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Die Sinser Jodler juchzen auf schöne 80 Jahre

Der Jodlerklub Heimelig Sins feiert sein Jubiläum. Am Anfang war es ein reiner Männerklub – das änderte sich 1975.
Eddy Schambron
Seit 80 Jahren singt der Jodlerklub Heimelig Sins für ein treues Publikum. Der Verein zählt aktuell 17 Sänger und vier Sängerinnen. (Bild: PD)

Seit 80 Jahren singt der Jodlerklub Heimelig Sins für ein treues Publikum. Der Verein zählt aktuell 17 Sänger und vier Sängerinnen. (Bild: PD)

Vor 80 Jahren wurde der Jodlerklub Heimelig Sins gegründet, damals unter dem Namen Jodeldoppelquartett Maierisli Aettenschwil. Heute zählt er 21 Mitglieder und hat ein grosses, treues Publikum, wie Präsident Thomas Huwiler mit Freude feststellt. «Bisher konnten wir Sängerinnen und Sänger, die uns verlassen haben, immer ersetzen. Aber es ist nicht mehr so einfach, den Bestand zu halten.» Grund dafür wäre nicht etwa, dass Jodeln bei den Jungen kein Echo findet. «Viele wollen sich einfach nicht in einem Verein binden und jeden Mittwoch in eine Probe kommen oder sind bereits anderweitig engagiert», weiss Huwiler.

Hans Beier war der Initiant der Formation, die bereits 1942 in Jodeldoppelquartett Heimelig Aettenschwil umbenannt wurde. Sieben Jahre später erfolgte die erneute Umbenennung zum jetzigen Namen und gleichzeitig der Beitritt in den Eidgenössischen Jodlerverband. Seit dem Jahr 2013 ist Huwiler Präsident. In seinen 80 Jahren hat der Jodlerklub Heimelig nur gerade vier Dirigenten gehabt: Hans Beier (1939 bis 1959), Adolf Amstutz (1960 bis 2007), Marcel Mächler (2008) und René Arnold (seit 2009).

Erste Frau vor 44 Jahren

Der zuerst für längere Zeit als reiner Männerchor auftretende Klub bekam 1975 mit Helen Trinkler als erste Vorjodlerin weibliche Verstärkung. Heute zählt er vier Frauen in seinen Reihen. Die erste Tracht gab es 1943, 1970 wurde sie durch die neue Nidwaldner Bluse ersetzt. Dass es keine Aargauer Tracht wurde, lag daran, dass der Klub damals ein paar Mitglieder aus der Innerschweiz hatte. «Sie gefällt uns, und sie bleibt so», macht Huwiler deutlich.

Der Jodlerklub Heimelig ist ein aktiver Klub. Er findet nicht nur bei Konzerten und Jubiläumsfeiern ein grosses Publikum, sondern auch mit den Aufführungen der Theatergruppe. 1945 wurde das erste Theater, «De schüüch Emil», aufgeführt, seither sind 66 Theateraufführungen gefolgt. Zum 50 Jahr-Jubiläum 1989 gab es eine Schallplatten- und Musikkassettenproduktion, im Jahr 2012 eine CD-Produktion unter dem Titel «So tönt’s bi öis». Eine weitere ist, zumindest vorerst, nicht geplant. «Der Aufwand ist sehr gross, und mit den neuen Kanälen über das Internet ist fast überall alles zu hören.»

Selbstverständlich pflegt der Jodlerklub Heimelig traditionelles Liedgut. Aber er verschliesst sich neuen Trends bis hin zum populären Schlager zwischendurch nicht. Gerne integriert er seine Lieder in Theaterproduktionen. Und selbstverständlich sind neue Mitglieder jederzeit herzlich willkommen. «Man muss nicht jodeln können, um bei uns mitzusingen», unterstreicht Huwiler. «Aber etwas Musikgehör braucht es schon.»

Jubiläumskonzert in der Kirche

Das 80-Jahr-Jubiläum feiert der Klub mit einem Konzert am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr, in der Kirche Sins. Mit dabei sein werden die Jodlerfamilie Sutter aus Waldkirch, das Alphorn-Trio Alphorno Sins sowie klubeigene Formationen wie das Hausi-Chörli, das Jodlerterzett Edith, Roger und René sowie das Schwyzerörgeliduo Betschart. Auf dem Schulhausareal Ammansmatt wird eine Festwirtschaft geführt.

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