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Stürmer Fidan Tafa: Ein selbstkritischer Zeitgenosse

Der FC Rotkreuz lässt in der 2. Liga überraschend Punkte liegen. Doch der Stürmer Fidan Tafa (29) ist überzeugt, dass sein Team den Aufstieg schafft.
Martin Mühlebach
Fidan Tafa (beim Sportpark Rotkreuz) ist glücklich beim FCR. (Bild: Stefan Kaiser, 25. April 2019)

Fidan Tafa (beim Sportpark Rotkreuz) ist glücklich beim FCR. (Bild: Stefan Kaiser, 25. April 2019)

Der mit mehreren erstligaerprobten Spielern bestückte FC Rotkreuz hat sich den Aufstieg in die 2. Liga interregional zum Saisonziel gesetzt. Das nötige Potenzial ist zwar vorhanden, aber mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und der zuletzt erlittenen 1:3-Heimniederlage gegen Emmen, hat das Team des Trainerduos Roger Mathis/Enzo Palatucci im bisherigen Verlauf der Rückrunde sieben Punkte liegen gelassen.

Fidan Tafa, der in der Winterpause vom FC Lenzburg zum FC Rotkreuz gestossen ist, bekennt: «Wir können mit unserer Punkteausbeute aus den letzten fünf Partien nur bedingt zufrieden sein. Unser Glück ist, dass sowohl der Leader Emmenbrücke als auch der Tabellendritte Cham ebenfalls nicht wunschgemäss in die Gänge gekommen sind.» Der Kampf um die beiden Aufstiegsplätze werde wohl noch eine Weile andauern, aber er sei fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft aufsteigen werde.

Defensivaufgaben häufiger wahrnehmen

Tafa, der bei der zuletzt erlittenen 1:3-Heimniederlage gegen Emmen im Einsatz stand, bemerkt selbstkritisch: «Ich erzielte das 1:0, hätte aber nach einem Flankenball von Dragan Giorgiev das 2:0 machen müssen.» Das sei umso ärgerlicher gewesen, weil das Kopfballspiel ansonsten eine seiner Stärken sei. Ehrlich gesteht der 29-Jährige: «Wenn ich eine Chance verpasst habe, mache ich mir noch zu viele Gedanken. Ich muss noch lernen, blitzschnell von Angriff auf Abwehr umzuschalten, um meine Defensivaufgaben wahrnehmen zu können.»

Dass sich Fidan Tafa nach dem Wechsel von Lenzburg zu Rotkreuz schnell zurechtfand, überrascht nicht. Der mit seiner Frau Zyra und den beiden Töchtern Leandra (4) und Jerina (1) in Muri wohnhafte Produktionsfachmann erzählt: «Meine Frau, die ich 2010 in Hünenberg kennenlernte und mit der ich seit 2012 glücklich verheiratet bin, ist in Rotkreuz aufgewachsen, wo ihre Verwandtschaft heute noch lebt und bei meinen Heimspielen mitfiebert.» Die «ausgezeichnete Infrastruktur» und der familiäre Umgang in den Reihen des FCR gefielen ihm sehr, versichert der 29-Jährige, der seinen Vater Fadil (54) als grosses Vorbild bezeichnet. Als Maurer in die Schweiz gekommen, habe dieser im Alter von 35 Jahren noch eine Lehre als Hochbauzeichner absolviert, um sich fürsorglich um das Wohl seiner sechsköpfigen Familie kümmern zu können. Fidan Tafa betont: «Ich bewundere die Menschen, die sich ihr Können mit harter Arbeit aneignen.» Das sei auch der Grund, weshalb er im Weltfussball die Leistungen des hart an sich arbeitenden Cristiano Ronaldo höher einschätze als jene von Lionel Messi, «dem das Talent in die Wiege gelegt wurde».

Mit Erziehung gegen Ungerechtigkeit

Fidan Tafa ist kein Kind von Traurigkeit. Er verrät: «Ich habe Spass daran, meine Mitmenschen auf humorvolle Art und Weise zu necken. Besonders gerne necke ich meine Frau, die sich aber inzwischen daran gewöhnt hat und kaum mehr reagiert.» Das sei schade, aber nicht schlimm, schiebt Tafa verschmitzt lächelnd nach. Schlimm seien hingegen die Ungerechtigkeiten, wie Unterdrückung oder Rassismus, die viele Menschen tagtäglich zu erleiden hätten. Es sei seiner Frau und ihm ein grosses Anliegen, die Kinder gut zu erziehen und sie zu charakterstarken Persönlichkeiten reifen zu lassen.

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