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Ein Blick hinter die TV-Kulissen beim Schwingfest

SRF berichtet ausführlich übers Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug. Der Aufwand ist gigantisch.
Martin Mühlebach
Regisseur Beni Giger am Arbeitsplatz im Regiewagen. Bild: Keystone /Alexandra Wey (Zug, 23. August 2019)

Regisseur Beni Giger am Arbeitsplatz im Regiewagen. Bild: Keystone /Alexandra Wey (Zug, 23. August 2019)

Rund 20 Medienschaffende erfuhren gestern aus erster Hand, wie die Berichterstattung übers Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) produziert wird. Nach der Begrüssung durch Roland Mägerle, Sportchef SRF, fand ein einstündiger Rundgang statt. Und da gab es allerlei Interessantes und Wissenswertes zu sehen und zu erfahren.

Lino Bugmann, der Zuger Mediensprecher SRF Sport, erklärte vor dem Betreten des Regiewagens: «SRF ist die gastgebende Fernsehproduzentin des Esaf. Sie ist als ‹Host Broadcaster› verantwortlich für die Produktion des Weltsignals.» Zuständig dafür sind rund 45 Mitarbeitende des SRF und der Tochtergesellschaft tpc.

Zudem strahlt erstmals eine ausländische TV-Station Livebilder vom Esaf aus: Der österreichische Sportsender ORF Sport+ übernimmt die von SRF produzierten Bilder – inklusive SRF-Kommentar – und überträgt Samstag und Sonntag punktuell live.

Beni Giger, der für die SRF-Regie zuständig ist, verriet: «Für die Produktion des Weltsignals werden zwölf Kameras eingesetzt. Sie fangen das Geschehen in der Schwingarena ein.» Unter den verwendeten Kameras befänden sich bediente und unbediente Kameras, eine Spidercam in 60 Metern Höhe und eine Kamera auf einem 75 Meter hohen Kran. Die Medienschaffenden staunten, als sie sich um Regiewagen umsahen – dem Kernstück der Fernsehübertragungen. Sie konnten sich kaum vorstellen, wie Beni Giger und sein Team die unzähligen Bild- und Tonregler im Griff haben können.

Über 18 Stunden Schwingen live

Ganz oben auf einer der imposanten Tribünen erzählte SRF-Kommentator Stefan Hofmänner: «Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht der Livesport. SRF sendet vom Anschwingen am frühen Samstagmorgen bis zum Schlussgang am späten Sonntagnachmittag.» Stefan Hofmänner versicherte glaubhaft: «Über 18 Stunden Schwingen live zu kommentieren, stellt hohe Anforderungen ans Stimmorgan.» Aber einmal in Fahrt gekommen, werde er es bis zum Ende der Übertragung durchstehen.

Sascha Ruefer wird im Studio unter anderen Schwingerkönig Jörg Abderhalden begrüssen und die Wettkämpfe analysieren. Neben dem Schwingsport und dem Steinstossen sind auch Brauchtum und Volkskultur zentrale Elemente des Esaf, von denen die SRF berichten wird. In «Potzmusig» wird Nicolas Senn am Samstag um 18.10 Uhr auf SRF 1 beste Volksmusik live aus dem Holzchalet am Esaf präsentieren. Neben vielen Volksmusikern, Jodlerinnen und Blasmusikanten holt sich Nicolas Senn mit Matthias Sempach zudem einen Schwingerkönig ins Chalet.

In einem Tag alles abgebaut

Auf dem Festgelände wurden mehrere Tonnen Material aufgebaut, die wieder abgebaut werden müssen. Es sind 18 Fahrzeuge vor Ort und es wurden vier Kilometer Kamerakabel verlegt. Der Aufbau seitens des SRF dauert viereinhalb Tage – der Abbau sollte an einem Tag vollzogen werden.

Hinweis
SRF überträgt am Samstag ab 7.15 Uhr bis 12.15 Uhr live das Anschwingen und die ersten zwei Gänge. Ab 13.15 Uhr bis 17.15 Uhr das Ausschwingen und die Gänge drei und vier.

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