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Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest in Zug: Grosser Aufwand für die Sicherheit

50'000 Franken hat die Stadt im Budget 2019 für Pikettdienste während des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes vorgesehen. Die Einsatzkräfte sind im August während dreier Tage stark gefordert und bilden sich zurzeit auch weiter.
Laura Sibold
Auf einem der Kreisel an der Nordstrasse zwischen Zug und Baar hat es neu einen Esaf-Coutdown. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 18. März 2019)

Auf einem der Kreisel an der Nordstrasse zwischen Zug und Baar hat es neu einen Esaf-Coutdown. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 18. März 2019)

Der Countdown läuft: Bis zum Start des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes (Esaf) dauert es noch 156 Tage – dies zeigt auch ein Zeitmesser auf dem Kreisel an der Nordstrasse zwischen Zug und Baar. Vom 23. bis 25. August herrscht in der Stadt Zug ein Ausnahmezustand, über 300'000 Besucherinnen und Besucher werden in dieser Zeit die Schwingarena bevölkern.

Bei einem Anlass dieser Dimension die Sicherheit zu gewährleisten, ist ein grosses Stück Arbeit. Im Budget 2019 der Stadt Zug sind unter dem Begriff Sonderentschädigungen daher laut Stadtrat Urs Raschle zusätzlich 50'000 Franken für ausserordentliche Pikettdienste der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) während des Schwingfests veranschlagt.

15 Feuerwehrmänner sind jederzeit vor Ort

Von der FFZ stehen während des Esaf insgesamt rund 70 Personen im Einsatz. Dieses Personal entspricht der Hälfte des FFZ-Gesamtbestandes und man habe problemlos ausreichend Personen finden können, betont Kommandant Daniel Jauch. Während des Schwingfests werden die Feuerwehrmänner in Form von Soldgeldern bezahlt, die mit den 50'000 Franken aus dem Stadtzuger Budget gedeckt werden. «Wir haben vom Organisationskomitee den Auftrag für den Feuerwehrdienst während des Eidgenössischen erhalten. Während des ganzen Festes sind wir für das Festgelände, den Campingplatz sowie für den Parkplatz zuständig», so Jauch nicht ohne Stolz.

Von Freitag bis Montag sei rund um die Uhr ein Tanklöschfahrzeug mit sechs Personen einsatzbereit – darunter vier Atemschützer, ein Motorfahrer und ein Offizier. Sie arbeiten im Schichtbetrieb und schlafen auch im Stützpunkt an der Ahornstrasse, um im Notfall sofort einsatzbereit zu sein. «Wenn zum Beispiel ein Güselkübel auf dem Festgelände brennt, sind diese sechs Personen die ersten, die ausrücken. Falls sie den Einsatz nicht alleine bewältigen können, werden zusätzliche FFZ-Elemente alarmiert oder – falls diese im Extremfall auch schon ausgelastet sind – die Partnerfeuerwehren Baar und Steinhausen aufgeboten», erklärt Daniel Jauch weiter. So werde sichergestellt, dass stets genug Einsatzkräfte verfügbar sind.

Zusätzlich zum sechsköpfigen Einsatzelement auf dem Schwinggelände sind drei Feuerwehroffiziere mit den Blaulichtpartnern (Polizei, Rettungsdienst und Zivilschutz) sowie Teilen des Organisationskomitees die ganze Zeit im Kommandoposten.

Gleichzeitig mit dem Esaf hat die FFZ auch weiterhin den Auftrag als Ortsfeuerwehr der Stadt Zug und als Stützpunktfeuerwehr im ganzen Kanton (Strasse, Öl, Chemie). «Kommt es zu einem solchen Einsatz, steht bei uns ein weiteres sogenanntes Alltagselement mit sechs Mann bereit. Diese Personen rücken aus, wenn ausserhalb des Festes ein Alarm losgeht», legt der Kommandant dar. Insgesamt stehen somit 15 FFZ-Mitglieder während des Schwingfestes rund um die Uhr im Einsatz, alle anderen besuchen laut Jauch hoffentlich das Fest und können im Notfall hinzugezogen werden.

Der Leiter des Feuerwehramtes sieht das Schwingfest als Herausforderung und als Chance: «Es ist ein spannendes Grossereignis, von dem wir viel lernen können.» Im Hinblick auf das Eidgenössische müssen sich denn auch viele Feuerwehrmänner weiterbilden. Am 30. März findet ein Kadertag mit über 100 Teilnehmern statt, der sich dem Esaf widmet. Einen Monat vor dem Schwingfest wird erneut eine Weiterbildung für FFZ-Personal angeboten. Thema sind Zugangswege, Rettungsachsen sowie die Risikoanalyse

Bei der Zuger Polizei gilt eine Feriensperre

Gefordert ist während des Schwingfestes auch die Zuger Polizei. Auf dem engen Perimeter solle den zigtausend Besuchern ein schönes, ungetrübtes Erlebnis ermöglicht werden, betont Mediensprecher Frank Kleiner. Zudem sei eine grössere Anzahl Ehrengäste vorgesehen, die allenfalls Personenschutzmassnahmen benötigen. «Damit wir während des Esaf über genügend personelle Mittel verfügen, haben wir bereits im März 2017 für das ganze Korps eine Ferien-, Ruhetags- und Kompensationssperre ausgesprochen», so Kleiner. Inwieweit die Zuger Polizei während des Grossanlasses auch Einsatzkräfte aus anderen Zentralschweizerischen Polizeikorps benötigt, werde die detaillierte Einsatzplanung zeigen.

Auch wenn es bis zum Schwingfest noch fünf Monate dauert – bei den Einsatzkräften sieht man dem Grossanlass mit Freude entgegen: «Die Vorbereitungen mit dem OK und den Blaulichtorganisationen laufen sehr professionell. Das motiviert zusätzlich», so Daniel Jauch.

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