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Filmdreh in Zug: Ein ehrgeiziges Projekt mit Nostalgiefaktor

Am 31. August feiert ein Kurzfilm im Burbachkeller seine Premiere, der im Zug von 1968 spielt. In der St. Oswalds-Gasse wurden am Sonntag die Schlüsselszenen gedreht.
Nils Rogenmoser
Die Demonstranten marschieren Parolen skandierend durch die Gasse. Bild: Werner Schelbert (Zug, 1. Juli 2018)

Die Demonstranten marschieren Parolen skandierend durch die Gasse. Bild: Werner Schelbert (Zug, 1. Juli 2018)

Stellen Sie sich vor, Sie sehen sich vom einen auf den anderen Moment um 50 Jahre zurückversetzt. Wo Sie erst noch ihren schicken Sportwagen stehen hatten, steht nun ein Oldtimer, Ihre Möbel sehen aus wie aus einem Antiquitätenladen und Ihre Frau grüsst Sie, als ob nichts wäre, mit aufreizender Hochsteckfrisur. Wahrscheinlich würden Sie ihren Augen nicht trauen und der Situation mit einer Mischung von Panik, Ungläubigkeit und Neugierde begegnen.

In dem eben beschriebenen Szenario findet sich der aus gutem Hause stammende Carl in der Zuger Altstadt wieder. Drei bis vier Minuten dauert der Stummfilm von Autor und Regisseur Jan Weissenfels in Zusammenarbeit mit der Firma Weissfilm und dem Theaterverein «Die Kulisse Zug». Der Kurzfilm dient als Vorgeschichte zur diesjährigen Jubiläums-Theateraufführung der Kulisse Zug im Burgbachkeller – der Theaterverein wird 60 Jahre alt, der Burgbachkeller 50-jährig.

Touristengruppen schiessen neugierig Fotos

Zurück zur Handlung: Panisch flieht Carl auf die Strasse, doch da bedrängt ihn ein demonstrierender Mob. Er sucht schliesslich Schutz im Burgbachkellertheater und gelangt mitten in die Apfelszene einer Tell-Aufführung. Dabei muss er sich seinen Ängsten stellen – zu viel sei an dieser Stelle jedoch noch nicht verraten.

Am Sonntagnachmittag, 1. Juli, sind die Schlüsselszenen mit den Demonstranten gedreht worden – die gut 30 erforderlichen Statisten zu organisieren sei logistisch anspruchsvoll gewesen, betont Pia Irányi von der Kulisse Zug: «Im Vorfeld tätigten wir viele Aufrufe im Internet und fragten Bekannte und Freunde für eine Rolle an. Die Zusammenarbeit mit den ‹Laien› bedarf grosser Konzentration und genauer Instruktionen, da der Drehplan enorm dicht ist. Bis jetzt klappt alles super und wir danken jedem, der sich heute hier freiwillig engagiert.»

Securitas sperren die Strassen zwar teilweise ab, trotzdem kann nicht verhindert werden, dass eine Touristengruppe durch den Drehort an der St. Oswalds-Gasse schlendert und neugierig Fotos schiesst. Vor der Linse marschieren die Demonstranten Parolen skandierend durch die Gasse und halten dabei Protestschilder wie etwa von Che Guevara hoch in die Luft. Bei den heissen Temperaturen sind regelmässige Trinkpausen im Schatten essenziell.

Aaron Irányi, der mit von der Partie ist, macht es sichtlich spass: «Ich wurde von meiner Mutter für die kleine Rolle angefragt und hatte nichts dagegen, in diesem Rahmen einmal ein bisschen rebellieren zu dürfen. Die Organisation ist einwandfrei und die Stimmung ‹chillig›.» Seine Kollegen stimmen ihm nickend zu.

Besonders ins Auge stechen drei von Privaten ausgeliehene Oldtimer-Autos, die für eine beeindruckende Ästhetik sorgen.

Der Film wird an die Aussenwand projiziert

Premiere wird der Kurzfilm am 31. August im Burgbachkeller feiern. Danach wird er spätestens von Oktober bis Mitte November an die Aussenwand des Burgbachkellers projiziert und dort im Schaufenster zu sehen sein. Auch erscheint er voraussichtlich auf verschiedenen anderen Plattformen.

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