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Zuger Filmtage: Ein Film beeindruckte besonders

In der zurückliegenden Woche fanden bereits zum vierten Mal die Zuger Filmtage statt. Am letzten Tag wurden die goldenen Kirschen verliehen. Der Dokumentarfilm «Formen» gewann gleich zwei dieser.
Pascal Studer
Die Filmemacherin Fariba Buchheim (ganz rechts) konnte sich gleich doppelt freuen(Bild: Maria Schmid (Zug, 3. November 2018))

Die Filmemacherin Fariba Buchheim (ganz rechts) konnte sich gleich doppelt freuen
(Bild: Maria Schmid (Zug, 3. November 2018))

Es ist Samstagabend und auch um 20.14 Uhr strömen noch Zuschauer in den Saal 1 des Kinos Seehof in Zug. Das rege Tuscheln und das Rascheln von Popcorn, Chips und M&M’s verraten: Die Zuger Filmtage interessieren auch in ihrer vierten Durchführung viele. Als dann die Moderatorin Silja Studer-Husar die Kinobesucher begrüsst, ist der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.

Verschiedene Kurzfilme werden an diesem Abend gezeigt. Einer davon ist «Sans Papiers», eine kurze Offenbarung über das Leben des Flüchtlings Mr. Oman. In etwas mehr als elf Minuten zeigen die Filmemacher den stoischen Optimismus des ehemaligen politischen Aktivisten. Doch die drei Künstler zeigen auch, welche Rolle Kunst der Gesellschaft haben sollte. Sie kritisiert Missstände in ästhetischer Form und somit ist «Sans Papiers» nicht zuletzt ein Fingerzeig auf das Migrationsproblem, dem zurzeit weder auf See noch auf Land adäquat begegnet werden kann.

Drei Goldene Kirschen

Auch «Breathe!» hält dem Publikum subtil den Spiegel vor. In einem tödlichen Spiel rauben sich rauchende und trinkende Menschen gegenseitig den Sauerstoff. Der Experimentalfilm von Christoph Hans scheint ähnlich wie etwa Quentin Tarantinos Strassenfeger «The Hateful Eight» darin zu enden, dass keiner der Charaktere das Spiel überlebt. Doch diese Annahme erweist sich schliesslich als Trugschluss, als das Schlussbild einen blühenden Baum zeigt und so den Film als Hommage an die Unvergänglichkeit der Natur enttarnt.

Der Saal erhellt sich wieder, als Studer-Husar die Award-Verleihung ankündigt. Aufmerksamen Zuschauern wird nämlich nicht entgangen sein, dass zwischen den roten Kinostühlen und der weissen Leinwand drei goldene Kirschen liebevoll auf einem kleinen Tisch platziert wurden. Diese Awards verleiht eine Jury von internationalem Format für die Kategorien «Bester Film», «Publikumspreis» und «Nachwuchspreis». Auf die Bühne werden jedoch nur zwei Personen gebeten: Julian Quentin holte sich mit seinem Werk «Highway» den Nachwuchspreis. Sowohl der Jury als auch dem Publikum hat jedoch Fariba Buchheims Dokumentarfilm «Formen» am besten gefallen. In diesem wird der etwas «andere» Rücken porträtiert; einer der gezeichnet ist von Narben, Krümmungen und Verformungen. Sichtlich überwältigt nimmt Buchheim die Preise entgegen und sagt: «Das ist grossartig. Vielen Dank!»

Organisatoren sind zufrieden

Mit der Award-Verleihung erreichten die diesjährigen Zuger Filmtage ihren Höhepunkt. Das cineastische Erlebnis war damit aber noch nicht zu Ende. Als krönender Abschluss kamen die Zuschauer noch in den Genuss des Dramas «Woman at War». Bereits jetzt blickt der Vereinspräsident der Zuger Filmtage Raphael Willi auf die vergangenen Tage zurück und meint: «Ich bin wirklich sehr zufrieden.» Man merkt: Nicht nur Kirschen, sondern auch sehr viel harte Arbeit scheint sich letzten Samstag vergoldet zu haben.

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