Zug: Ein Kunstrasen für die Schüler

Die Horbach Schule hat ein Baugesuch eingereicht. Geplant ist ein neuer Kunstrasen sowie eine Korbschaukel. Der Kunstrasen lässt das Umgebungsbild bestehen, aber ist umweltschädlich.

Daniel Hügli
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Horbachschule Zug: Auf der Wiese zwischen Mänibachstrasse und Oberwilerkirchweg soll ein Kunstrasen entstehen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 17. Januar 2019))

Horbachschule Zug: Auf der Wiese zwischen Mänibachstrasse und Oberwilerkirchweg soll ein Kunstrasen entstehen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 17. Januar 2019))

Die Horbach Schule in Zug hat am 20. Dezember 2018 ein Baugesuch für eine Erneuerung der Spielwiese eingereicht. Der Grundeigentümer des Landes und dem Projekt ist der Kanton Zug. Projektverfasser ist die Gartenbau Firma Schönenberger Söhne AG in Oberwil. Das Projekt beinhaltet einen neuen Kunstrasen mit einem Ballfang und die Installation einer Galgen-Korbschaukel. Die Gesamtkosten des Projekts sind auf 50 000 Franken berechnet.

Die Wiese hat ein leicht abfallendes Terrain und wird dementsprechend angepasst. Die Dimensionen des Kunstrasens sind 10 mal 20 Meter, die Höhe des Ballfangs wird in der Länge 2 Meter und in der Breite 3 Meter betragen. Die Galgenschaukel soll unterhalb des Kunstrasens auf der bereits bestehenden Wiese stehen. Für den Fallschutz der Schaukel ist eine Holzschnitzelfläche eingeplant.

Die Lage des neuen Spiel- und Sportplatzes soll auf der bereits bestehenden Spielwiese auf dem Pausenareal der Schule gebaut werden. Diese ist oberhalb vom Oberwiler Kirchweg und neben der Mänibachstrasse.

Kinder sollen auch bei regnerischem Wetter spielen

Der Grund für den neuen Spiel- und Sportplatz sei es den Kindern einen wetterfesten Spielplatz zu bieten, sagt Thilo Behrendt der Geschäftsführer der Horbachschule. Bei dieser handelt es sich um eine vom Kanton Zug anerkannte Sonderschule. Es werden an ihr 46 Kinder und Jugendliche betreut und beschult, die individuelle Förderung und einen auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Unterricht benötigen. Bei regnerischem Wetter sei die Wiese nach einigen Tagen nicht mehr brauchbar. Sie geht kaputt, wenn die Kinder darauf spielen, so Behrendt weiter.

Es gäbe zwar den Innenhof des Areals, fügt Behrendt hinzu, dieser sei aber nicht so gut zum Spielen geeignet wie die Wiese. «Es geht darum den Kindern das ganze Jahr durch einen Platz zu bieten, auf dem sie nach Belieben rennen und sich austoben können».

Kunstrasenplätze sind jedoch nicht unbestritten. Da gemäss einer Studie das Mikrogranulat aus welchem diese bestehen durch Abnutzung als Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Nicht Teil der Studie, aber in einem anderen Bericht erwähnt, sollen auch die künstlichen Grasfasern sich lösen können und in die Umwelt gelangen.

Ursprünglicher Wunsch war ein Hartplatz

Der Grund für die Wahl des Kunstrasens sei, dass er gut in das Umgebungsbild passe, sagt Berehndt dazu. Dies sei ihm von Fachleuten beraten worden. «Mein Wunsch wäre eigentlich ein Hartplatz gewesen. Dieser ist jedoch schwarz und verändert so das Umgebungsbild. Eine Alternative wäre ein Gummiplatz gewesen, aber auch dieser passt nicht in die Umgebung. Der Kunstrasen lässt das bisherige Umgebungsbild am besten bestehen». Die Einsprachefrist des Projekts geht zum bis 30. Januar.