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Ein Buch voller heiterer Erlebnisse

Die Hünenbergerin Annemarie Setz-Frey erzählt in «Ein Kaktus blüht rot» von ihren Reisen in aller Welt.
Monika Wegmann
Annemarie Setz-Frey mit ihrem Buch: «Ein Kaktus blüht rot».Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 30. Oktober 2019)

Annemarie Setz-Frey mit ihrem Buch: «Ein Kaktus blüht rot».Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 30. Oktober 2019)

Es gibt Erlebnisse, die einem für immer im Gedächtnis erhalten bleiben. So wie die Geschichte mit dem Kaktus, die der Hünenbergerin Annemarie Setz-Frey sofort in den Sinn kommt, wenn sie wieder einen blühen sieht. Dabei geschah die Episode, die sie in ihrem neuen Büchlein «Ein Kaktus blüht rot» beschreibt, schon in ihrer Schulzeit, hat sich aber unvergesslich in ihren Erinnerungen eingegraben. Die übrigen Geschichten sind zwar kurz, aber alle wahr und berichten erheiternd von ihren vielen Reisen in aller Welt.

Noch heute blitzen ihre Augen voller Schalk, wenn Annemarie Setz-Frey von dem ganz speziellen Weihnachtsbaum spricht, den sie in Ägypten von einem Nubier erhalten hat. Schon etwas länger her ist die gefährliche Fahrt in Peru mit einem Fahrer, der am Steuer gerne Jagd auf Geflügel machte und fast die Gefahr eines Überfalls nicht realisierte. Auf den Safaris in Afrika geschah manchmal Überraschendes, aber auch auf Flugreisen, wo sie erlebte, wie es einem Huhn gelang, bis ins Cockpit zu fliegen.

Immer gut vorbereitet

«Die meisten Geschichten behandeln Erlebnisse aus den letzten Jahren. Ich schreibe kein Tagebuch, denn mir bleibt vieles im Gedächtnis haften», sagt die 81-jährige Autorin. Sie und ihr Mann seien ihr Leben lang gern gereist – vor allem im Winter und fast immer selbst organisiert. «Aber wir sind nie an die Touristenorte, sondern ohne Luxus stets abseits der bekannten Routen, denn wir wollten immer die Menschen, ihre Kultur und Landschaften sowie Tiere und Pflanzen kennen lernen. Und wir haben stets gute Erfahrungen damit gemacht. Wir waren auch nicht ängstlich, denn wir haben uns gut vorbereitet.» Hilfreich sei gewesen, dass Setz-Frey Sprachen studiert hat und fliessend Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch spricht. «Vor allem in Asien ist uns das Englisch zugutegekommen.»

Warum sind jetzt nur kurze Storys entstanden? Annemarie Setz-Frey sagt entwaffnend offen: «Ich habe mich auf das Wichtigste beschränkt und wollte nicht ausufern oder die Leute langweilen. Jetzt habe ich genug geschrieben, bei den Zeitungen oder für verschiedene Bücher. Das Schreiben ist eine Tätigkeit, die ich gerne ausübe. Aber ich mache es selbst jetzt nicht, um zu verkaufen, sondern weil ich noch Freude daran habe, meine Erinnerungen festzuhalten. Es soll mein letztes Buch sein.» Als Journalistin habe sie viele Jahre geschrieben. «Per Zufall bin ich in diesen Beruf gekommen, und er hat mir sofort gefallen. Auch dort kam ich mit vielen Leuten aus allen Schichten in Kontakt. Oft wurde ich geschickt, wenn es hiess, dass es sich um eine schwierige Person handle. Ich hatte auch immer Ideen zum Schreiben und liebte es, Details hervorzuheben. Viele Jahre habe ich über Politik und erst später über Kunst berichtet.»

Lust am Reisen ist geblieben

Jetzt im Alter kann Annemarie Setz-Frey nicht mehr so anstrengende Reisen unternehmen, wie in Südamerika mit einem Fahrer über Berg und Tal. «Letztes Jahr waren wir noch im Goldenen Dreieck von Thailand. Mitte November reise ich mit meinem Mann nochmals nach Thailand, aber in den unteren Teil.»

Nach der Rückkehr geht es bis im Frühling nach Spanien, wo ihr Sohn mit seiner Familie lebt. Die Altersbeschwerden schränken die Reiselust ein: Annemarie Setz-Frey benötigt zum Laufen einen Stock und ihr Mann benützt einen Rollator. Trotz dieser Einschränkungen ist beiden aber eines geblieben: die Lust am Reisen und die Offenheit, in fremden Ländern den Menschen und ihrer Kultur zu begegnen.

Annemarie Setz-Frey, «Ein Kaktus blüht rot», Eigenverlag.

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