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Eidgenössisches Schwingfest Zug: Jeder Wohnwagen hat seinen Charme

Für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest wurde ein Campingplatz eingerichtet. Bei den Nutzern kommt er gut an.
Vanessa Varisco
Auf dem Campingplatz des ESAF-Geländes ist schon vor der Eröffnung einiges los. (Bild: Stefan Kaiser)Auf dem Campingplatz des ESAF-Geländes ist schon vor der Eröffnung einiges los. (Bild: Stefan Kaiser)
(Bild: Stefan Kaiser)(Bild: Stefan Kaiser)
(V.l.n.r.) Adrian Manser, Dominik Brülisauer und Walter Signer aus Appenzell schlafen zu viert im Lieferwagen. (Bild: Stefan Kaiser)(V.l.n.r.) Adrian Manser, Dominik Brülisauer und Walter Signer aus Appenzell schlafen zu viert im Lieferwagen. (Bild: Stefan Kaiser)
Ein Wald voller Camping-Dächer. (Bild: Stefan Kaiser)Ein Wald voller Camping-Dächer. (Bild: Stefan Kaiser)
Auch diese Truppe ist bereit für das Schwingfest. (Bild: Stefan Kaiser)Auch diese Truppe ist bereit für das Schwingfest. (Bild: Stefan Kaiser)
(V.l.n.r.) Pascal Born und Stefan Reisp aus Aadorf TG schlafen im Lieferwagen. (Bild: Stefan Kaiser)(V.l.n.r.) Pascal Born und Stefan Reisp aus Aadorf TG schlafen im Lieferwagen. (Bild: Stefan Kaiser)
(V.l.n.r.) Walter Mazzini und Mario Moham aus Wartau SG heizen schon mal den Grill an. (Bild: Stefan Kaiser)(V.l.n.r.) Walter Mazzini und Mario Moham aus Wartau SG heizen schon mal den Grill an. (Bild: Stefan Kaiser)
Pius Breitenmoser und Marco Fischbach aus Bütschwil haben ihren Kleinlaster mit allem eingerichtet, was es für das Schwing-Wochenende braucht. (Bild: Stefan Kaiser)Pius Breitenmoser und Marco Fischbach aus Bütschwil haben ihren Kleinlaster mit allem eingerichtet, was es für das Schwing-Wochenende braucht. (Bild: Stefan Kaiser)
Marc Schneider macht den Bauwagen parat bis seine Kollegen eintreffen. (Bild: Stefan Kaiser)Marc Schneider macht den Bauwagen parat bis seine Kollegen eintreffen. (Bild: Stefan Kaiser)
Marc Schneider macht den Bauwagen parat bis seine Kollegen eintreffen. (Bild: Stefan Kaiser)Marc Schneider macht den Bauwagen parat bis seine Kollegen eintreffen. (Bild: Stefan Kaiser)
Klare Ansage! (Bild: Stefan Kaiser)Klare Ansage! (Bild: Stefan Kaiser)
Schlafen mit wenig Komfort, dafür mit noch mehr Abenteuer ist angesagt. (Bild: Stefan Kaiser)Schlafen mit wenig Komfort, dafür mit noch mehr Abenteuer ist angesagt. (Bild: Stefan Kaiser)
Reto Brunner, Patrick Betschart, Mirco Brunner und Bruno Kreyenbühl sind mit ihrem Mobil aus Beinwil, Freiamt, nach Zug gekommen. (Bild: Stefan Kaiser)Reto Brunner, Patrick Betschart, Mirco Brunner und Bruno Kreyenbühl sind mit ihrem Mobil aus Beinwil, Freiamt, nach Zug gekommen. (Bild: Stefan Kaiser)
Benji und Raphi Peterhans aus Niederwil AG prosten sich schon Mal zu. (Bild: Stefan Kaiser)Benji und Raphi Peterhans aus Niederwil AG prosten sich schon Mal zu. (Bild: Stefan Kaiser)
Simone aus dem Kanton Zürich wäscht sich am selber mitgebrachten Brunnen. (Bild: Stefan Kaiser)Simone aus dem Kanton Zürich wäscht sich am selber mitgebrachten Brunnen. (Bild: Stefan Kaiser)
(V.l.n.r.) Patrick, Christian, Roman, Dario und Niklas sind mit ihren Rapid Zweiachser von Rapperswil nach Zug gekommen. (Bild: Stefan Kaiser)(V.l.n.r.) Patrick, Christian, Roman, Dario und Niklas sind mit ihren Rapid Zweiachser von Rapperswil nach Zug gekommen. (Bild: Stefan Kaiser)
Gewisse Besucher nutzen sogar das Dach ihres Gefährts. (Bild: Stefan Kaiser)Gewisse Besucher nutzen sogar das Dach ihres Gefährts. (Bild: Stefan Kaiser)
Impression vom Campingplatz am Freitag. (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)Impression vom Campingplatz am Freitag. (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)
Impression vom Campingplatz am Freitag. (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)Impression vom Campingplatz am Freitag. (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)
Pius Breitenmoser hat einen gut gefüllten Kühlschrank. (Bild: Stefan Kaiser)Pius Breitenmoser hat einen gut gefüllten Kühlschrank. (Bild: Stefan Kaiser)
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So sieht es auf dem Campingplatz des Eidgenössischen Schwingfests in Zug aus

Wohnwagen an Wohnwagen, Zelt an Zelt reihen sich aktuell am Zuger Stadtrand, gute zehn Gehminuten von der Arena des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (Esaf) entfernt, aneinander . Denn viele der Besucher übernachten während des Anlasses auf dem rund 23 Hektaren grossen Campingplatz. Rund 1600 Fahrzeuge und 2000 Zelte werden von Donnerstag bis Montag erwartet. Wer denkt, dass sich die Wohnwagen gleichen wie ein Ei dem anderen, der irrt.

Ein Rundgang über das Gelände zeigt, dass die Schwingfreunde sich einiges einfallen lassen, wenn es darum geht, ihr mobiles Heim einzurichten und zu gestalten. So auch die drei Appenzeller Adrian Manser, Dominik Brülisauer und Walter Signer. Sie sind nicht mit einem gewöhnlichen Wohnwagen angereist, sondern haben einen Lieferwagen mit drei Matratzen bestückt und es sich gemütlich gemacht. Wie schläft es sich denn in so einem selbst gemachten Bettenlager? «Wunderbar», verrät Walter Signer, schiebt sich seine Kappe zurecht und ergänzt: «Es ist praktisch und bequem. Ausserdem ist der Aufwand klein, sich so einzurichten.»

Um zu beweisen, wie komfortabel ihre Einrichtung ist, lassen sich die jungen Männer einmal auf die Matratzen fallen, grinsen und finden: «Doch, das passt.» Denn dank ihrem Gefährt können sie alles mitnehmen, was sie brauchen. «In einem Zelt wäre das aus Platzgründen eher schwierig», überlegt Adrian Manser. Angereist sind die drei aus dem Appenzell bereits am Donnerstag und haben dementsprechend bereits eine Nacht hinter sich. «Wir sind zum ersten Mal an einem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest dabei und natürlich sehr gespannt», schildert Dominik Brülisauer. Noch bis Montagabend werden sie auf dem Campingplatz anzutreffen sein – da will für Verpflegung gesorgt sein. Vor ihrem Lieferwagen haben sie deshalb einen Grill aufgestellt, auf dem sicherlich bald einige Würste gebraten werden. Und um den Durst zu löschen, sind einige Dosen Bier im Lieferwagen gebunkert.

Bier und Würste gehören einfach dazu

In einem ähnlichen Gefährt wie die Nordostschweizer schlafen auch Stefan Reisp und Pascal Born. Die Thurgauer haben einen grösseren Lastwagen zum mobilen Heim umgebaut. Besonders dabei: In den Lastwagen wurde ein zweiter Stock eingebaut, sodass ein Kajütenbett entstanden ist. Sie seien echte Routiniers, wenn es ums Campen an Eidgenössischen Schwingfesten geht, erzählen sie. «Das machen wir oft», bestätigt Pascal Born. Umgebaut haben sie den Wagen selber. Die Holzgerüste des Bettes wirken massiv und stabil. Derjenige, der im unteren Stock liegt, muss also nichts befürchten. Zu ihrer Ausrüstung gehört ebenfalls ein Grill. «Der hat gestern bereits einen Einsatz gehabt», erinnert sich Stefan Reisp mit einem Lachen und fügt an: «Und das war sicher nicht das letzte Mal, dass er dieses Wochenende seinen Dienst getan hat.»

Überhaupt: Bier und Würste gehören auf dem Campingplatz des Esaf 2019 einfach dazu. Während die einen noch beim Frühstück sitzen und sich ein dickes Butterbrot schmieren, feuern andere bereits den Grill an und holen die erste Flasche aus dem Kühlschrank. Gut gefüllt ist der Kühlschrank von Pius Breitenmoser und Marco Fischbach. Käse, Bier und Wurst sind zu erspähen, als Pius Breitenmoser die Tür aufzieht und nicht ohne Stolz gegen den Kühlschrank mit seinen Vorräten lehnt. «Mal schauen, wie lange das reicht», sagt er. Die zwei Toggenburger haben es sich in einem Kleinlaster gemütlich gemacht und haben sogar einen kleinen Balkon, wenn sie die Rampe des Lastwagens herunterlassen. Entspannt sitzen sie nun auf ihrem Balkon und betrachten die vorbei spazierenden Camper. «Auf dem Campingplatz wird einem nie langweilig. Immer gibt es etwas zu sehen», finden die Thurgauer.

Sie sind begeistert: «Besser kann man es nicht haben.» Nicht langweilig wird es auch ihrem Nachbarn Marc Schneider aus Grenchen. Noch ist er dabei sich den morgendlichen Kaffee zu kochen, doch sobald seine Freunde dazustossen, werden sie sich gemeinsam daranmachen, ein Vorzelt vor den sorgfältig hergerichteten Bauwagen zu spannen. Er gewährt einen Blick ins Innere. «Gemeinsam mit meinem Vater und Bruder habe ich den Bauwagen umgebaut», erzählt er, «ein richtiges Familienprojekt.» Der Wagen sei gut isoliert, weshalb er im Winter problemlos geheizt werden könnte. «Und im Sommer hat es sowieso jeder heiss.»

Nicht nur an Schwingfesten, auch an Oldtimertreffen ist er mit seinem Wagen oftmals dabei. Am diesjährigen Esaf werden insgesamt acht bis zehn Leute in oder vor dem Bauwagen schlafen. «Nur vier passen in den Wagen, die anderen werden wohl auf Luftmatratzen im Vorzelt schlafen», erklärt Marc Schneider und nimmt einen Schluck Kaffee. Gezogen wird der grosse Bauwagen von einem Traktor, Strom erzeugt ein Generator.

Ein Blick über den Platz

Während es sich einige also in und vor ihren Campern gemütlich machen, so haben andere einen ungewöhnlicheren Platz gewählt, um die ersten Stunden auf dem Campingplatz zu geniessen. Hoch oben auf dem Dach ihres Wagens sitzen die Beinwiler Reto Brunner, Patrick Betschart, Mirco Brunner und Bruno Kreyenbühl. «Hier oben haben wir die beste Aussicht», sind sie sich einig und lehnen über das Geländer. Tatsächlich sieht man alles auf einen Blick: Die Zelte, Camper und die sanitären Anlagen. Die übrigens gut ankommen. Marc Schneider findet: «Die Organisatoren haben das im Griff. Alles ist einwandfrei aufgegleist.» Die Campingplatz-Nutzer sind also zufrieden. Die Planung für diesen Platz wurde vor drei Jahren aufgenommen. Je näher das Fest rückte, desto intensiver wurden die Arbeiten. Und es scheint sich gelohnt zu haben, so viele Stunden dafür einzusetzen.

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