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Ein junges Talent aus Unterägeri steht am Start

Der 16-jährige Nando Reiser aus Unterägeri hat sich ein hohes Ziel gesteckt: Er will den Sprung ins Nationalkader schaffen und dereinst die Schweiz an der Olympiade vertreten.
Martin Mühlebach
Nando Reiser begann als 2-Jähriger mit dem Skifahren auf dem Nollen in Unterägeri. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 17. November 2018))

Nando Reiser begann als 2-Jähriger mit dem Skifahren auf dem Nollen in Unterägeri. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 17. November 2018))

In der vergangenen Saison gewann der erst 16-jährige Nando Reiser aus Unterägeri in den Disziplinen Slalom, Riesenslalom und Super-G die Gesamtwertung des Alpincups des Zentralschweizer Skiverbandes (ZSSV). Dieser Erfolg und vor allem die guten Leistungen an den interregionalen und nationalen Wettkämpfen trugen ihm die Aufnahme ins nationale Leistungszentrum Ost und ins Sportgymnasium Davos ein, wo er die Handelsmittelschule besucht.

Am Montag ist ganztags Schule angesagt, und an den anderen Wochentagen finden je zur Hälfte Schule und Training statt. Dazu kommen zeitaufwendige Reisen zu den Trainings und Rennen. Nando Reiser betont: «Es ist ein anspruchsvolles, strenges Programm, das es zu bewältigen gilt, zumal ich den Schulausfall selbst aufarbeiten und die Prüfungen nachholen muss. Aber ich nehme das gerne in Kauf – es ist eine gute Lebensschule, die mich weiterbringt.»

Erste Abfahrt folgt im Januar

Der junge Riesenslalom-, Slalom- und Super-G Spezialist, der in diesen Disziplinen schon erste FIS-Rennen bestreiten durfte, wird im kommenden Januar in Zinal (VS) erstmals auch eine Abfahrt unter die Bretter nehmen. Illusionslos, denn Reiser weiss, dass er als Jüngster und Neuling mit der letzten Startnummer vorlieb nehmen muss. Er sagt: «Es ist schwierig, auf der bereits markierten Piste gute FIS-Punkte sammeln zu können.» Nun gilt es, sich Schritt für Schritt nach vorne zu arbeiten, um sich einen besseren Startplatz sichern zu können.

Nando Reiser, der die Ausbildung erfolgreich abschliessen und ins C-Kader von Swiss Ski aufgenommen werden möchte, träumt letztlich davon, in spätestens sechs Jahren den Sprung ins Nationalkader geschafft zu haben. «Ich träume davon, für die Schweiz an einer Weltmeisterschaft und Olympiade an den Start gehen zu dürfen.»

Nachahmenswertes Vorbild

Mutter Gabriela Reiser-Bühler (44), ehemalige Snowboarderin und ihr Mann René Reiser, Ex-Skilehrer heutiger Ausbildungsexperte des Kantons Zug, unterstützen die Pläne ihrer Sprösslinge. Gabriela Reiser betont: «Wie unsere Söhne Andri (18) und Curdin (14), die ebenfalls im Skisport aktiv sind, gibt auch Nando immer sein Bestes. Im Dezember 2019 bietet sich ihm die Chance, sich für die Youth Olympic Games in Lausanne qualifizieren zu können.» Eine geschaffte Qualifikation wäre dann wohl ein grosser Schritt zur Verwirklichung seiner Träume.

Nando Reiser kennt seine Stärken und Schwächen. Er verrät: «Ich bin mental stark, und ich habe einen guten Fokus auf mich selbst und auf die Schlüsselstellen auf der Piste, die ich mir vor jedem Rennen genau ansehe.» Eine seiner Stärken sei auch, dass er einen guten Aufkantwinkel fahre, was sich im Slalom und im Riesenslalom vorteilhaft auswirke.

Selbstkritisch bemerkt Nando Reiser: «Ich muss noch konstantere Leistungen abliefern. Beim Umsetzen von schnellen Schwüngen weiss ich nicht immer, wie viel Risiko ich investieren soll und wie viel Risiko ich nehmen darf.» Er brauche die Erfahrung, um aus Fehlern lernen und sie in persönliche Stärken umwandeln zu können. Sein Vorbild sei Luca Aerni, der über eine gute Technik verfüge und wie er auf Salomon-Skis fahre, fügt Reiser hinzu.

Verschmitzt lächelnd erzählt er weiter: «Als ich als Zweijähriger auf dem Nollen in Unterägeri und auf dem Jakobshorn in Davos erstmals auf Skiern stand, sauste ich einfach den Hang hinunter.

Aber das Bremsen hatte ich noch nicht unter Kontrolle.» Nando Reiser bezeichnet sich als «zufriedenen, glücklichen und aufgestellten Bewegungstyp», der angesichts seines zarten Alters bereits über eine erstaunlich gute Sozialkompetenz verfüge. Nando Reiser sagt klipp und klar: «Das Herumsitzen fällt mir schwer. Und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, will ich es auch realisieren.»

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