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Ein Waldparcours für Entdecker und Geniesser

Nicht nur der körperlichen Ertüchtigung soll der neu geplante Waldparcours dienen, sondern auch der Reflexion, der Ruhe und Entspannung. Neben neun Bewegungsstationen werden deshalb fünft Kunstobjekte die Fantasie der Besucher anregen.
Cornelia Bisch
Vom Start führt eine lange Treppe mit Holzstufen in die Höhe. (Bild: Stefan Kaiser (Oberwil, 7. November 2018))

Vom Start führt eine lange Treppe mit Holzstufen in die Höhe. (Bild: Stefan Kaiser (Oberwil, 7. November 2018))

Im Wald in Oberwil soll ein ganz besonderer, in seiner Art sogar einzigartiger Waldparcours entstehen. «Der Weg ist nicht nur zum Rennen und für Sportübungen da, wie bei einem gewöhnlichen Vitaparcours», stellt Daniel Schärer von Zug Sports klar. «Es ist ein in die Natur integrierter Waldweg, auf dem man be- und entschleunigen kann.» Er sei für den zweijährigen Knirps ebenso interessant wie für den 100-jährigen Senior. Während Schilder an den sportlichen Stationen Übungen empfehlen, weisen sie an den Entspannungspunkten auf besondere Naturerlebnisse hin, etwas die Sicht in die Baumkronen oder das Plätschern eines nahe gelegenen Baches.

Geplant sind neun Sport- und fünf Kunststationen, die besondere An-, Aus- und Durchblicke schaffen. Einige davon sind sogar beides, bekletterbare Kunstobjekte. Der gesamte Rundweg, dessen Start und Ziel unmittelbar neben der Endstation der Buslinie, drei der Zugerland Verkehrsbetriebe in Oberwil, liegen (Station Klinik Zugersee), soll sich auf einer Distanz von rund zweieinhalb Kilometern erstrecken. «Geplant ist aber auch ein kleiner, lediglich zirka ein Kilometer langer Weg», so Schärer. Die Strecken sind weitgehend rollstuhlgängig. «Nur die Treppe am Ende des Rundwegs stellt mit ihren 260 hölzernen Stufen ein Hindernis dar.» Rollstuhlfahrer können den Weg links herum einschlagen und vor der Treppe wieder zurückkehren.

Initiiert hat das Projekt die Nachbarschaft Oberwil-Gimenen (NOG), in Zusammenarbeit mit Zug Sports und dem Genossenschafts-Fonds der Mobiliar. Umgesetzt wird es voraussichtlich im Frühling 2019 durch die Korporation Zug, die auch das Land zur Verfügung stellt. Das Projekt liegt momentan beim Baudepartement zur Einsicht auf.

«Immer mehr und immer schneller, lautet in unserem Alltag oft die Devise», führt Schärer aus. «Der Weg soll die Menschen auffordern, inne zu halten, die Schönheit der Natur wahrzunehmen und zu erleben.» Man soll sich beruhigen und reflektieren können. «Die Wort- und Bildsprache ist dabei sehr wertig. Die Kunstwerke sind der Umgebung angepasst. Wo immer möglich bestehen sie aus Holz und anderen natürlichen Materialien aus der Region Zug.»

Spannende Kontraste

Wenn dies aus Gründen der Stabilität nicht möglich ist, kommen Beton und Metall zum Einsatz, Materialien, die wiederum einen attraktiven Kontrast zu ihrer Umgebung darstellen und diese in besonderer Weise inszenieren. Die Röhrenskulptur aus Metall von Maya Bringolf oder das Kletterkunstwerk aus Beton und Stahl des Zuger Künstlers Markus Kummer zum Beispiel wirken auf den ersten Blick fremdartig in der natürlichen Umgebung.

«Die vier Rohre stehen neben einer amerikanischen Douglasie-Tanne, die im Grunde ebenso fremd in diesem Schweizer Wald ist, wie die Skulptur», erklärt Schärer. «Der Blick zwischen der Douglasie und dem Kunstwerk direkt auf die Stadt Zug soll die Vielfalt unserer Heimat symbolisieren.» Die beiden Betonwände, in deren Zwischenraum man auf den horizontal verbindenden Metallstangen nach Herzenslust herumklettern kann, zwingen den Besucher dazu, seinen Blick direkt und ausschliesslich auf die wilde Natur zu richten und damit dem reizvollen Gegensatz zwischen nüchternem Bau und Wald zu erliegen.

Das Wasserspiel bei der grossen Feuerstelle ist mit einer Portion Schalk konzipiert. «Hier müssen die Eltern treten und kurbeln, damit die Kinder mit den herausspritzenden Wasserfontänen spielen können.» Also nichts da mit gemütlich Sitzen und die Jugend sich selbst überlassen. Spiel und Sport sind untrennbar miteinander verbunden.

«Der Weg ist eine Hommage an den Wald, an den wunderschönen Lebensraum, in dem wir uns bewegen dürfen», betont Schärer. «Wenn man rechts herum geht, regt die Treppe zur Beschleunigung an.» Linker Hand hingegen laden schöne, breite Wege zum gemütlichen Bummeln ein. Bald erreicht man so eine grosse Schaukel, von der aus sich die Sicht auf den See zwischen den Bäumen hindurch spektakulär gestaltet.

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