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Leserbrief

Ein weiteres Mal werden die Anliegen der Stadt nicht gehört

«ZVB-Stützpunkt bleibt im Zentrum», Ausgabe vom 7. September

Der Standort Aabach, für den zukünftigen ZVB-Stützpunkt, ist und bleibt ein Chabis. Zum Alternativvorschlag Göbli kann und will ich mich ohne eine Machbarkeitsabklärung nicht äussern. Eine solche wird nun leider auch nicht gemacht.

Unverständlich bleibt für mich, dass die Verantwortlichen der Baudirektion den Standort Hinterberg in Steinhausen nie aufs Tapet brachten. Und zwar nicht beim Kantonalen Strassenverkehrsamt, sondern beim kantonalen Werkhof und ehemaligen Polizeistützpunkt. Diese Fläche von mehr als 25000 Quadratmeter drängt sich meines Erachtens für einen zukünftigen ZVB-Stützpunkt geradezu auf. Die besagten Parzellen sind heute, und das weiss ich aus Erfahrung, stark unternutzt und die bestehenden Gebäudeteile mehr als renovationsbedürftig. Chance verpasst!

Josef Traxler-Rust, Walchwil


Der Kantonsrat hat an seiner letzten Sitzung beschlossen, ohne seriöse Prüfung den Bau des ZVB-Stützpunktes an bester Zentrumslage in der Stadt umzusetzen. Dies trotz grosser Vorbehalte seitens der Stadt Zug. Ein weiteres Mal werden die Anliegen der Stadt nicht gehört, sondern es wird ihr ein Bauwerk aufgezwungen, das sie nicht will! Dieses Gegeneinander von Kanton gegen Stadt ist bedenklich und steht einer guten Lösung im Wege – dies zu Lasten von uns Bürgern und Steuerzahlern.

Die geplanten Kosten von rund 180 Millionen Franken für eine Luxus-Busgarage sind meines Erachtens verantwortungslos und es erstaunt nicht nur den Laien, dass ein bürgerlich dominierter Kantonsrat eine solche Vorlage unterstützt. In Zeiten, wo an allen Ecken und Enden gespart wird und sogar eine Steuererhöhung diskutiert wird, kontrastiert dieser Entscheid zu den Sparbemühungen der letzten Jahre! Das Hauptargument für das schnelle und unreflektierte Vorgehen in Sachen Busdepot, nämlich dass ein solches der ZVB seit langem versprochen worden sei, ist meines Erachtens nicht stichhaltig. Vielmehr wäre wichtig, vorgängig seriös zu beurteilen, welchen öffentlichen Verkehr wir im Kanton Zug wollen, und wie wir diesen möglichst effizient gestalten. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass in Kürze die Tangente Zug/Baar eröffnet wird, was eine Neuordnung der Verkehrsströme zur Folge haben wird. In Zukunft wird es demnach nicht mehr notwendig sein, dass alle Busse in die Zuger Berggemeinden durch das Nadelöhr der Zuger Altstadt verkehren müssen, wovon insbesondere auch die Fahrgäste durch kürzere Fahrzeiten profitieren werden. Aus diesem Grund haben Kollege Philip C. Brunner und ich im GGR beantragt, mit dem Kanton darüber zu diskutieren, ob das Busdepot nicht auch im Göbli Areal realisiert werden könne. Nach Fertigstellung der Tangente wird dieses Gebiet verkehrstechnisch an bester Zentrumslage liegen.

Leider hat der Kantonsrat das Gebiet Göbli dennoch keiner eingehenden Prüfung unterzogen. Mit dem Verweis darauf, dass im Göbli nicht tiefer als 3 Meter in den Untergrund gebaut werden könne, wurde dieses Gebiet als ungeeignet qualifiziert. Allerdings wurde nicht einmal die Frage gestellt, warum ein Busdepot denn überhaupt doppelstöckig im Untergrund verbaut werden müsse. Gerne hätte ich diese Frage beantwortet! Das Zentrumsgebiet, wo das Busdepot gemäss dem kantonsrätlichen Entscheid zu stehen kommen soll, ist ein absolutes Filetstück! Mitten in der Stadt, nahe bei See und Naherholungsgebiet gelegen, liesse sich aus städtebaulicher Sicht ein tolles Projekt entwickeln. Die Wertschöpfung und damit auch zu erwartende Steuereinnahmen für Stadt und Kanton würden viel höher ausfallen, als wenn dort Busse parkiert werden. Die Vernunft muss uns gebieten, die vorliegenden Pläne des Kantonsrates nochmals zu überdenken. Wir sollten zuerst denken, die Fakten klären und erst dann bauen – nicht umkehrt!

Martin Eisenring, CVP-Gemeinderat, Zug

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