Ein neuer Zugerlandcup für die stärksten Teams

Der FC Rotkreuz hat in der langen fussballfreien Zeit einige Transfers getätigt. Und er hat ein attraktives Turnier gestaltet.

Martin Mühlebach
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Die Saison 2020/21 in der 2. Liga interregional wird am Wochenende vom 22. und 23. August beginnen. Ein paar Wochen zuvor sind im Sportpark in Rotkreuz bereits wieder hochklassige Gegner zu sehen: am wieder ins Leben gerufene Zugerland Cup. Dieser besteht neu aus den vier stärksten Teams des Kantons. Am 31. Juli tritt Rotkreuz gegen den in derselben Spielklasse aktiven FC Ägeri an (ab 18 Uhr). Anschliessend duelliert sich Cham (Promotion League) mit dem Erstligisten Zug 94 (ab 20 Uhr). Am 1. August finden erst der kleine und dann der grosse Final statt. Jedes Team erhält einen Pokal, der Turniersieger zudem eine Prämie.

Der Rotkreuzer Teammanager René von Euw verspricht sich vom Zugerland Cup «spannende und attraktive Spiele». Er schlägt dafür kräftig die Werbetrommel und rechnet trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage «neben einem grossen Zuschaueraufmarsch auf das Engagement von diversen Sponsoren». Dank deren Zuwendungen sollen die finanziellen Ausfälle in den letzten Wochen und Monaten zumindest etwas kompensiert werden.

Der FCR will wieder um den Aufstieg mitspielen

Der coronabedingte Saisonabbruch raubte dem FC Rotkreuz eine grosse Chance. Der Aufsteiger in die 2. Liga interregional durfte sich Hoffnungen auf den direkten Durchmarsch machen. Nach der Vorrunde lag er nur zwei Zähler hinter dem Leader Willisau. Der Teammanager von Euw vertritt die Meinung, dass der Fussballverband den Entscheid betreffend die Fortsetzung der Super-League- und Challenge-League-Saison hätte abwarten sollen. Aus seiner Sicht wäre es möglich gewesen, die Saison 2020/21 auch in den unteren Ligen zu Ende zu spielen.

«Dem Saisonabbruch nachzutrauern bringt nichts, wir müssen wieder nach vorne schauen. Ich bin überzeugt»,

sagt von Euw, «dass unsere Mannschaft angesichts des qualitativ guten, spielerisch starken Kaders auch in der kommenden Saison, wieder um den Aufstieg mitspielen wird.» Entscheidend sei, dass man eine gewisse Überheblichkeit in den Spielen gegen schwächer eingestufte Teams abstelle.

Einige Verstärkungen sind dazugekommen

Aus «taktischen Gründen» hat sich der FC Rotkreuz von Miroslav Savanovic (wechselt nach Zug) und Stefan Marinkovic getrennt. Diese beiden Abgänge wurden durch die Zuzüge des talentierten Verteidigers Belmin Mrkonja (früher bei Wohlen und Muri), des Mittelfeldstrategen Marko Bicvic (165 Challenge-League-Partien) und des Torhüters Dejan Grmaca (von Muri) mehr als wettgemacht. René von Euw betont: «Da alle bisherigen Spieler bleiben wollten, haben wir uns gezielt punktuell verstärkt.» Eine Änderung hat es auch im Staff gegeben: Der langjährige Co- und Assistenztrainer Enzo Palatucci wurde vom FC Ebikon als Teamchef verpflichtet. Enzos Bruder Davide Palatucci wird den Rotkreuzer Cheftrainer René Erlachner als spielender Assistent unterstützen.

Unter Einhaltung der vom Bundesamt für Gesundheit vorgegebenen Coronaschutzmassnahmen hat Rotkreuz am vergangenen Dienstag das Training wieder aufgenommen. Allerdings nur einmal pro Woche und kaum in Vollbestand. Dazu sagt Teammanager von Euw: «Wir haben unsere Spieler angehalten, im Juni Ferien zu machen, um dann im Juli komplett zu sein.» Dann soll es wieder voll zur Sache gehen.