Vorrundenbilanz des SC Cham: Die Effizienz muss gesteigert werden

Cham hat das Fussballjahr 2018 in der Promotion League mit einem 1:1 in Münsingen abgeschlossen. Die Ennetseer stehen auf dem 7. Rang mit 25 Punkten. Einige Protagonisten kommen zu Wort.

Michael Wyss
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Roman Herger (links) ist nicht ganz zufrieden mit der ersten Saisonphase. (Bild: (Jakob Ineichen, 13. Oktober 2018))

Roman Herger (links) ist nicht ganz zufrieden mit der ersten Saisonphase. (Bild: (Jakob Ineichen, 13. Oktober 2018))

Die Bilanz nach dem 17. Spieltag: 7 Siege, 4 Unentschieden und 6 Niederlagen. Das Team von Trainer Jörg Portmann kann mit einem beruhigenden Vorsprung von elf Punkten auf den Abstieg (15. Rang Juventus Zürich; 14 Punkte) in die Winterpause gehen.

Am Sonntag, 18. November, spielte Cham bei Münsingen 1:1. Für Cham skorte Davide Giampa (5.; 0:1). Der 41-jährige Portmann: «Ich hätte gerne gewonnen, doch den Punkt nehmen wir. Die Reaktion nach der jüngsten 0:1-Niederlage gegen YF Juventus Zürich war jedenfalls da.» Wie ist der Hellbühler zufrieden nach dem 17. Spieltag? «Vor der Saison hatte ich für die 25 Punkte unterschrieben, rückblickend muss ich klar sagen, dass wir auch 30 Zähler auf dem Konto haben könnten oder müssten. Heute bin ich nicht ganz glücklich mit der Ausbeute, in einigen Tagen wird mir dann bewusst, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Wo muss Portmann den Hebel im Frühjahr ansetzen? «Das Hauptaugenmerk gilt der Konstanz. Wir müssen innerhalb des Spiels giftiger und konstanter werden, über 95 Minuten fighten und immer wieder Nadelstiche setzen. Das vermisste ich. Die spielerischen Qualitäten haben wir.»

Lob des Präsidenten

«Der gesamte Staff, das Trainerduo, der Sportchef, alle haben einen super Job gemacht und viel zum bisher guten Gelingen beigetragen. Sie leisten tagtäglich aussergewöhnlich gute Arbeit. Die Resultate aus der jüngsten Vergangenheit sind das Zeugnis davon. Dass wir als Dorfverein seit vielen Jahren in der dritthöchsten Liga, aktuell im gesicherten Mittelfeld mitmischen können, macht mich als Präsident sehr stolz», so der 50-jährige Adrian Krahn. Was ist möglich bis Ende Qualifikation? «Es wäre schön, wenn wir uns dort halten könnten. Ich denke, das ist für uns realistisch. Ein machbares Ziel, wenn wir im Frühling weitere Punkte einfahren können.»

Aus im Cup enttäuschend

Chams Stürmer Thomas Schiavano (22): «Die grösste Enttäuschung war sicher das Ausscheiden im Cup gegen den Erstligisten Red Star Zürich. Wichtig war, dass wir uns das in der Meisterschaft nicht anmerken liessen. Frustrierend war für mich die vielen Punkte, welche wir gegen die U21 Teams verschenkten. Steigern müssen wir uns sicher in Sachen Effizienz. Aufwand und Ertrag stimmten nicht immer.»

Chams Torhüter Marco Peterhans (25): «Mit den bisherigen Leistungen der Mannschaft darf man im Grossen und Ganzen sicher zufrieden sein. Wir sind weit weg von der Abstiegszone, was sehr erfreulich ist. In den letzten fünf, sechs Partien vermisste ich den Biss, die absolute Bereitschaft. Dort sehe ich auch den Grund, warum wir nicht mehr Punkte holten. Es fehlte manchmal die Winnermentalität. Das ist schade, denn wir haben das Rüstzeug, um in dieser Liga mit den Besten mithalten zu können. An einem perfekten Tag können wir gegen jeden Gegner bestehen. Wir sind auf Kurs, müssen uns aber im Frühling sicher steigern.»

Chams Verteidiger Fabio Niederhauser (22): «Die jüngste 0:1-Niederlage gegen YF Juventus war sicher sehr frustrierend. Es war ein Spiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um die Ligazugehörigkeit. Wir haben es auch in anderen Partien verpasst, wichtige Zähler zu holen. Positiv war, wie wir als Kollektiv aufgetreten sind. Das war nach dem grossen personellen Wechsel im Sommer sicher keine Selbstverständlichkeit. Wir waren schnell eine verschworene Truppe.» Etwas zwiespältig zeigte sich Chams Stürmer Roman Herger (25): «Wir haben uns 25 Punkte erspielt. Es müssten ganz klar mehr sein. Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen und hätten uns eine noch bessere Ausgangslage für den Frühling schaffen können. Ein Manko ist sicher die fehlende Konstanz. Zwei oder drei Spiele in Serie überzeugen, das schaffen wir noch nicht. Auch innerhalb einer Partie müssen wir versuchen die Aussetzer und Schwächephasen zu minimieren. Welche Qualitäten in uns schlummern, haben wir in einigen Partien bewiesen.»