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Mario Pastore, Torhüter bei Zug 94, ist ein Mann der klaren Worte

Mario Pastore, der Torhüter des Erstligisten Zug 94, ist nicht aufs Maul gefallen. Er sagt offen, was ihm gefällt und was nicht.
Martin Mühlebach
Hat einen starken Willen: Mario Pastore, Keeper von Zug94. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. November 2018))

Hat einen starken Willen: Mario Pastore, Keeper von Zug94. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. November 2018))

Der 31-jährige Mario Pastore, der im Sommer gemeinsam mit Trainer Ergün Dogru vom FC Thalwil zu Zug 94 gewechselt hat, blickt auf eine bewegte Karriere zurück. Der ehemalige Junior des FC Zürich (FCZ), der als U-18-Keeper während einer Woche unter dem heutigen Dortmund-Trainer Lucien Favre sein Können unter Beweis stellen durfte, schwärmt: «Das war für mich wie ein Sechser im Lotto.»

Entwaffnend ehrlich schiebt er nach: «Ich brachte zwar alle Voraussetzungen mit, um mir einen Platz im Kader der 1. Mannschaft des FCZ erkämpfen zu können. Aber ich war noch nicht reif genug, um mich voll und ganz auf den Fussball zu konzentrieren und den Kampf gegen meine Mitkonkurrenten Jonny Leoni, Davide Taini und David Da Costa anzunehmen.»

Durch die Zürcher Fussballprovinz getingelt

Mario Pastore kehrte dem FCZ den Rücken. Er tingelte mit YF Juventus, Blue Stars, Oerlikon, Polizei Zürich, Seefeld und Thalwil durch die Zürcher Fussballprovinz, ehe er nun für Zug 94 das Tor hütet. Pastore sagt: «Ich spiele nun zum ersten Mal nicht mehr in der Region Zürich und lerne eine andere Mentalität kennen.» Die Zuger, und wohl auch die übrigen Zentralschweizer, seien weitaus zurückhaltender und disziplinierter als die Zürcher, die kein Blatt vor den Mund nähmen, wenn sie ihre Meinung zu einer bestimmten Problematik kundtäten.

Das tut auch Mario Pastore nicht, wenn er über Zug 94 spricht. Er betont: «Wir haben ein zu junges Team. Um an der Tabellenspitze mitspielen zu können, müssten wir noch zwei, drei Routiniers verpflichten. Vielleicht Zürcher, die sich getrauen, das Maul aufzureissen, wenn sie es für nötig erachten.» Genau das tue auch Trainer Ergün Dogru, der seinen Emotionen freien Lauf lasse und seinen Spielern klipp und klar sage, was er von ihnen verlange. Sie müssten lernen, mit der schonungslosen Offenheit ihres Trainers umzugehen, der erfolgreich arbeite und die Jungs weiterbringe.

Mario Pastore erzählt: «Im Verlauf meiner Karriere habe ich mehrere gravierende Verletzungen erlitten: Kreuz- und Fussgelenkbänderrisse und Ellenbogen- und Handgelenkbrüche. Diese Verletzungen haben mich während insgesamt rund drei Jahren ausser Gefecht gesetzt.» Obwohl er sich mit starkem Willen immer wieder zurückgekämpft habe, sei er froh, statt auf die Karte Fussball auf die Karte Beruf gesetzt zu haben.

Im kommenden Jahr, wenn sein Vater Gerardo Pastore in Pension gehe, übernehme er dessen Industriespritzwerk – Spritztech AG in Kloten mit 20 Angestellten – als alleiniger Inhaber. Der eingefleischte Fan von Juventus Turin und des Torhüters Gigi Buffon und des Stürmers Alessando del Piero wird den Betrieb wohl mit starker Hand führen. Mario Pastore verrät: «Ich mag es nicht leiden, wenn jemand, den man fördern will, widerspricht, weil er glaubt, alles besser zu wissen. Da platzt mir dann schon mal der Kragen.»

Eine Reise in die USA steht bevor

Damit scheint seine Freundin Bettina Oswald, mit der er seit 7 Jahren liiert ist und seit einem Jahr zusammenwohnt, keine Probleme zu haben. Die medizinische Praxisangestellte versteht es, ihren Partner scheinbar ausgezeichnet um die Finger zu wickeln. Mario Pastore gesteht nämlich: «Bettina gelingt es immer wieder, mich vom Alltagsstress abzulenken und mich durchatmen zu lassen.» Da scheint es angebracht, seiner Partnerin den verdienten Dank auszusprechen. «Ich werde mit ihr in absehbarer Zeit während vier Wochen durch die USA reisen», verspricht der 31-jährige Zuger Torhüter.

Am Samstag (16 Uhr, Hertiallmend) empfängt der Tabellenneunte Zug 94 den Tabellendritten Biel, der 10 Punkte mehr auf seinem Konto hat als die Zuger. Mario Pastore strahlt Zuversicht aus. Er sagt: «Biel träumt zwar vom Aufstieg in die Promotion-League, aber die Berner Seeländer sind noch nicht sattelfest. Wenn wir wieder mit dem gleichen Siegeswillen auftreten, wie vor einer Woche beim 2:0 Sieg über Delémont, werden sich die Bieler warm anziehen müssen.»

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