Hünenberg: Ein «Einhorn» als Anerkennung

Die Zeit der Sportlerehrungen, Anerkennungs- und Förderpreise ist vorbei: Der Gemeinderat hat sich ein neues Konzept ausgedacht, um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen.

Vanessa Varisco
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Gemeinderätin Renate Huwyler übergibt einen Preis an Fabian Bucher vom Gewerbeverein. (Bild: Werner Schelbert (Hünenberg, 6. Januar 2018))

Gemeinderätin Renate Huwyler übergibt einen Preis an Fabian Bucher vom Gewerbeverein. (Bild: Werner Schelbert (Hünenberg, 6. Januar 2018))

Seit vielen Jahren ehrte die Gemeinde Hünenberg besondere Leistungen der Einwohner. Dabei wurden Hünenberger nicht nur für sportliche Höchstleistungen ausgezeichnet, sondern etwa auch für bemerkenswerte Freiwilligenarbeit. Verliehen wurde jeweils ein Förder- und ein Anerkennungspreis.

Dies soll sich jetzt ändern: «Es hat sich gezeigt, dass Ehrungen in bisheriger Form nicht mehr zeitgemäss sind», schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Zwei Drittel der Ehrungen seien immer an die selben Sportler gegangen, wie Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann weiss. «Zwar waren unter den Besuchern zahlreiche Vereinsmitglieder der Sportler, doch die breite Öffentlichkeit hat den Anlass nicht besucht», führt sie weiter aus. Dies habe den Gemeinderat dazubewogen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um ein neues Konzept für die Ehrungen zu erarbeiten. Kürzlich wurde eben jenes vom Gemeinderat verabschiedet.

Ein neuer Preis wird verliehen

Bisher fand die Feier an einem Freitagabend im Januar statt. Diese entfällt in Zukunft und wird auf den Bundesfeiertag verlegt. Neu wird an Stelle des Anerkennung- und des Förderpreises nur noch ein einziger Preis verliehen. Betitelt wird er als «Hünenberger Einhorn» – passend zum Wappentier der Gemeinde. Der Preis kann künftig jährlich an Personen, Organisationen oder Institutionen verliehen werden, die sich durch aussergewöhnliche Leistungen ausgezeichnet haben. Diese Leistungen können unter anderem in den Bereichen Soziales, Humanitäres, Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Kultur und Sport erbracht werden. «Der Gemeinderat erwartet mit dem neuen Konzept einen höheren Stellenwert für den Hünenberger Ehrenpreis», heisst es in der Mitteilung.

Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält das «Hünenberger Einhorn». Des Weiteren soll im Foyer des Saales Heinrich von Hünenberg eine Ehrentafel montiert werden. Auf dieser werden sämtliche von der Gemeinde Geehrten aufgeführt sein. Die bisherigen «Hünenberger Profile», also die Anerkennungspreise von 2009 bis 2017, bleiben weiterhin im Foyer ausgestellt.

Für die Gestaltung des «Hünenberger Einhorns» sowie der Ehrentafel findet nun ein Wettbewerb statt. Künstler und Bildhauer aus der Region können dazu ihre Ideen vorlegen. Anhand der eingereichten Arbeiten wird eine Jury entscheiden, wie der neue Preis aussehen soll. Anmeldungen und Vorschläge für die ersten Preisträger können bereits jetzt eingereicht werden.

Erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler können wie bisher der Gemeindeverwaltung gemeldet werden. Nebst einem Anerkennungsschreiben werden sie ein Geschenk erhalten, wie es in der Mitteilung heisst. Zudem werden sie im Gemeindemagazin Einblick und auf der gemeindlichen Webseite aufgeführt. Eine eigentliche Sportlerehrung findet nicht mehr statt. Sportler und Sportlerinnen, die im laufenden Jahr Erfolge feiern durften, können sich mit dem aufgeschalteten Formular auf der gemeindlichen Webseite bis am 30. November für die Ehrung anmelden. Die Ehrungen erscheinen anschliessend in der Februarausgabe 2019 des «Einblick».