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Eigene Währung für das Ägerital

Seit Ende Mai 2018 kann im Ägerital an einigen Orten mit einer neuen Währung bezahlt werden. Obwohl deren Beliebtheit stetig steigt, bleibt der Wechselkurs völlig stabil.
Charly Keiser
Der Unterägerer Korporationsschreiber Thomas Hess zeigt den «HüriTaler». (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 17. Januar 2019))

Der Unterägerer Korporationsschreiber Thomas Hess zeigt den «HüriTaler».
(Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 17. Januar 2019))

Seit Anfang Januar 2019 kann in der Tourismusregion Wiesenberg-Wirzweli mit dem «Dallenwil Taler» bezahlt werden, wie unlängst in der «Nidwaldner Zeitung» zu lesen war.

Bereits seit Ende Mai 2018 wird im Ägerital an verschiedenen Orten der «HüriTaler» als Zahlungsmittel angenommen. Es gibt ihn als 10-Talerstück und sein Wert beläuft sich auf zehn Franken. Herausgegeben werden die Taler von der Korporation Unterägeri, die den Wechselkurs im Stile der Schweizer Nationalbank bei eins zu eins gegenüber dem Schweizer Franken festgelegt hat.

Fixer Wechselkurs

In den letzten Monaten sei viel über das «Zuger Crypto Valley» geschrieben worden, erklärt die Korporation in einem Schreiben an ihre Genossen. «Während die Bitcoin-Blase vorübergehend ziemlich geplatzt war, lässt auch die Goldgräberstimmung für andere Kryptowährungen allmählich nach oder stagniert zumindest.» Um den monetären Zeitgeist im Kanton Zug aber nicht zu verpassen, habe der Korporationsrat zuhanden der Gemeindeversammlung ein eigenes Zahlungsmittel, den «HüriTaler», lanciert. Diese «harte Währung» könne vorwiegend im Ägerital als Zahlungsmittel eingesetzt werden. «Die Geschäfte, die unseren ‹HüriTaler› als Zahlungsmittel akzeptieren, werden laufend auf der Website der Korporation ergänzt. Selbstverständlich können die beliebten Münzen auch bei der Korporation bezogen werden.»

Die Idee des «HüriTalers» sei im Zusammenhang mit dem jährlichen Geschenk an die Teilnehmer der Gemeindeversammlung entstanden, erläutert Korporationsschreiber Thomas Hess: «Wir wollten im Rahmen der GV ein Präsent abgeben, über das auch am nächsten Tag am Frühstückstisch noch gesprochen wird und das zudem nachhaltig ist.» Und dies sei mit dem «HüriTaler» perfekt gelungen. «Denn wir haben allen Teilnehmern drei Taler abgegeben und ihnen gesagt, sie müssten selber schauen, wo und wie sie diese einsetzen könnten.» Entsprechend zahlreich sei über den «HüriTaler» gesprochen und zu ihm Fragen gestellt worden.

1000 «HüriTaler» hat die Korporation anfertigen lassen, die rege gebraucht und auch gekauft werden. «So hat zum Beispiel jemand vor Weihnachten einige Taler erworben, die wohl unter dem Weihnachtsbaum als Geschenk gelandet sind.» Erstaunlich wenige Münzen würden bei der Korporation zurückgegeben, sagt Hess. Und es gebe Leute, die die Taler bewusst sammeln würden.

Akzeptanz steigt stetig

Auch in der Hüritalhütte, die seit diesem Winter wieder an den Wochenenden geöffnet ist, werden «HüriTaler» akzeptiert. «Und wie ich gehört habe, sogar auf dem Raten, der bekanntlich in Oberägeri ist», ergänzt Hess. Noch sei unklar, ob der «HüriTaler» an der nächsten Gemeindeversammlung erneut abgegeben werde. «Wir erzählen an der GV ganz sicher einige Beispiele und sind uns am Überlegen, wie wir den Taler weiter bekannt machen könnten.»

Hinweis

Infos unter: www.korporation-unteraegeri.ch/aktuelles/hüritaler.

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