Ein Wunderwasser wirft Fragen auf

Nach Baar setzt nun auch die Stadt Zug in einem Schwimmbad auf so genanntes Grander-Wasser. Ein Gemeinderat misstraut dem Zauber.

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Das Hallenbad Herti in Zug hat ihr Schwimmbecken versuchsweise mit belebtem Wasser, auch Granderwasser genannt, gefüllt. Dadurch soll der Wartungsaufwand gesenkt werden können. Nach einem Zeitraum von rund zwei Jahren soll sich zeigen, ob sich die Aktion bewährt. Im Bild: Guido Ehrler, Badmeister. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das Hallenbad Herti in Zug hat ihr Schwimmbecken versuchsweise mit belebtem Wasser, auch Granderwasser genannt, gefüllt. Dadurch soll der Wartungsaufwand gesenkt werden können. Nach einem Zeitraum von rund zwei Jahren soll sich zeigen, ob sich die Aktion bewährt. Im Bild: Guido Ehrler, Badmeister. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Nach dem Vorbild der Baarer im Lättich ist Mitte 2011 auch im städtischen Hallenbad Herti eine so genannte Grander-Wasser-Anlage eingebaut worden. Damit will die Stadt Chemie sparen und trotzdem einwandfreien Badespass in der notwendigen Wasserqualität anbieten. Dem Grander-Wasser werden nämlich zahlreiche positive Eigenschaften zugesprochen. Das Wunderwasser wird von der österreichischen Familienfirma Grander angeboten. Diese setzt jährlich rund 16 Millionen Franken um.

Ob die Kosten für die Anlage in Zug nicht eine Verschleuderung von Steuergeldern darstellten, will nun ein Gemeinderat wissen. Er fragt den Stadtrat zudem, ob schon weitere Anlagen angeschafft wurden und warum diese Entscheidungen getroffen worden sind.

Charly Keiser/Neue Zuger Zeitung