Ein Journalist an der Spitze der «Letzibuzäli»

Das neue Oberhaupt heisst Charly Keiser – er kennt den Kanton Zug und die Fasnacht bestens.

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Ein schönes Trio (von links): Prinzessin und Gattin Ursula Keiser, Charly Keiser und Prinzessin Emanuela Schädler. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Ein schönes Trio (von links): Prinzessin und Gattin Ursula Keiser, Charly Keiser und Prinzessin Emanuela Schädler. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Am Sonntag: Punkt 11 Uhr 11 wird das gut gehütete Geheimnis gelüftet und das neue Oberhaupt der Letzibuzäli-Zünfter betritt, begleitet von Tambouren und seinem Hofstaat, den Pulverturm. Es ist Charly der I. Keiser, wohnhaft in der Stadt, von Beruf Journalist, und schon deshalb ein intimer Kenner der Fasnacht im ganzen Kanton. Flankiert von zwei Prinzessinnen, seiner Frau Ursula Keiser und Emanuela Schädler, den «hübschesten an diesem Tag», bedankt er sich in seiner Antrittsrede bei den zahlreichen Fasnächtlern für die ehrenvolle Wahl. Dem Fasiführer 2013 sind erst einige wenige Details über die Vorlieben des neuen Oberhauptes zu entnehmen, wie etwa seine enge Beziehung zum Wildspitz oder seine Affinität zu Champagner. Weitere Müsterli dürften an der Inthronisation vom 12. Januar 2013 publik werden.

Georges Felber Ehrenzunftmeister

Nachdem ihn sein Vorgänger im Amt, André der I. Wicki, zu seiner Nomination beglückwünscht hat, erheben die Anwesenden ihr Glas auf eine erfolgreiche Fasnacht 2013, kakaphonisch begleitet von der Fasimusi usZug. Da die Zunft der Letzibuzäli im nächsten Jahr bereits ihr 30-jähriges Bestehen feiern kann, wird dem Prinz die Ehre zuteil, eine Jubiläumsfasnacht anzuführen. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von einem neuen Zunftmeister und einem ebenso neuen Zeremonius. Ersterer ist Richard Rüegg, seines Zeichens Prinz im Jahre 2003 und damit erfahren, sowie Beni Portmann. Rüegg löst in dieser Funktion Arthur Brühlmann ab, und er ist überzeugt, dass «die Fasnacht in der Stadt Zug gut unterwegs ist zu einem in der Bevölkerung fest verankerten Anlass».

Im Rahmen der traditionellen Eröffnung der Fasnacht an diesem 11. 11. kommt ein weiteres Mitglied der Zunft zu einem honorigen Titel. Georges Felber, der erste Prinz im Jahre 1986 und später während 12 Jahren Zunftmeister, wird nach Erwin Villiger zum zweiten Ehrenzunftmeister ernannt. Seine Verdienste um die Zunft seien derart umfassend, dass sie eine eigene Feier füllen würden, sagt Richard Rüegg in einer kurzen Würdigung. Der derart Geehrte revanchiert sich mit dem Modell einer Standarte, die in Zukunft bei öffentlichen Auftritten mitgeführt werden soll. Mit einem dreifachen «Lebuz» kommt die Fasnachtseröffnung zum Abschluss.

Hansruedi Hürlimann