein Erbauer und Besitzer, Architekt Pirmin Amrein, erinnert sich, wie es bereits kurz nach der Fertigstellung im Jahre 2013 für Furore gesorgt habe. Inzwischen ist das vom Büro Amrein-Herzig realisierte Haus zweimal ausgezeichnet worden: 2015 in den USA und jetzt in Berlin. Ausserdem ist das Wohnhaus nebst verschiedenen Publikationen auf zahlreichen internationalen Websites zu finden. «Sogar in Dubai und Brasilien», sagt Amrein schmunzelnd und nicht ohne Stolz.

Anfang März wurde in der deutschen Hauptstadt im Rahmen der Architekturgespräche der sogenannte Häuser-Award 2017 verliehen. Mit diesem jährlichen Preis werden die «spektakulärsten Einfamilienhäuser Europas» auszeichnet. Das Wohn- und Atelierhaus der Familie Amrein gehörte zwar nicht zu den fünf preisgekrönten Objekten, dafür aber zu den 20 ausgewählten Finalisten. «Auch wenn ich keinen Preis gewonnen habe, freue ich mich über die Auszeichnung sehr», sagt Amrein. Die 20 besten Objekte werden in der Publikation «Spektakuläre Häuser» detailliert dokumentiert (siehe Kasten).

Ideen kompromisslos verwirklicht

Das aussergewöhnliche Edlibacher Einfamilienhaus findet allgemein eine breite Beachtung. Bereits in der Publikation mit den «Guten Zuger Bauten des Kantons Zug 2006–2015» wird es zusammen mit den drei vom Büro Amrein-Herzig konzipierten Reihenhäusern anerkennend erwähnt. Einer der Hauptgründe für die Würdigung seines Hauses in Edlibach ist wohl, dass Pirmin Amrein hier seine Ideen kompromisslos verwirklicht hat: «Das Gebäude ist speziell. Es ist wie eine bewohnte Plastik und ist spannend in seiner Radikalität.» Die klare Struktur ziehe sich durch das ganze Gebäude, beschreibt er weiter. Die offenen Bereiche im Innern bildeten sich auch an der Fassade ab durch die raumhohen Fenster. «So wie eine Bronzeskulptur ist das Haus aus Beton gegossen. Dadurch wirkt es monolithisch, fast fugenlos.» Man erlebe das Material aussen wie innen gleich. Materialistisch sei es absolut konsequent konzipiert und sei in gewisser Weise ein Prototyp. «Hier konnte ich vieles ausprobieren. Das Bau­material ist heikel, so auch die Grösse der Fenstergläser. Vor einigen Jahren wäre das so noch nicht machbar gewesen», hält der Architekt fest.

Wichtig war ihm nicht zuletzt auch die Planung des Hauses im Kontext mit dem Erstellungsort: Die Fenster und die grossen Flächen seien so platziert, dass sie in den Dialog mit der Umgebung treten – mit dem See im Süden, mit dem Wald im Norden.

Die Architekten GmbH Amrein-Herzig besteht seit 2004 mit Pirmin Amrein und Claudio Herzig. Die beiden haben sich seinerzeit an der ETH Zürich kennen gelernt und führen gemeinsam ihr aus derzeit vier Personen bestehendes Büro im ­Victoria-Areal in Baar. (fae)

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