«Eifersuchtsdrama im Bergdorf»

Die satirische Fasnachtszeitung aus Baar frotzelt über die Allenwinder. Und auch Paul Langenegger muss dran glauben.

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Gestern wurde es wieder auf den Baarer Strassen verteilt: Das satirische «Mostblatt» – ein vierseitiges Werk der Mösteler-Zunft, das die Vorgänge im Dorf genau unter die Lupe nimmt. Breit ist die Wahl der Themen und Personen, die hier aufgenommen und verewigt werden. Unter anderem erzählen die Autoren von ihrer Bestürzung, als sie erfuhren, dass SVP-Jungpolitiker Oliver Betschart sein kantonsrätliches Amt nach der Wahl nicht annehmen wollte. Sein Grund: Er habe dafür zu wenig Zeit. Da fragen sich die Schreiberlinge: Konnte der Mann, der in den Debatten nie wirklich präsent war, tatsächlich wissen, wie viel Zeit ein Kantonsratsmandat in Anspruch nimmt?

War es ein Unfall?

Sein Fett weg kriegt auch Paul Langenegger. Der Gemeinderat «sorgte für Stirnrunzeln, als er verkündete, dass er in diesem Jahr an der Baarer Räbefasnacht nicht teilnehmen könne», weil er Kubaferien gebucht hatte. Doch ausgerechnet nach der Inthronisation des Räbevaters Andreas Hotz «haute es den Paul in seinem Schlafzimmer derart wüst auf den Sack, dass er sich drei Rückenwirbel brach». Also gibt es weder karibische noch feuchtfröhliche Nächte für den Gemeinderat, frotzelt das Mostblatt. Und natürlich müssen auch die Allenwinder dran glauben: «Sex and Crime: Eifersuchtsdrama im Bergdorf», titelt das «Mostblatt». Der Artikel erzählt von der Inthronisation von Faschallminister Ernst I. Andermatt. Dort trat sein Vorgänger versehentlich gegen das Zepter, das daraufhin zu Boden «brätschgete und einen Zacken verlor. War es ein Unfall? War es gar Absicht? War es der stumme Hilfeschrei eines abgehalfterten Fasnachtsoberhaupts?», fragt das Fasnachtsblatt. Man werde es wohl nie erfahren.

sth