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Ein Feuerwerk der guten Laune im Zuger Burgbachsaal

Die «Screaming Potatoes» erfreuen das Publikum zu ihrem runden Geburtstag mit einem unterhaltsamen Jubiläumsprogramm. Dabei ziehen die Meister der kultivierten Banalität alle Register ihres Könnens.
Martin Mühlebach
Die «Screaming Potatoes»: Jimmy Muff (von links), Thomas Inglin, Christian Peter Meier und Christof Buri. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. März 2019))

Die «Screaming Potatoes»: Jimmy Muff (von links), Thomas Inglin, Christian Peter Meier und Christof Buri. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. März 2019))

Die «Screaming Potatoes» – die Zuger Altmeister der Gesangs-Comedy – feiern ihr 30. Bühnenjubiläum im Dschungel. Aber das Premierenpublikum, das am Donnerstagabend erwartungsfroh im voll besetzten Burgbachsaal sitzt, merkt bald, dass nicht alles wie angekündigt abläuft. Heinz (Thomas Inglin), Beni (Jimmy Muff), Kurt (Christian Peter Meier) und Andy (Christof Buri), die sich als Brüder ausgeben, versuchen die Gunst des Publikums, für sich zu erlangen. Dazu stehen jedem Protagonisten 15 Minuten zur Verfügung, während denen die anderen «Brüder» mitmachen müssen. Wer das Voting für sich zu entscheiden vermag, erhält eine Gutschrift von acht Minuten.

Volksmusik, Abba und jede Menge Stimmgewalt

Es ist klar, dass sich jeder mächtig ins Zeug legt. Heinz singt aus voller Kehle und mit unnachahmlicher Miene: «Ich bi e Gummibaum und stoh eifach do.» Später gibt er sich als Lastwagenfahrer aus, der sich viele Gedanken macht. Er sinniert: «Früher sassen die Frauen in der Kirche auf der linken Seite, die Männer rechts.» Und er mache es mit den Flaschen gleich, links platziere er die leeren, rechts die vollen.

Als Heinz zu einem Monolog seiner Jassabende in Spreitenbach singt, wird er von seinen Kumpels jäh gebremst. Doch Heinz, der die Schweizer Volksmusik über alles liebt, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er gibt völlig verzückt das Lied «Zoge am Boge, de Landamme tanzt» zum Besten.

Kurt, der als sich als Pseudointellektueller mit Vorliebe der französischen Sprache bedient, mokiert sich über die «seichte Unterhaltungsmusik», der Heinz frönt. Er versucht, sich mit dem Klassiker «Die Forelle» von Franz Schubert abzuheben. Und als er im Stil des französischen Chansonniers «Petite Fleur» vor Ergriffenheit zu schmelzen droht, hofft er, das Voting des Publikums schon gewonnen zu haben. Das glaubt auch der golden gekleidete Andy, der sich mit Abba-Songs unters Publikum mischt und Zettel verteilt, mit denen er ums Voting bettelt. Nach einem erneuten Auftritt von Kurt, der Songs von einem futuristisch anmutenden Notenblatt abliest, versucht der stimmgewaltige Beni mit Humor zu punkten.

Lob aus dem Publikum

Urplötzlich kommt es zum Knall. Weshalb, wer die acht Bonusminuten gewinnt und wie es endet, sei an dieser Stelle nicht verraten. Max Bürgi aus Baar vertritt wohl die Meinung des gesamten Publikums, wenn er sagt: «Wir haben heute Abend einen grossartigen Auftritt der ‹Screaming Potatoes› erlebt, der von einem jungen Orchester mustergültig begleitet wurde. Regisseurin Annette Windlin und allen auf und hinter der Bühne tätigen Protagonisten gebührt Respekt und ein dickes Kompliment.»

Es ist tatsächlich mehr als nur bewundernswert, mit welch fantastischer Choreografie, Gestik und Mimik die «Screaming Potatoes» ein witziges musikalisches Feuerwerk der guten Laune zünden.

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