In Inwil begab man sich auf einen gesanglichen Streifzug durch Jahrzehnte

Mit seinem Jahreskonzert hat der Chor Vocal Monday bei zwei Aufführungen das Publikum in der Rainhalde Inwil begeistert. Dabei wartete der Veranstalter mit mehreren Premieren auf.

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Die Sängerinnen tragen in passenden Outfits die Hits der jeweiligen Epoche vor. (Bild: Roger Zbinden (Inwil, 6. April 2019))

Die Sängerinnen tragen in passenden Outfits die Hits der jeweiligen Epoche vor. (Bild: Roger Zbinden (Inwil, 6. April 2019))

Unter dem Titel «Déjà-vu» nahmen die 13 jungen Sängerinnen des Chors Vocal Monday im Rahmen ihres Jahreskonzerts die Zuhörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei nutzten sie die sonst eher negativ besetzte Überschrift in einem sehr positiven Sinn. Mit einer Auswahl von Liedern aus dem Pop- und Jazzbereich durchstreiften sie gesanglich ein ganzes Jahrhundert. Es begann mit dem berühmten Lied aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts «Bei mir bist du schön» und endete mit «Pricetag» als Zugabe.

In einem jeweils passenden Outfit interpretierten die Sängerinnen in der Inwiler Rainhalde bekannte Hits und Evergreens, und sprachen damit alle Sinne des Publikums an. Sie taten dies in unterschiedlichen Formationen und unterstützten ihren Gesang mit tänzerischen Bewegungen, wobei gelegentlich ein ironischer Unterton mitschwang. So etwa, als sie zu einer Girlgroup mutierten – in Anlehnung an die Boygroups, wie sie in den 90er-Jahren vor allem weibliche Fans begeisterten. «Vocal Monday» haben in ihren Reihen zudem einige Sängerinnen, die sich als Solistinnen durchaus hören lassen.

Unterstützung mit Musik und Tontechnik

Seit einem Jahr leitet Adeline Hasler die Gesangsgruppe, die aus dem Jugendchor der Musikschule Baar hervorgegangen ist und seit 2014 als eigenständiger Verein auftritt. Die Dirigentin, eine Profimusikerin mit Masterdiplom, ist begeistert vom Einsatz ihrer Gruppe. Hasler führte zudem als Moderatorin durch das Jahreskonzert. «Wir sind ein eingeschworenes Team», sagte sie. Und weiter: «Wir machen alles wenn möglich selber, wie zum Beispiel auch die Choreografie».

Musikalisch begleitet wurde der Chor von einer Band, bestehend aus drei Musikstudenten: Demian Coca am Piano, Noah Weber am Schlagzeug und Vito Cadonau am Bass. Zum ersten Mal waren die Sängerinnen einzeln mit einem Mikrofon ausgestattet – Mario Baumann sorgte als Fachmann dafür, dass die Übertragung auch klappte.

Erstmals mit Barbetrieb

«Mit unseren Auftritten wollen wir das kulturelle Leben im Kanton Zug aktiv mitgestalten», sagte die Präsidentin von «Vocal Monday», Sarah Büess gegenüber unserer Zeitung. Sie zeigte sich erfreut über die Unterstützung durch Sponsoren und Gönner, die solche Projekte wie «Déjà-vu» erst ermöglichten. Unterstützt wurden sie zudem von freiwilligen Helfern, sodass sie erstmals eine Bar betreiben konnten. Angesichte einer Gruppe von jungen Frauen mit unterschiedlichen beruflichen und familiären Verpflichtungen ist es erstaunlich, dass sie immer wieder gemeinsame Auftritte realisieren und die damit verbundene Probenarbeit leisten.

Bis jetzt sei es ihnen jedes Mal gelungen, sagte Sarah Büess auf die entsprechende Frage. Und dank der talentierten musikalischen Leiterin Adeline Hasler, die sie begeistern könne, haben sie offenbar eine Dirigentin, die den Erfolg garantiert.