Ein Sturm im Wasserglas

Zum Leserbrief «Der Amtsschimmel wiehert – und gefährdet die kantonalen Mitarbeiter», Ausgabe vom 8. April

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Es erstaunt mich sehr, dass ein sehr gut bezahlter Lehrer an der Kantonsschule Zug mit einer gesicherten Arbeitsstelle, welche die Zuger Steuerzahler berappen, in der Zeit der Coronakrise keine anderen Probleme hat, als sich prioritär um die Rückerstattung seiner Parkkarte zu kümmern. Dabei greift er nach meiner Meinung in seinem Leserbrief den Zuger Baudirektor mit dem Aufruf zur Abwahl aus rein egoistischen Gründen unter der Gürtellinie an.

Die Regierung hat jetzt wohl ganz andere Probleme, den vielen Selbstständigerwerbenden, denen es um ihre Existenz geht, zu helfen, als sich um solche Veloständerprobleme zu kümmern. Im Übrigen galt in der Vergangenheit für gut bezahlte Staatsangestellte Wohnsitzzwang im Kanton des Arbeitgebers. Im Kanton Zug wohnhafte Lehrpersonen können in normalen Zeiten problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und brauchen keinen separaten Parkplatz.

Herr Wuthier bezieht den höheren Zuger Lohn und wohnt im Kanton Luzern, wo die Wohnungskosten einiges tiefer sind. Zudem gehören die aktiven Lehrer der Kantonsschule Zug nicht zu der gefährdeten Gruppe der über 65-Jährigen und werden sich wohl für einen Gang zur Post oder zum nächsten Briefkasten noch nach draussen getrauen. Im Übrigen können auch auf einer Dienststelle für die Entgegennahme der Parkkarten Mundschutz und Handschuhe getragen werden. Herr Wuthier würde seine Energie und Zeit meiner Meinung nach sinnvoller für die Opfer der Coronakrise verwenden und nicht einen Sturm im Wasserglas entfachen.

Theo Biedermann, Cham, ehemaliges Mitglied der Schulkommission der Kantonsschule Zug