Ein Shorthander bringt Zug United drei Punkte

Emil Julkunens Unterzahltreffer in der 31. Minute gegen die Tigers Langnau hievt die United auf Platz 3 in der NLA.

Peter Rohner
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Der Matchwinner Emil Julkunen (vorn) ist mit Zug United auf Erfolgskurs.

Der Matchwinner Emil Julkunen (vorn) ist mit Zug United auf Erfolgskurs.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. Oktober 2019)

Es war die grosse Chance für die Tigers Langnau. Powerplay zu Spielmitte. Aber wie schon im Überzahlspiel zuvor fanden sie keinen Weg durch die gut organisierte Box der Zuger. Vielmehr war es Tim Mock, der mit sich einem Energieanfall und etwas Glück auf der linken Seite durchsetzte und in der Mitte den mitgelaufenen Emil Julkunen bediente. Statt 3:3 hiess es vor 441 Zuschauern in der Espace Arena in Biglen 4:2 für Zug United. Der Vorsprung war zumindest nach 40 Minuten nicht unverdient.

Doch die Zentralschweizer wussten auch, dass die Emmentaler nie aufgeben. Eindrücklich hatten sie dies im Saisonauftaktspiel ausgerechnet gegen Zug demonstriert, indem sie im letzten Drittel einen 1:5-Rückstand in einen 6:5-Sieg umwandelten. Die Tigers setzten die Zuger im letzten Drittel denn auch tatsächlich unter Druck und kamen zu Chancen. Doch im Gegensatz zum Saisonstart standen die Zuger in der Defensive besser. Sie verpassten es aber, den Schlussspurt der Gastgeber zu bremsen. Zwei Powerplays – davon gar 16 Sekunden in doppelter Überzahl – liessen sie ungenutzt verstreichen. Auch das Time-out der Zuger brachte die Angriffsmaschinerie der Tigers nur unwesentlich ins Stocken. Weil aber die Blockarbeit gut funktionierte und der Torhüter Petter Nilsson – wie auch sein Antipode Jürg Siegenthaler – eine starke Partie spielte, erzielten die Emmentaler nur noch den Anschlusstreffer zum Schlussstand von 3:4. «Wir haben sehr gut gespielt in der Defensive», erklärte der Matchwinner Julkunen nach dem Spiel. «Wenn wir nur drei Tore zulassen, dann können wir viele Spiele gewinnen.»

Damit endete für die Tigers die Partie, die so gut für sie begonnen hatte, mit einer Enttäuschung. Flühmann – nach einem Ballgewinn in der eigenen Zone – sowie Lauber – nach einer schönen Kombination und einem platzierten Direktschuss – hatten das Heimteam innert 62 Sekunden mit 2:0 in Führung gebracht. Und die Gäste waren nach zehn Minuten damit noch gut bedient, als aus dem Nichts der Anschlusstreffer fiel. Alexander Larsson spielte einen Freischlag aus der Ecke gedankenschnell auf Adrian Furger, der zum 1:2 traf (11.). Nach 16 Minuten war der Lohn für den starken Beginn der Berner gänzlich weg. Adrian Uhr bediente nach einem Rush übers ganze Feld Adrian Bachmann, der mit seinem zweiten NLA-Tor das 2:2 erzielte.

Danach fanden die Zuger besser ins Spiel und hatten vor allem im zweiten Drittel Chancen, das Spiel auf ihre Seiten zu zwingen. Schon im ersten Spielabschnitt hatten Carl Kostov-Bredberg und Emil Julkunen je einen Penalty nicht nutzen können. Hingegen nutzten sie eine andere Standardsituation zur Führung. Julkunen spielte einen Freischlag schnell auf den vorpreschenden Kostov-Bredberg, der die Tigers-Defensive damit düpierte und Zug letztlich auf Siegkurs brachte (25.). Schon am 11. Januar 2020 werden sich diese beiden Mannschaften an gleicher Stätte wieder gegenüberstehen – im Halbfinal des Schweizer Cups.

Mehr zur Nationalliga A gibt es hier.