Die PH Zug hat einen Grund zum Feiern

Seit fünfzehn Jahren bildet die Pädagogische Hochschule Zug Lehrerinnen und Lehrer aus. Dies feierte sie am Samstag mit einem Tag der offenen Tür.

Daniela Sattler
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Weibello and the Gang, Rap aus dem Kanton Zug, an der Jubilaeumsfeier 15 Jahre PH Zug. (Bild: Patrick Huerlimann, Zug, 29. Juni 2019)

Weibello and the Gang, Rap aus dem Kanton Zug, an der Jubilaeumsfeier 15 Jahre PH Zug. (Bild: Patrick Huerlimann, Zug, 29. Juni 2019)

Blau-weisse Ballonmännchen zierten den Eingang zur Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug). Das habe mit den Kantonsfarben zu tun, so Luc Ulmer, Leiter Kommunikation und Marketing. Die PH Zug feiert dieses Jahr ihr fünfzehnjähriges Bestehen sowie über 150 Jahre der Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Kanton Zug. Aus diesem Grund jubilierte sie am Samstag mit einem Tag der offenen Tür gemeinsam mit der Bevölkerung. Der Anlass stand unter dem Motto «Traditionen, Generationen, Innovationen».

Die Farben blau und weiss zeigten auf, dass man mit dem Kanton Zug verbunden sei, meinte Thery Schmid, ehemalige Mentorin für die berufspraktische Ausbildung an der PH Zug. Heute werden im Kanton Zug nur in der Stadt Zug Lehrpersonen aus- und weitergebildet. Das war nicht immer so, denn früher wurden Lehrerinnen und Lehrer bei den Schwestern vom Heiligen Kreuz in Menzingen, im Kloster Heiligkreuz in Cham sowie im freien katholischen Lehrerseminar St. Michael in Zug in den Beruf eingeführt.

Zusammenführung der Schulen hatte ihre Tücken

Bildungspolitische Vorgänge um die Jahrtausendwende rückten schliesslich die Frage nach einer zentralen pädagogischen Hochschule immer mehr in den Mittelpunkt. Dies wurde in gewissen Regionen der Schweiz erst vehement abgelehnt: Man befürchtete einen Qualitätsverlust in der Ausbildung. «Die Ordensleute haben sich in ihrem Fach eben ganz passioniert eingesetzt», so Schmid, die ihre Ausbildung zur Lehrerin selber in einem solchen Seminar absolvierte. Im Jahr 2006 wurden die Lehrerinnenseminare in Menzingen und Cham jedoch geschlossen und das Lehrerseminar St. Michael durch die Hochschule abgelöst. Inzwischen ist die PH Zug mit 356 Studierenden und 129 Mitarbeitenden eine überschaubare Bildungsinstitution, die unter anderem den Bachelorabschluss für Lehrpersonen der Kindergarten- und Primarstufe, Weiterbildung und Beratung für Lehrpersonen, Schulleitungen und Behörden sowie praxisorientierte Forschung anbietet.

Fabian Weibel hat sein Studium an der PH Zug soeben beendet. «Nachdem ich den Dozierenden drei Jahre lang zugehört habe, können diese mir nun auch mal zuhören», scherzte der wortgewandte Zuger Rapper, bevor er und seine Band «Weibello and the Gang» dem Publikum in der Aula einheizten.

Alle sollen sich über Bildung bilden können

Bei einem Rundgang öffnete Schmid den Besuchern die Türen zu besonderen Orten in der Hochschule. So unter anderem zur Mediothek, in der rund 18000 Medien und 70 abonnierte Fachzeitschriften zu überwiegend pädagogischen Themen eingesehen, beziehungsweise ausgeliehen werden können. «Die Mediothek ist allen Leuten zugänglich, die an Bildungsfragen interessiert sind», so die Leiterin der Mediothek, Géraldine Widmer.

Es sei sehr interessant, was hier geboten werde, brachte es Jelena Beeler (13) aus Zug auf den Punkt. «Ich könnte es mir schon vorstellen, später die PH Zug zu besuchen.»