Eigentümer dürfen Daten im Internet sperren

Grundstückeigentümer sollen künftig Daten über ihr Grundstück im Internet sperren können. Dies hat der Zuger Kantonsrat beschlossen. Der Rat hat am Donnerstag ein neues Gesetz über Geoinformationen im Kanton Zug verabschiedet.

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Heute kann jeder im Geoinformationssystem (GIS) des Kantons Zug online nachschauen, wem welche Liegenschaft gehört. Das soll sich ändern: Grundstückbesitzer können künftig Daten über ihr Haus sperren lassen. Der Kantonsrat stellte sich klar mit 42 zu 27 Stimmen hinter einen entsprechenden Antrag der vorberatenden Kommission.

Die Zuger Regierung sah in ihrem Gesetzesentwurf vor, dass Informationen über Besitzverhältnisse auch weiterhin öffentlich zugänglich und von jeder Person genutzt werden sollen.

Dagegen wehrten sich die vorberatende Kommission. Sie kritisierte den allzu leichten Zugang zu Personendaten im Geoinformationssystem (GIS). Dieser greife in Persönlichkeitsrechte ein, denn damit seien Rückschlüsse auf den Reichtum einer Person möglich.

Das neue Gesetz setzt das Bundesgesetz über Geoinformationen um, das seit 2008 in Kraft ist. Es regelt das Erheben und Bewirtschaften von Geoinformationen und legt fest, wie die Daten schweizweit harmonisiert werden können.

sda