Ein Konzert regt zum Träumen an

Unter dem Motto «Fernweh» nahm die Musikgesellschaft Hünenberg ihr Publikum mit auf eine Weltreise.

Sina Engl
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Die Musikgesellschaft Hünenberg entführte die Zuhörer unter anderem nach Paris, in den Orient und nach Afrika.

Die Musikgesellschaft Hünenberg entführte die Zuhörer unter anderem nach Paris, in den Orient und nach Afrika.

Bild: Roger Zbinden (11. Januar 2020)

Mit dem Stück «La Primitiva» von Jef Penders eröffnete die Musikgesellschaft Hünenberg (MGH), dirigiert von Albert Burkard, am 11. und 12. Januar das Jahreskonzert. Auf einer Leinwand neben der Bühne werden zu diesem spanischen Marsch Bilder eines Tangos und Stierkampfes gezeigt, um das Ambiente im Saal Heinrich von Hünenberg perfekt zu machen.

Nach dem ersten festlichen Stück begrüssen die Präsidentinnen Theres Moos und Patricia Hager die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer. Theres Moos blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück, als Höhepunkt nennt sie unter anderem den Auftritt am Eidgenössischen Schwingfest in Zug. Ausserdem darf sie dieses Jahr zwei Mitglieder für ihr langjähriges Mitwirken in der MGH ehren: Leo Luthiger, Mitglied der Musikgesellschaft seit 1970, und Sepp Grüter, Mitglied seit 1989, werden zu kantonalen Ehrenveteranen ernannt. Auch Patricia Hager, welche selbst auf der Bühne steht, wird für ihr Mitwirken seit 2000 zum Ehrenmitglied ernannt. Moos übergibt die Moderation nun den zwei jungen Damen, Rahel von Burg und Lea Boog, welche gekonnt durch den Abend führen.

Unterstützung durch ein junges Blasorchester

Mit dem Stück «Orient Express» führt die Reise von London nach Venedig. Die fröhliche und erwartungsvolle Melodie weckt den Wunsch, in diesem Moment selber eine solche Reise antreten zu können. Mit dem Saxofonsolo von Katja Zimmermann in «Against All Odds» aus Phil Collins Album «Hot Nights in Paris» führt die MGH das Publikum ins romantische Paris. Einen Kontrast bilden die darauffolgenden Stücke «African Symphony» und «Africa» von Toto. Letztgenanntes Stück spielt die MGH gemeinsam mit dem Blasorchester der Musikschulen Cham-Hünenberg. Marius Tomek, junger Musiker im Blasorchester, hat das Stück für die beiden Orchester arrangiert und das Publikum ehrt die Arbeit mit grossem Applaus.

Zwei der jungen Musiker übernehmen die Moderation und führen das Publikum mit Humor durch ihre nächsten drei Stücke. Das Blasorchester unter der Leitung von Johann Stocker spielt «Variazioni in Blue» und ein Medley aus «Saturday Night Fever». Das Orchester begeistert das Publikum mit seinem Können und die Zugabe mit Rag’n’Bone Mans «Human» bildet einen würdigen Abschluss für den ersten Teil des Abends.

«Heimweh» und ein Marsch als Zugabe

Mit «New York, New York» begrüsst die MGH das Publikum nach der Pause und die Grossstadt-Bilder auf der Leinwand bewegen zum Träumen. Die Reise führt mit «Dr. Zhivago» aus den USA ins eiskalte Russland und die melancholische Melodie aus dem gleichnamigen Liebesdrama berührt das Publikum. Der Weg führt zurück in die Schweiz und Raphael Suter spielt sich mit seinem leidenschaftlichen Solo in «Chum übers Mätteli» in die Herzen der Zuhörer. «Italo Pop Classics» bildet den offiziellen Abschluss des Konzerts, doch das Publikum verlangt nach einer Zugabe. Bei «Heimweh» von Plüsch klatscht das Publikum zum Refrain und die wunderschönen Landschaftsaufnahmen auf der Leinwand zeigen, dass es zu Hause einfach am schönsten sein kann. Doch was wäre ein Musikkonzert ohne einen Marsch? Das Finale bildet «Wien bleibt Wien» von Johann Schrammel. Nach dem Konzert finden sich Besucher wie Musiker zu einem gemütlichen Ausklang dieses ehrwürdigen Abends in der Kaffeestube im Foyer ein und eine Tombola bietet die Möglichkeit, von der Reise ein Souvenir mit nach Hause zu nehmen.

Wer die Musikgesellschaft Hünenberg in nächster Zeit live miterleben möchte, ist am 29. März an der Hünenberger Gewerbeausstellung und am 23. und 24. Mai am Aargauischen Kantonalen Musiktag in Oberrüti herzlich willkommen.