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In Walchwil ist bereits ein Quartier zur neuen Strasse geplant

Im Gebiet Lauihof werden aller Voraussicht nach zwölf Häuser entstehen. Es ist das erste Quartier, das an die im Herbst eröffnete Oberdorfstrasse angelehnt ist.
Raphael Biermayr

Situation Gebiet Lauihof

Im Herbst 2018 wird in Walchwil die Oberdorfstrasse eröffnet werden. Das grösste Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde ermöglicht neben einer alternativen Verkehrsführung neuer Erschliessungen für Überbauungen – wie etwa im Gebiet Lauihof. Gegenwärtig liegt im Gemeindehaus der entsprechende Quartiergestaltungsplan auf. In der über 17 000 Quadratmeter grossen heutigen Reservebauzone sollen sechs Mehrfamilienhäuser, vier Einfamilienhäuser und zwei Terrassenhäuser entstehen, wie den Unterlagen zu entnehmen ist. Riesige Klotzbauten sind in diesem Gebiet zwischen zwei Waldstücken nicht gestattet: Es sind eingeschossige Bauten mit einer maximalen Höhe von 7,40 Metern vorgeschrieben.

Das Quartier wird zwar an einer malerisch gelegenen Stelle liegen – alle Wohnungen sollen Seesicht haben –, ist aber nicht an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Im Gestaltungsplan wird angeregt, den Ortsbus künftig über die Oberdorfstrasse zu führen und damit die Stadtbahnhaltestelle Hörndli zu bedienen.

Gewerbe ist erlaubt – aber nur «nicht störendes»

Wie üblich in Walchwil, gilt es bei der Überbauung einen Höhenunterschied zu überwinden – im Lauihof-Gebiet sind es fast 40 Meter. Die Planung sieht vor, die Häuser über die Oberdorfstrasse zu erschliessen. Durch das neue Quartier soll eine Strasse entstehen, auf der höchstens 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden darf. Im Gebiet sind sowohl Wohnungen als auch «nicht störende Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen» erlaubt.

Die Reservebauzone ist Teil eines riesigen Geländes, das Josef Fischlin vom Lauihof gehört. Er ist ein Vertreter der ursprünglich aus Arth stammenden Familie, die nachweislich bereits seit 1884 diesen Hof bewirtschaftet. Der Name Lauihof steht übrigens gemäss einem Bericht des kantonalen Amtes für Denkmalpflege und Archäologie für einen Hof, «der in rutschigem Gelände steht oder in dessen Umfeld sich vor alter Zeit ein Erdrutsch ereignet hat». Tatsächlich liegt das steilste Stück des Projektgebiets in der Gefahrenzone 2. Das heisst, dass eine Baubewilligung nur erteilt werden darf, wenn notwendige Schutzmassnahmen getroffen werden.

Der Quartiergestaltungsplan liegt noch bis zum 4. Juni auf. Das weitere Vorgehen: Nach der Behandlung etwaiger Einwendungen wird der Gemeinderat die Reservebauzone freigeben und anschliessend das konkrete Projekt erarbeitet. Die Bebauung soll in Etappen erfolgen, für die jeweils eine Baubewilligung vonnöten ist.

Der Gestaltungsplan gilt überdies auch für das westlich vom Lauihof, auf der anderen Seite des Waldes gelegene Gebiet Utigen/Rägeten. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch diese Fläche überbaut werden und die Einwohnerzahl der 4000er-Marke nahekommen wird. Als der Lauihof von einer der vielen Hürlimann-Familien in den Besitz der Fischlins gelangte, lebten lediglich etwas über 1000 Personen in der Gemeinde.

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