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Ein gutes Drittel reicht Zug United nicht zur Überraschung

Nach vier Siegen de suite unterliegt Zug United dem Schweizer Meister Köniz 3:6 und rutscht in der Tabelle auf den 7. Rang ab. Damit endet auch eine zweite Serie.
Peter Rohner
Zugs Simon Abt, rechts, gegen Köniz-Torhüter Patrick Eder. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 26. Januar 2019))

Zugs Simon Abt, rechts, gegen Köniz-Torhüter Patrick Eder. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 26. Januar 2019))

Die Szene, die das Spiel auf die Seiten der Gäste dreht, passierte in der 48. Minute. Die Zuger lancierten einen Konter. Simon Abt scheiterte aber am Keeper Patrick Eder. Die Könizer ihrerseits dreht nun schnell das Spiel. Der finnische Verteidiger Jonne Junkkarinen spielte den Ball steil auf Jan Zaugg, der sich nicht an der Defensivarbeit beteiligt und so die entscheidenden Meter Vorsprung hatte. Der Schweizer Nationalspieler überlistete Petter Nilsson mit einem gekonnten Chip in die entfernte Torecke zum 3:3.

Damit war das Momentum wieder auf Könizer Seite. Stefan Hutzli nutzte einen ungeordneten Wechsel bei den Zugern zum 4:3. Er traf mit einem entschlossenen Schuss aus der Halbdistanz. Und als die Schiedsrichter im Schlussspurt die ersten Strafen aussprachen und je einen Spieler auf die Strafbank beorderten, demonstrierten die Berner ihre Qualitäten am Ball. Während die Zuger dem Ball hinterherliefen, fand Junkkarinen den freistehenden Stefan Castrischer und der Captain entschied das Spiel. Die Zuger rannten in den letzten drei Minuten dem Rückstand zwar noch mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters nach, blieben aber erfolglos. Vielmehr erzielte Julian Alder gar noch den sechsten Treffer für die Gäste, obwohl Petter Nilsson zwischenzeitlich ins Tor zurückgeeilt war.

Zwei aberkannte Tore

Für die Zuger endete eine Partie enttäuschend, die schon wenig verheissungsvoll begonnen hatte. Praktisch mit dem ersten Vorstoss gingen die Berner bereits in Führung. Der Schuss Junkkarinens flog zwar am Tor vorbei, doch wurde dies zur idealen Vorlage für Fabian Michel am zweiten Pfosten, der im entscheidenden Moment schneller reagierte als Manuel Staub. In der Folge neutralisierten sich die beiden Teams, doch schienen die Könizer agiler und gedankenschneller. Zu Beginn des mittleren Spielabschnitts erhöhte Julian Alder auf 2:0 – er war vom Zuger Marco Laely angespielt worden. Dass bei Spielmitte der Schaden nicht grösser war, lag auch an zwei wegen hohen Stocks aberkannten Toren.

Immerhin fanden die Zuger nach dem 0:2 besser ins Spiel und konnten endlich Druck auf das Tor der Gäste machen. Billy Nilsson brachte das Heimteam schliesslich nach Spielmitte mit einem herrlichen Schlenzer auch auf die Resultattafel. Es folgte eine ähnliche Phase wie vor Wochenfrist gegen Wiler-Ersigen – mit jedoch deutlich geringerem Ertrag. Andreas Dahlqvist und Tim Mock sorgten für eine knappe Führung vor der zweiten Pause. Und weil es eben nicht wie gegen Wiler gelang, die Reserve auszubauen, war Zauggs kleiner Geniestreich zum 3:3 die Spielwende.

Tückisches Schlussprogramm

Für die Zuger endeten damit gleich zwei Serien. Erstmals nach vier Spielen verliessen sie das Feld wieder als Verlierer. Und zu Hause war es gar die erste Niederlage seit dem 10. Oktober 2018; sechsmal in Folge gewannen die Zentralschweizer seither, bis eben Schweizer Meister Köniz in der Sporthalle gastierte. Nach der kurzen Nationalmannschaftspause stehen für das Team von Sascha Rhyner in den drei verbleibenden Qualifikationsrunden in der NLA vermeintlich einfachere und deswegen tückische Aufgaben an. Nacheinander spielen die Zuger gegen den UHC Thun, den HC Rychenberg und Walkirch-St. Gallen. Alle drei Gegner sind derzeit unter dem Playoff-Strich klassiert, haben aber noch – mit Ausnahme von Thun – leise Hoffnungen auf die Playoffs und dürften entsprechend motiviert in die Partien mit Zug gehen.

Mehr zur Nationalliga A gibt es hier.

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