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Ein goldener Tag für die Oberwil Rebells

Die Oberwil Rebells verdienten sich am Streethockey-Cupfinaltag Bestnoten als Organisator. Die Gastgeber räumten dann auch sportlich mit drei Goldmedaillen kräftig ab.
Michael Wyss
Die Oberwil Rebells gewinnen im Cup-Final gegen den SHC Grenchen-Limpachtal. (Bilder: Patrick Huerlimann, Zug, 27. April 2019)Die Oberwil Rebells gewinnen im Cup-Final gegen den SHC Grenchen-Limpachtal. (Bilder: Patrick Huerlimann, Zug, 27. April 2019)
Der Zuger Mathias Beiersdoerfer mit Pokal.Der Zuger Mathias Beiersdoerfer mit Pokal.
Der Zuger Yves Stucki tanzt vor Freude.Der Zuger Yves Stucki tanzt vor Freude.
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Die Oberwil Rebells holen sich den Cup-Sieg der Final Four

«Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns den Cupsieg verdient», sagt Oberwil Rebells NLA Trainer Tibor Kapanek (44). Sie seien im Halbfinal gegen die Sierre Lions (9:5) und im Endspiel gegen die Grenchen-Limpachtal (6:2) gefordert gewesen. «Wir mussten hart fighten. Es war gut, dass wir gegen starke Teams aus der Nationalliga A auf dem Weg zur Titelverteidigung spielen mussten.» So seien sie auf Gegenwehr gestossen. Für die Entwicklung jedes einzelnen Spielers sei es stets besser, wenn Erfolg mit harter Arbeit erkämpft werden muss.

«Es ist schön, dass uns vor dieser Kulisse die Titelverteidigung mit dem Fanionteam glückte und wir mit zwei weiteren Cupsiegen bei unserem Nachwuchs einen unvergesslichen Tag erlebten», freute sich Vereinspräsident Maurus Schönenberger (45). «Ich war schon etwas angespannt vor dem Finaltag und es ‹kribbelte›. Nun bin ich erleichtert und einfach auch happy, dass wir als Organisator unserem sensationellen Publikum Streethockey vom Feinsten bieten konnten».

Sieg vor rund 1000 Fans

Dabei erwischte der NLA-Titelverteidiger Oberwil Rebells keinen guten Start im Halbfinal und im Final. Das Team von Kapanek lag gegen die beiden Ligakonkurrenten Sierre Lions 0:2 in Rücklage und musste im Endspiel gegen Grenchen-Limpachtal ein 0:1- und 1:2-Rückstand wettmachen. «Wir waren mental stark und haben die Geduld nie verloren. Auch mit dieser Situation müssen wir umgehen können. Im Kopf war das Team bereit für diese Aufgaben», zeigte sich der 17-jährige Zuger Matteo Bächler (Flügel) nach dem Cupsieg glücklich.

Der Aufmarsch in der Rebells Arena war trotz nicht sommerlichen Temperaturen und Regenschauern erfreulich. «Wir hatten rund 1000 Fans heute am Finaltag hier in Zug, das ist positiv und zeigt, dass das Interesse am Streethockey gross ist. Eine Randsportart, die weiter boomt», so OK-Präsident Oliver Marty (33). Weiter meint er: «Die Fans stehen im Trockenen dank der gedeckten Zuschauertribüne und das ist sicher ein Vorteil, wir sind wetterunabhängig. Wenn du diese Infrastruktur nicht bieten kannst, kommen dementsprechend weniger Interessierte.»

Rund 70 Helferinnen und Helfer wurden für den Anlass aus dem eigenen Verein rekrutiert. «Ein grosser Kraftakt ist dieser Anlass für uns. Doch es ist auch wichtige Vereins-Imagewerbung. Die Oberwil Rebells sind in der Schweiz eine Topadresse und mit solchen Anlässen können wir auch in Zug unseren Bekanntheitsgrad weiter steigern und die Sportart noch populärer machen», ist Schönenberger überzeugt. Marty lobte dazu den Erstligisten SHC Seetal Admirals besonders: «Das Team schied im Halbfinal aus, blieb aber während des ganzen Tages am Finaltag und schaute alle Spiele. Chapeau. Das war eine schöne Geste der Seetaler».

Gold auch für den Nachwuchs

Auch der Nachwuchs der Oberwil Rebells glänzte mit Cupsiegen bei den C-Junioren (5:1 gegen Bettlach) und B-Junioren (2:0 gegen Bulldozers Kernenried-Zauggenried). Marty: «Das perfektionierte den Tag natürlich. Dreimal Gold vor heimischer Kulisse, Oberwil-Herz was willst du mehr?»

Wo der Cupfinaltag im 2020 stattfindet, ist nicht bekannt. Nach 2018 und 2019 organisierten die Oberwil Rebells im Auftrag von Swiss Streethockey den Anlass mit Bravour. Ein Sprichwort besagt: «Alle guten Dinge sind drei». Der im Rohstoffhandel tätige Cupfinaltag-Hauptsponsor würde es jedenfalls begrüssen, wenn es eine Fortsetzung gibt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Baar hat nämlich ein längerfristiges finanzielles Engagement zugesichert.

Das Double im Visier

In der Saison 2017/18 schaffte das NLA-Team der Oberwil Rebells das Double, das schwebt ihnen auch in der jetzigen Meisterschaft vor. Im Playoff-Final duellieren sich die Oberwil Rebells erneut mit Grenchen-Limpachtal. «Wir wollen das Double holen, das ist klar. Der Cupsieg wird uns sicher beflügeln. Doch wir sind gewarnt, Grenchen-Limpachtal war heute ein bissiger Gegner. Es wird eine harte Serie, wir müssen von der ersten Minute Bereitschaft signalisieren. Es kann alles passieren, da entscheiden die Kleinigkeiten, die wir richtig machen müssen.» Die «Best-of 3»-Serie beginnt am Sonntag (14 Uhr, Sika Rebells Arena) in Zug. «Ein Vorteil kann sein, dass wir Heimvorteil haben. Unsere Fans können das Zünglein an der Waage spielen, wenn es eng werden sollte. Sie können dich in diesem Moment tragen», ist Kapanek überzeugt.

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