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Ein gelungenes Fest mit Potenzial für die Zukunft

Am Wochenende fand die Premiere des Oswalds-Gassen-Fests statt. Ins Leben gerufen wurde es durch zahlreiche an der Gasse gelegene Institutionen.
Niels Rogenmoser
Blick in die St.-Oswalds-Gasse (grosses Bild), musikalische Unterhaltung (rechts oben) und ein gefragter Büchermarkt (rechts unten). (Bild: Bilder: Maria Schmid (Zug,16. Juni 2018))

Blick in die St.-Oswalds-Gasse (grosses Bild), musikalische Unterhaltung (rechts oben) und ein gefragter Büchermarkt (rechts unten). (Bild: Bilder: Maria Schmid (Zug,16. Juni 2018))

Die St.-Oswalds-Gasse kennt man in Zug. Um Bücher auszuleihen, gehen Zugerinnen und Zuger in die Stadtbibliothek. Das vis à vis gelegene Dokumentationszentrum, doku-zug.ch, wird von Studierenden und Interessierten gerne für Recherchen genutzt.

Am Samstag hat nun zum ersten Mal das Oswalds-Gassen-Fest stattgefunden - ein Gemeinschaftsprojekt der Bibliothek Zug, des doku-zug.ch, der Satz & Pfeffer Lesebühne, der Jugendanimation Zug, der Buchhandlung Susanne Giger sowie der St.-Petrus-Claver-Sodalität, deren Räumlichkeiten alle an der Gasse liegen.

Bei prächtigem Sonnenschein zeichnet sich das Fest bald als Erfolg ab. Viele Menschen stöbern auf der Suche nach verborgenen Schätzen an den Ständen des Bücherflohmarkts – ein Franken kostet hier ein Buch.

Pia Rutishauser, Leiterin der Bibliothek Zug, erklärt die Motivation hinter dem Flohmarkt: «Im Jahr erweitern wir unsere Bestände um rund 10000 neue Medien, um zeitgemäss zu bleiben – da wird aus Platzgründen jährlich etwa gleichviel aussortiert. Einige aussortierte Medien sind in schlechtem Zustand oder es tauchen Duplikate auf.» Den Prozess betrachte sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge: «Einerseits tut es gut, Ballast abzuwerfen, andererseits liegen einem die Medien am Herzen.» Besonders viele DVDs und CDs würden aussortiert, so Rutishauser weiter: «Wir leihen jährlich etwa 15 Prozent weniger von diesen Medien aus, was in erster Linie Downloads und Streaming-Diensten geschuldet ist – die Ausleihe von Büchern bleibt erfreulicherweise konstant.»

Alle Organisatoren tragen zum Kulturleben bei

Alexandra Zvekan ist bei doku-zug.ch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und meint, dass sich das Format des Oswalds-Gassen-Fests durchaus etablieren könnte: «Früher organisierten wir einen Tag der offenen Tür, heute bieten wir mit den Mitorganisatoren ein vielfältigeres Programm an. Im Laufe des Tages finden kostenlose Führungen, Liveauftritte von Formationen der Musikschule, Wortakrobatik der Gruppe Satz & Pfeffer oder – passend zum ausgebrochenen WM-Fieber – Freestyle-Fussball statt», so Zvekan.

«Auch gibt es einen Afrika-Stand mit leckeren Frühlingsrollen, einen Do-It-Yourself-Corner, wo emsig gewerkelt wird. Susanne Giger hat auch ihre exquisite Bücherauswahl in die Gasse getragen», sagt Zvekan. Sie spricht ferner ein Problem an, dass das doku-zug.ch zurzeit beschäftigt: «Während über 20 Jahren wurde die Finanzierung durch den Gründer Daniel Brunner sichergestellt. Seit 2017 kümmert sich die gemeinnützige Stiftung Doku-Zug nun darum, ist dafür aber auf Spenden der Bevölkerung angewiesen.» Man freue sich über jeden noch so kleinen Spendenbetrag, sodass das doku-zug.ch auch in Zukunft in dieser Form bestehen bleiben und das Oswalds-Gassen-Fest noch viele Jahre ausgetragen werden könne.

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