Leserbrief

Ein phänomenales Projekt?

Zum Projekt der Fensterfabrik Baumgartner in Hagendorn

Drucken
Teilen

Es gibt auch andere Sichtweisen zum angeblich phänomenalen Projekt. Zwar ist nicht bestritten, dass dieses Projekt, was die technischen Abläufe anbelangt, den gewünschten Zweck erfüllt und innovativ ist. Schliesslich wurde ja auch mehrere Jahre geplant. Aber der geplante Neubau steht am falschen Ort und ist, wie schon der vor bald 15 Jahren erstellte letzte Ausbau, eine raumplanerische Zwängerei: Er zwängt sich zwischen eine Wohnzone und in landschaftlich heikles Gebiet.

Ich wünsche den Verantwortlichen der Firma Baumgartner den unternehmerischen Weitblick, von der Realisation dieses Projektes abzusehen und den Erweiterungsbau ausserhalb Cham, in einer Industriezone im Schweizer Mittelland, zu erstellen.

Ein grosser Teil von Hagendorn wird während mehrerer Jahre, es wird von fünf bis acht Jahren Bauzeit gesprochen, durch Baulärm, Lastwagenverkehr und Staubemissionen betroffen sein.

Die mehreren hundert Bewohner (Eigentümer und Mieter) der ans Fabrikareal angrenzenden Liegenschaften werden dadurch noch zusätzlich belastet. Zusätzlich dürfte es Wertminderungen dieser Liegenschaften geben, welche von der Firma Baumgartner entschädigt werden müssten. Dies könnte die Gerichte beschäftigen, die Bauzeit verlängern und in die Millionen gehen.

Aus all diesen Gründen ist die für die Volksabstimmung im November 2020 vorgesehene Teiländerung des Bebauungsplanes Allmend Hagendorn abzulehnen.

Hermann Kiener, Cham