Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ein Schulcampus für Baar

Ein junges Zürcher Architekturbüro hat den Wettbewerb für den Ersatzbau des Schulhauses Wiesental 
gewonnen. Im grössten Schulhaus der Gemeinde sollen dereinst 560 Kinder unterrichtet werden.
Carmen Rogenmoser
Daniel Schläpfer, Giulio Bettini und Daniel Penzis präsentieren mit Paul Langengger das Siegerprojekt.Bild: Stefan Kaiser (Baar, 3. Dezember 2018))

Daniel Schläpfer, Giulio Bettini und Daniel Penzis präsentieren mit Paul Langengger das Siegerprojekt.Bild: Stefan Kaiser (Baar, 3. Dezember 2018))

«Domino» – so heisst das Siegerprojekt für den Ersatzbau des Schulhauses Wiesental in Baar. Entworfen wurde der Schulhauskomplex bestehend aus vier Gebäuden vom Architekturbüro Penzisbettini aus Zürich. Die Architekten Giulio Bettini, Daniel Penzis, Petra Pfaff und Isabel Marin haben sich gegen insgesamt 73 Konkurrenten durchgesetzt. So viele hatten sich in der ersten Phase des Projektwettbewerbs, der Präqualifikation, beworben. Elf davon wurden für die zweite Phase ausgewählt, darunter zwei im Sinne der Nachwuchsförderung. Dazu gehörten auch die Architekten der Penzisbettini GmbH. «Domino wurde einstimmig zum Sieger gewählt», sagte Bauchef Paul Langengger an der gestrigen Präsentation im Singsaal des Schulhauses Wiesental (siehe Hinweis). Auch er war Teil der Jury. «Der Auswahlprozess war sehr spannend», erklärte er. Nicht von Anfang an sei klar gewesen, dass Domino gewinnt. «Schliesslich hat es sich aber deutlich durchgesetzt.»

Ein Bau, 
der zweckmässig ist

Die Zielvorgaben für die Projektteilnehmer waren herausfordernd: 560 Kinder in 24 Schulklassen und vier Kindergärten müssen untergebracht werden. Zudem erhält der Komplex eine Doppelturnhalle sowie Platz für die schulergänzende Betreuung (SEB) für 150 Kinder. Hauptthemen bei der Aufgabenstellung waren Übersichtlichkeit bei einem so grossen Schulhaus, Vermeidung von Anonymität, eine Entflechtung der unterschiedlichen Stufen und eine gute Situierung der schulergänzenden Betreuung. Das Architektenteam der Penzisbettini GmbH hat diese Vorgaben mit vier unterschiedlichen Gebäuden umgesetzt. Entstehen soll ein grosser zweigeschossiger Trakt für die Mittelstufe, in dem auch die Doppelturnhalle Platz hat, je ein dreigeschossiger Trakt für die Kindergärten und die SEB und die Unterstufe sowie ein eingeschossiger Trakt, der die Aula und die Bibliothek unterbringt. Dieser steht in der Mitte des eigentlichen Schulcampus, ringsherum ist der Pausenplatz. «Die Schule gehört zum Raum der Lorze», erklärte Architekt Giulio Bettini. «Deshalb haben wir den Bezug zur Natur gesucht.» Die Gebäude sollen Durchlässigkeit vermitteln.

Der Ersatzbau ist dringend notwendig. Seit 2013 muss Trakt D des bestehenden Schulhauses mit Pfählen gestützt werden, da durch die Absenkung Risse entstanden sind. Auch die anderen Trakte sinken ab und sind teilweise nicht erdbebensicher. Zudem bietet das Schulhaus schon lange nicht mehr genügend Platz. Seit dem Schuljahr 2017/2018 wird daher zusätzlich in einem Provisorium unterrichtet. Ein weiteres Provisorium wird nicht notwendig, da die Bauarbeiten etappiert werden. Bis es soweit ist, dauert es aber noch. «Der Spatenstich wird nicht vor 2021 sein», so Langengger. Rund 70 bis 75 Millionen Franken wird das Projekt kosten. «Das ist aber erst eine Schätzung. Es ist ein zweckmässiges Schulhaus und kein Prunkbau», so Langengger. Hinweis Die Projekte sind im Singsaal der Schule Wiesental ausgestellt und können von Mittwoch, 5. Dezember, bis Freitag, 7. Dezember, von 15 bis 19 Uhr und am Samstag, 
8. Dezember, von 10 bis 15 Uhr besichtigt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.