Das «Rock the Docks» bringt den Hafen zum Klingen

Die 11. Ausgabe des dreitägigen «Rock the Docks» war trotz nass-kühler Witterung ein Erfolg. Es gab einige Neuerungen, die beim Publikum gut ankamen.

Hansruedi Hürlimann
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Die Band «Cabinets» am «Rock the Docks» in Zug. (Bild: Maria Schmid (Zug, 1. September 2018))

Die Band «Cabinets» am «Rock the Docks» in Zug. (Bild: Maria Schmid (Zug, 1. September 2018))

Die Grundidee des Zuger Gratis-Festivals «von jungen Kreativen für junge Kreative» wurde an der Wand neben der Hauptbühne visuell sichtbar, waren doch beim Besuch unserer Zeitung am Samstagnachmittag drei Graffiti-Künstler damit beschäftigt, neue Sujets aufzutragen. Unter einem behelfsmässig gespannten Plastikdach trotzten sie dem nass-kalten Wetter.

«Der grafische Auftritt ist uns wichtig», sagte dazu Laura Hürlimann als Verantwortliche für die Kommunikation. Neben dem elfköpfigen Leitungsteam, das dieses Jahr in einer neuen Besetzung aktiv war, standen gegen 70 freiwillige Helfer im Einsatz. Hände, die zupacken können und wollen, sind allein schon wegen der eindrücklichen Infrastruktur, die auf- und wieder abgebaut werden muss, unerlässlich.

Musik, Kulinarik und Kunst

Dank der zwanzig lokalen, nationalen und internationalen Bands, die verteilt auf die drei Festivaltage auftraten, hatte das Publikum eine beachtliche Auswahl an Musikstilen. «Wir möchten auch jungen Bands eine Chance geben», sagte Laura Hürlimann in diesem Zusammenhang. So waren neben unbekannten Formationen auch bestandene Musiker zu hören, wie zum Beispiel «Stiller Has» am Samstagabend. Besonders stolz ist der Anbieter darauf, dass der Frauenanteil bei den Bands dieses Jahr rund ein Drittel ausmachte; eine Zahl, die man in Zukunft noch steigern will. «Wir sind in der Festival-Szene etabliert», zeigte sich die PR-Verantwortliche überzeugt.

Neben dem musikalischen Genuss konnten sich die Besucher auch kulinarisch verwöhnen lassen. So waren nebst einheimischen auch exotische Gerichte zu haben. Ein mobiler Stand hatte Punjabi Food im Angebot, das heisst typisches pakistanisches Essen. Erstmals vor Ort war die Chollerhalle mit einer Bar sowie Marktstände, die von den unterschiedlichsten Künstlern betrieben wurden.

Angebote für ein breites Publikum

Die Veranstalter hatten auch Attraktionen für die jungen Besucher parat. Während der Kinder-Skatekurs dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, wurde der Workshop für den Instrumentenbau im Zelt durchgeführt. Unter Anleitung von erfahrenen Bastlern konnten junge, aber auch ältere Besucher aus Materialien Instrumente bauen, die in der Regel entsorgt werden. So zum Beispiel eine Zigarrenbox-Gitarre, die ganz leidlich zum Klingen gebracht werden konnte. Es gehe darum, das Umweltbewusstsein auf spielerische Weise zu schärfen, sagte dazu Jonathan Casu, einer der Animatoren.

Ein solcher Grossanlass stützt sich auch auf zwei Dienstleister, die erst bei Bedarf aktiv werden: die Samariter und der Security-Service. Es sei alles andere als ein Schoggijob, sagte Heidi Gisler zu ihrem Einsatz, den sie nebenamtlich bei GIWA Security aus Baar ausübt.