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Leserbrief

Ein parteiloser Ständeratskandidat in Zug?

Zu den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober

Ein Ständeratskandidat im Kanton Zug tut alles, damit man nicht sieht, in welcher Partei er Mitglied ist. Mit gutem Grund: Er möchte möglichst auch von den Zugerinnen und Zugern gewählt werden, die ein Rahmenabkommen mit der EU wollen, und die eine Initiative ablehnen, die das Ende der Bilateralen zur Folge haben kann. Beides verlangt die Partei des Ständeratskandidaten. Sie macht Werbung damit. Der Ständeratskandidat dieser Partei vertritt aber das Gegenteil. Für ihn ist die Kündigungsinitiative eine unnötige Verschlechterung der Beziehungen zur EU. Diese Meinung kann man nachvollziehen. Weniger nachvollziehbar aber ist, dass ein Politiker, der seine Karriere der Partei verdankt, zu der er vor Jahren wechselte, diese nicht mehr auf seinen Plakaten zeigen will. Noch weniger nachvollziehbar ist, dass er den Zugerinnen und Zugern nicht deutlicher machen will vor den Wahlen, dass er ein Rahmenabkommen mit der EU im Grundsatz befürwortet. Seine Partei lehnt ein solches Abkommen strikt ab.

Thomas Meierhans, Kantonsrat CVP, Steinhausen

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